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Dieses Thema hat 36 Antworten
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 Fan Fiction Sortierung: Alte Beiträge zuerst  
Seiten: 0 | 1
Mrs.McLaren
Moderator

Beiträge: 2.962

PM Schreiben

07.04.2008 20:09
Fanfiction - my "Roman" antworten
Also, ich schreibe jetzt schon seit dem 26.12.2006 (ich weis, ganz schon lange) an einer Geschichte. Die immer noch teilweise ein paar kleinere Lücken hat, die ich jetzt nach und nach endlich mal schließe. Die Geschichte hat jetzt nicht wirklich was mit FaFA oder anderen Serien in dem Sinne zu tun(na ja irgendwie schon) Weil ich habe nicht über irgendwelche Personen geschrieben, so dass es zu der Serie passt, dass es irgendeine Handlun weiter erzählt (oder so ähnlich )
Den aufmerksamen Lesern wird auffallen, dass es schon viele Parallelen zu verschiedenen Serien gibt. Von den Charakteren (die ich doch etwas verändert habe) bis zu kleine Teile der Handlung. Es ist also eine Mischung aus verschiedenen Serien "teile" nenne ich es einfach mal und meiner Fantasie. Ich hoffe ich konnte es damit, einiger Maßen verständlich beschreiben Aber am besten ist, wenn ihr es einfach selbst lest und euch ein eigenes Bild davon macht

Ich werde morgen das 1. Kapitel rein stellen und dann nach und nach die anderen


Viel Spaß beim Lesen, wünsche ich schon mal

Zuletzt geändert: 07.04.2008 20:22
Jana
Administrator

Beiträge: 21.036

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07.04.2008 20:27
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten


Ich habe Deinen Beitrag hierher verschoben . Du musst Deinen Roman doch nicht im Archiv posten . Im Archiv sind nur unvollendete Geschichten bzw. Fanfictions von Usern , die nicht mehr aktiv bei uns sind . Also , lass Deiner kreativen Neigung freien Lauf . Ich freue mich schon auf Deinen Roman , aber setze Dich bitte nicht unter Druck , denn ich weiß , dass das nicht so einfach ist .

Mrs.McLaren
Moderator

Beiträge: 2.962

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08.04.2008 15:55
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

Upps das habe ich nicht gewusst

Mrs.McLaren
Moderator

Beiträge: 2.962

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08.04.2008 19:06
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-Prolog-

Die sechzehnjährige Fran Fine hatte noch nie ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Mutter, Sylvia Fine, denn diese war genauso wie ihre jüngere Schwester strenge Jüdin. Was Fran ganz und gar nicht war. So wusste Sylvia auch nichts davon, dass ihre Tochter schon jetzt einen Freund hatte und ihn über alles liebte. So bemerkte sie auch nicht, dass Fran von ihrem fünfundzwanzig jährigen Freund ein Kind erwartete.
Fran und Michael freuten sich schon sehr auf ihren Nachwuchs.
Sie hatten für ihre gemeinsame Zukunft schon große Pläne, unter anderem wollten sie auch nach New York auswandern. Doch es schockierte beide sehr, wie sich heraus stellte das Fran eine Fehlgeburt hatte und sie ihr Kind nur zwei Monate austragen konnte. Beide gingen mit diesem schwerem Verlust unterschiedlich um. Während Fran meinte, sie sollten es einfach noch einmal probieren; begann Michael damit sich in Alkohol zu stürzen. Worauf er kurz darauf an einer Alkoholvergiftung in Frans Armen starb, bevor der Krankenwagen eintraf.
Fran beschloss ihren gemeinsamen Traum, des Auswanderns, alleine zu erfüllen. So packte die mittlerweile dreiundzwanzig jährige Fran einfach ihre Sachen und zog ohne ihrer Familie bescheid zusagen weg. Nur ihrer besten Freundin Denise erzählte sie davon.

Ein paar Monate danach...

Mrs.McLaren
Moderator

Beiträge: 2.962

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08.04.2008 19:08
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-1. Kapitel-

Heute war ein herrlicher Julitag und Fran hatte ihren ersten Arbeitstag als Sekretärin von einem hoch an gesehenen Richter am Jugendgericht von New York.
Man sagte zu ihr zwar immer der erste Tag währe der schlimmste aber Fran sah das anders: „Der erste Tag ist der aufregernste, weil man noch nicht weis, was einem erwartet“, antwortete Fran immer.
Fran fuhr mit der U-Bahn nach Manhattan, weil sie selbst in Queens wohnte.

Frans Büro lag im 4. Stock, gleich neben dem ihres Vorgesetzten Richter Gray. Fran saß gerade an ihrem neuen Schreibtisch und schaute sich die heutige Verhandlung an, als es an der Tür klopfte und Mr. Gray herein kam. Er war etwas stärker gebaut, an die zwei Meter und schon weit über fünfzig, weil er hatte schon graue Haare.
„Guten Morgen Ms Fine. Was haben wir denn heute für einen Fall?“
Fran antwortete: „Ein Mann soll seine Frau erstochen haben. Er hat zwar ein Alibi, das kann aber nur seine Affäre bezeugen. Die vielleicht sein Motiv ist."
“Wer sind die Rechtsanwälte?“, fragte Richter Gray.
„Für die Verteidigung Mr. van Exel und als Staatsanwalt Mr. McLaren“, las Fran von der Akte ab.
„Danke, ich sehe schon, Sie werden hervorragende Arbeit leisten.“
Darauf wurde Fran leicht rot, aber sie fasste sich schnell wieder und sagte: „In einer viertel Stunde können wir anfangen.“
Mr. Gray schaute Fran noch einmal anerkennend an und verschwand.
Das tolle als Sekretärin zu arbeiten ist, dass man in dem Gerichtssaal mit drinnen sitzt und das geschehen genau beobachten kann. Diese Vorteile hatte man als Sekretärin in einem andren Büro nicht, da saß man den ganzen Tag in einer Abstellkammer am Computer. Dagegen war Frans Büro groß, hell und fröhlich, wie sie fest stellte, als sie nach der Anhörung in ihr Arbeitszimmer ging. Wenn man zu der Tür rein kam sah man als erstes einen großen Schreibtisch, gleich dahinter ein großes Fenster und ein Aktenschrank, auf der linken Seite ein großes, grünes, einladendes Sofa und gegenüber davon ein Bücherregal in dem lauter Akten gesammelt wurden.
Fran schaute aus dem Fenster und massierte sich das Genick. Da sie heute Nacht nur auf einer Luftmatratze geschlafen hatte. Weil ihre Möbel aus Deutschland erst in ein paar Tagen eintreffen würden. Es klopfte an die Tür und Mr. McLaren kam herein. „Ms Fine?“
„Ja?“
„Ihnen ist wie es scheint ein kleiner Fehler unterlaufen. Weil ich habe morgen bei Richter Gray zwei Verhandlungen zur gleichen Zeit.“
„Oh. Das tut mir leid. Nur ich habe nicht sehr viel geschlafen. Ich werde mich sofort darum kümmern.“, Sie lächelte ihn etwas nervös an.
Mr. McLaren schaute sich in ihrem Büro um und fragte dann: „Sie kommen aus England oder?“
„Aus Deutschland. Aber mein Urgroßvater war Engländer und darum bin ich zweisprachig aufgewachsen.“
„Und wie lange sind Sie schon hier?“, fragte Mr. McLaren interessiert.
„Seit einem Monat, aber meine Möbel kommen erst in ein paar Tagen.“

Mrs.McLaren
Moderator

Beiträge: 2.962

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12.04.2008 14:51
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-2. Kapitel-

Am nächsten Tag aß Fran, während der Mittagspause, wieder in der Kantine. Gerade als sie fertig war setzte sich Mr. McLaren an ihren Tisch.
Fran schaute von ihrem Tablett hoch und Mr. McLaren meinte: „Sie sagten doch, dass ihre Möbel erst in ein paar Tagen kommen. Und da dachte ich wenn ihr Freund und Sie vielleicht Hilfe bräuchten, könnte ich ihnen helfen.“
„Wie kommen Sie darauf, dass ich einen Freund habe?“
„Sie werden doch nicht alleine von Europa bis hier her gezogen sein!“ Er schaute Fran unglaubwürdig an.
Fran antwortete: „Doch das bin ich. Und wenn es ihnen wirklich nichts ausmacht können Sie mir gerne helfen.“
„Okay. Wie wäre es mit Samstag?“
„Am Samstag sagten Sie..“, Fran holte ihren Terminplaner heraus damit er vielleicht denke, sie wäre eine viel beschäftigte Frau.
„Ja, am Samstag habe ich noch Zeit.“
David McLaren lächelte sie triumphierend an, er stand auf und sagte: „Ich bin dann so gegen neun Uhr bei ihnen.“
„Ja, schön – aber Sie wissen doch gar nicht wo ich wohne!?“
Er antwortete: „Sie werden es mir, aber bestimmt verraten, oder?“
Fran sagte ihm ihre Adresse und kurz darauf verschwand er.
Sie sah ihn erst wieder in der Verhandlung.

Als sie Zuhause war, überlegte sie fieberhaft, was sie Morgen anziehen sollte! Was soll man auch anziehen, wenn ein Anwalt zu ihr kommt um ihr beim Umziehen zu helfen?! Eine Ewigkeit später hatte sie sich für ein rotes einfaches Sommerkleid entschieden.
Um Punkt neun Uhr parkte vor Frans Haus ein silberner Mercedes und kurz darauf klingelte es an ihrer Wohnungstür.
David McLaren sah wie immer gut aus, sogar in Jeans und T-Shirt und nicht nur im Anzug mit Krawatte.
„Schönen guten Morgen, Mr. McLaren“, begrüßte Fran ihn.
„Oh bitte, nennen Sie mich David, - ähm Fran?“
Fran lies ihn herein. David musterte Sie und sagte:
„Eigentlich hatte ich gehofft Sie mal in einer Jeans zu sehen.“
„Da werden Sie kein Glück haben, denn ich besitze nicht einmal eine.“ Fran lächelte ich an.
„Haben etwa alle Deutschen Frauen keine Jeans Daheim in ihren Schränken?“
„Doch, eigentlich schon. Aber ich trage sie nun mal nicht so gerne.“
David nickte verständlich. „Dann werde ich nicht mehr weiter nach Fragen.“

Am Nachmittag waren sie fertig und saßen zusammen auf dem Sofa im jetzt noch ziemlich kahlen Wohnzimmer, es standen nur überall Kisten herum. David schaute Fran an und sagte: „Jetzt habe ich ihnen einen gefallen getan, dann müssen Sie mir auch einen tun.“
„Und welchen?“, fragte Fran interessiert.
„Nächste Woche findet das all jährliche Abendessen der Staatsanwalt statt und man sollte mit Bekleidung erscheinen. Also haben Sie nächsten Freitag schon etwas vor?“
„Warum geht ihre Frau nicht mit ihnen hin?“
„Wie kommen Sie darauf, dass ich verheiratet bin?“
„Sie tragen einen Ehering“, Fran zeigte auf seine Hand.
„Oder sind Sie geschieden und bekommen den Ring einfach nicht mehr ab?“, witzelte Fran.
„Eigentlich bin ich verwitwet und ich kann einfach noch nicht von ihr los lassen“, antwortete David traurig während er seinen Ehering betrachtete.
Fran war das nun peinlich, was sie gesagt hatte. „Das tut mir wirklich leid.“
„Danke. Es ist aber schon zehn Jahre her, seit dem sie gestorben ist.“
„Nein, ich verstehe Sie.“
David musterte Fran. „Wirklich?“
Fran erklärte: „Als ich vierzehn Jahre alt war, war ich zum ersten mal in meinem Leben richtig verliebt, in Michael. Wir hatten große Zukunftspläne unser größter Traum war es nach New York auszuwandern. Als ich sechzehn war, ist Michael in meinen Armen an einer Alkoholvergiftung gestorben. Und-.“
„Und jetzt haben Sie ihren gemeinsamen Traum alleine wahr gemacht.“
Fran nickte. „Das hört sich so kitschig an, wenn Sie das sagen.“
„Ist es doch nicht. Es ist-“, David suchte nach den richtigen Worten. „Es ist süß“, er grinste Sie an.
Fran antwortete: „Süß hört sich schon etwas besser an“, nun musste sie auch grinsen, über diese Unterhaltung.

Als es endlich Freitagabend war, stand Fran vor ihrem Kleiderschrank und wusste nicht welches Kleid sie tragen sollte, bis ihr das rote Kleid, welches sie bei der Hochzeit ihrer Schwester Natalie trug, einfiel. Also, entschied Fran sich für dieses. Gerade als sie fertig war kam David auch schon.

Sie verbrachten zusammen einen wunderschönen Abend. Nach der Feier liefen sie noch etwas draußen herum, einen Weg der direkt ans Meer grenzte. David beugte sich über die Reling und sah über das Wasser.
Fran überlegte, wie sie ihm zeigen sollte, dass sie so einen Abend gerne wieder holen würde. „Sie können du zu mir sagen, David.“
„Okay, dann kannst du mich auch duzen“, sagte David, während er zu Fran hinüber blickte. Sie hatte ihre Augen geschlossen. Um ihre Lippen spielte ein zufriedenes Lächeln. David spürte, wie auch seine Lider allmählich schwer wurden. Zögernd drückte er ihre Hand. „Fran?“
Sie schlug die Augen auf und lächelte ihn schläfrig an. Das sanfte Mondlicht machte ihr Gesicht noch schöner. Am liebsten hätte er zu ihr gesagt, du kannst ja noch ein bisschen zu mir gehen, aber er brachte nur ein: „Soll ich dich jetzt heim fahren?“, heraus.
Zur Antwort nickte Fran.
David hielt vor Frans Wohnung und brachte sie noch zu ihrer Tür, doch zu ihrer Enttäuschung küsste er sie nur auf die Wange – was Fran sehr hasste – und sagte: „Hast du am Montagabend schon etwas vor? – So gegen zwanzig Uhr?“, fragte David.
„Nein, habe ich nicht.“
„Dann bis Montag, schöne Frau.“
Und schon drehte er sich um und lief davon.
Fran dachte: „Dann war es also doch kein Date, gibt einer Frau die er duzt und ausführt nur einen Kuss auf die Wange, ist ja nicht zu fassen! Aber vielleicht macht er es am Montag richtig. – Oh Gott! Was soll ich nur wieder anziehen?“

Fran fand ein passendes Kleid, ein schwarzes aus Seide, ohne Träger und dazu noch schwarze Lackschuhe und die passende goldene Handtasche und natürlich schwarze Handschuhe, die ihr bis zu Ellebogen gingen. Es fehlte nur noch eine passende Kette. Aber die fand sie nicht und so ging sie ohne die passende Kette ins Bett.

Fran sah an diesem Montag David McLaren nicht im Gericht, da er am Montag seinen freien Tag hatte.
Doch am Abend holte er Fran pünktlich wie er war, mit seinem Porsche ab. Heue trug David, einen schwarzen Anzug und eine Fliege. Sie aßen in einem der schicksten Restaurants New Yorks und Fran wusste, dass er es genauso ernst meinte, wie sie es mit ihm.
Danach brachte er Fran wieder Heim und sie war sich sicher, er war kurz davor sie richtig zu küssen, doch kurz davor bog er ab und küsste ihre Wange, so streifte sich ihre Lippen nur kurz. Doch Fran hatte dieser kurze Augenblick aus gereicht um fest zu stellen, dass er samtig weiche Lippen hatte und toll küssen konnte.

Mrs.McLaren
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12.04.2008 14:52
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-3.Kapitel-

Am nächsten Tag im Gericht bekam sie noch mal einen ganz anderen eintrug von David McLaren, einen den sie nie gedacht hätte. Nämlich in der Cafeteria setzte sich neben Fran eine ältere Frau und als diese sah wie David Fran anlächelte fragte sie: „Sind sie etwa mit Mr. McLaren zusammen?“
Fran antwortete: „Ich weis nicht, ob man es zusammen sein nennen kann.“
Die Frau sagte: „Na dann machen sie mal, dass Sie noch die Kurve kratzen können!“
„Warum?“
„Na wissen sie es nicht?“
Fran fragte verwundert: „Was sollte ich wissen? … Ich habe erst vor kurzem angefangen hier zu arbeiten.“
„Na dann muss ich sie mal leider auf klären Kindchen. David McLaren soll seine Frau umgebracht haben, weil die dahinter gekommen ist, dass er eine Affäre hat. Und seine Affäre ist kurze Zeit später auch gestorben, auch bei einem Autounfall! Und nach dem er auch die unter die Erde gebracht hat hatte er alle Wochen eine neue, mit der er die ganze Zeit rum knutschte, bis er eine besser fand. Und sie sind sein Spielzeug für diese Woche.“
Fran war entsetzt, was sie da hörte und wusste nicht, was sie antworten sollte, ihr fiel nur ein was dazu ein: „Also, mich hat er noch kein einziges mal geküsst!“ Im nach hinein musste sie sich ein gestehen, dass dies eine Trotzreaktion von ihr war.
Die Frau antwortete darauf nur: „Vielleicht mag er keine Deutschenfrauen.“
Das war für Fran jetzt wirklich genug sie stand auf und rannte in ihr Arbeitszimmer, dort legte sie sich auf das Sofa und dachte nach, ob sie nun eine Fremdenfrau glauben konnte, oder diesen liebevollen Mann.
Für sie sah er ja nicht so aus, wie als hätte er so etwas getan. Und was ist wenn doch? Konnte er sich wirklich so gut verstellen? Sie konnte und wollte es einfach nicht glauben. Was sollte sie jetzt nur machen? - All diese Fragen verfolgten sie.

Mrs.McLaren
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14.04.2008 18:49
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-4. Kapitel-

Fran hatte in der Nacht nicht geschlafen, weil sie sich immer wieder fragte, was sie machen sollte.

Im Gericht nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und klopfte an Davids Tür.
„Herein.“
Fran atmete noch einmaltief durch und öffnete die Tür.
David saß an seinen Schreibtisch und schaute sie an. Fran knallte die Tür zu. Plötzlich fragte Fran wütend: „Woran liegt es? Liegt es daran, das ich Deutsche bin? Oder vielleicht, bin ich dir zu unerfahren, zu jung?“
David fragte überrascht: „Was liegt woran?“
„Wir gehen jetzt schon 2 Wochen zusammen aus. Aber in dieser Zeit hast du mich noch kein einziges mal geküsst, sag mir woran liegt es? Bin ich dir nicht gut genug? Du kannst es mir ruhig sagen, weil dann gehe ich einfach und verschwende hier nicht weiter meine Zeit mit dir.“
David wollte etwas sagen.
„Nein! Jetzt rede ich! Mit jeder anderen Frau steigst du ins Bett und mich küsst du nur auf die Wange, was ich übrigens hasse, wie die Pest!“
David seufzte: „Amy?“
„Äh?“, Fran war davon irritiert.
„Mit Amy hatte ich mal eine Affäre, sie hat es immer noch nicht verkraftet, das ich mich für Sara und nicht für sie entschieden, seit dem verbreitet sie Gerüchte über mich, von ihr hast du es doch, das ich angeblich mit jeder schlafe?“
Fran war das jetzt irgendwie peinlich aber sie wusste nicht so recht ob sie ihm glauben sollte, Fran wollte wieder schimpfen doch dann wurden ihre Knie weich. Sie setzte sich auf das Sofa.
„Aber vielleicht verschwenden wir wirklich nur unserer Zeit miteinander, weil, weil.“
David stand auf und setzte sich neben ihr. "
Weil was?“
„Weil schau, du hast studiert und warst auf einer Privatschule. Du, zwischen uns liegen einfach Welten, du musst dir keine Gedanken machen über Geld und ich.“ Sie seufzte. „Eine richtige Beziehung wäre einfach zum Scheitern verurteilt.“ Fran schaute David an, plötzlich beugte er sich zu ihr herüber. Und dann, bevor sie etwas sagen konnte, lag Fran in seinen Armen und sie spürte seine Lippen auf ihren.
Ihr erster Impuls war, ihn wegzuschieben. Doch sie kämpfte dagegen an und fragte sich, warum sie das tun sollte? Seine Lippen waren weich, warm, angenehm. Irgendwie machten sie, dass sie dahinschmolz, schwebte.
Sie genoss den Kuss und ließ es zu, dass David sie noch näher zu sich zog. Sie flog, höher als jeder Vogel. Dann wurde ihr plötzlich bewusst, dass sie zu hoch flog, für diesen Moment. Da sie ja immer noch beide in Davids Arbeitszimmer waren.
Sie stemmte die Hand gegen seine Brust. Als das den Kuss und die Umarmung auch nicht lockerte, schob sie fester und riss den Kopf weg.
Erst jetzt, bemerkte sie, dass sie nur noch einen BH an hatte und auf David saß. Doch dass schlimmste war, dass ihr Chef in der Tür stand und vor Wut kochte.
„MS FINE“, brüllte er.
Fran stand auf, David hob Frans Bluse auf und gab sie ihr, die sie schnell wieder an zog.
David faste sich als erster wieder und sagte: „ Entschuldigen Sie bitte, euer Ehren, aber -!“
„Sie habe ich nicht gefragt Mr. McLaren!“
Richter Gray schaute Fran fragend an, die gerade ihre Bluse zuknöpfte.
„Ähm...“
„Wir sind hier kein Swingehrclub! Sie können es über all machen, aber nicht in diesem Gericht, wenn ich so etwas noch einmal sehe, sind Sie beide entlassen, weil hier wird nichts anderes gemacht, als gearbeitet! Haben Sie das beide verstanden?“
Fran stotterte. „Ich, ich wollte nur-.“
„Sie wollten gerade wieder an die Arbeit gehen!“
„Aber, aber natürlich.“ Fran huschte an ihrem Chef vorbei und verschwand.
Richter Gray warf David noch einen wütenden Blick zu und folgte Fran.

Fran stand vor dem Fenster und schaute hinaus, als es an der Tür klopfte, ohne sich umzudrehen sagte sie: „Herein.“
„Fran?“, fragte David vorsichtig.
Diese wendete sich ihm überrascht um. „Ja?“
„Ich muss mit dir reden.“
„Ich auch.“
„Dann fang du an.“ David schaute sie auffordernd an.
„Meine wichtigste Regel war schon immer, geschäftliches nicht mit privatem zu vermischen, weil entweder ist dann das Privatleben beschissen, oder das Geschäftsleben. Und mir ist meine Arbeit wichtiger als alles andere. Verstehst du?“
„Ja.“
„Gut.“ Fran lächelte zufrieden. „Dann, was wolltest du sagen?“
„Ich, ich.“ stotterte David. „Ich kann dir nur zustimmen.“
„Da bin ich aber froh, ich dachte schon du meinst wir sollten es trotzdem versuchen.“
David lächelte nervös. Er wendete sich der Tür zu.
„Ich werde jetzt mal wieder gehen.“
„Ja.“
David wollte schon gehen und Fran nahm an ihrem Schreibtisch Platz, doch er drehte sich wieder um. „Ach Fran.“
„Ja.“
„Entschuldigung, dass du wegen mir ärger mit deinem Chef bekommen hast.“
„Ist schon gut. Es gehören immer zwei dazu.“

Fran war immer noch von ihrer Entscheidung überzeugt und tippte etwas in ihr Laptop im Gericht, als die Tür aufging. Fran schaute erschrocken hoch. Vor ihr stand David. Er schloss die Tür hinter sich und ging an den Schreibtisch heran.
Fran fragte: „Was willst du?“
„Die letzten Wochen waren wie eine Qual für mich. In der Nacht kann ich nicht schlafen, bei der Arbeit kann ich mich nicht konzentrieren ich muss immer zu an dich denken, ohne das ich es will, ich kann nicht anderes, als an dich zu denken.“
Er machte eine kurze Pause und schaute Fran tief in die Augen.
„Ich habe mich in dich verliebt, Fran.“
Fran hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Sie schaute ihn nachdenklich an, dann kehrte sie in die Wirklichkeit zurück und stand auf, sie nahm ein paar Akten auf dem Arm.
„Ich muss arbeiten.“ sagte sie und ging an David vorbei.

Doch Fran brachte nicht die Akten in den Gerichtssaal, wie sie eigentlich sollte, sondern verschwand so schnell sie konnte in der Toilette. Dort lehnte sie sich gegen die Tür und atmete tief durch. Erst einmal hatte jemand dies zu ihr gesagt, es war Michael gewesen ihre erste und bis jetzt einzige große Liebe doch leider ist er an einer Alkoholvergiftung gestorben. Fran hatte jetzt nach sieben Jahren immer noch nicht seinen Tod überwunden. Und jetzt kam David daher und sagte es einfach zu ihr. Aber warum störte es sie? Hatte sie es sich nicht immer gewünscht, das sie einmal heiraten würde? Und David war wirklich nicht schlecht: Er sah gut aus, war ausgesprochen höfflich und nett zu ihr. Und sein Konto war auch kein Nachteil. Warum rannte sie dann von ihm davon und obwohl sie dachte ,sie würde es wollen, wehrte sie sich dann doch gegen ihn? Gegen eine Beziehung, die es wert wäre, ihr eine Chance zu geben! Fran dachte lange darüber nach, bis sie sich die antwort eingestehen musst: Sie hatte Angst, vor dem ungewissen, vor einer Bindung an einem Mann.
Fran ging mit gemischten Gefühlen wieder in ihr Büro und war sehr dankbar darüber, das David nicht mehr da war.
Unkonzentriert machte sie sich wieder an die Arbeit.
Am Abend wartete sie in ihrem Auto vor der Tiefgarage auf Davids Auto. Als er endlich heraus fuhr folgte Fran ihm. Am Ende hielt das Auto vor einer Tiefgarage eines besseren Wohnhauses am Central Park.
David verschwand darin und Fran fuhr zu sich nach Hause. Dort ging sie auf und ab und überlegte was sie zu David sagen sollte. Nach drei Stunden fühlte sie sich bereit. Sie fuhr zu ihm und suchte seine Klingel. Er wohnte ziemlich weit oben. Fran atmete noch einmal tief durch, dann klingelte sie.
„Ja?“, fragte David über die Gegensprechanlage.
„Ich bin es, Fran.“
Die Tür öffnete sich. Fran stieg in den Aufzug und fuhr in den zehnten Stock. Als sie oben war schaute David schon von der Tür heraus. Er hatte eine alte Jeans an und ein graues T-Shirt. Sie trat aus dem Aufzug und ging auf ihn zu.
David fragte: „Was willst du, Fran?“
Sie antwortete nicht, sondern ging weiter auf ihn zu, als sie bei ihm war blieb sie stehen und schaute ihm in die Augen.
„Was-.“ Begann David, doch weiter kam er nicht, denn Fran küsste ihn. Er genoss es und ging mit ihr langsam in die Wohnung, während er ihre Bluse aufknöpfte.. Doch dann holte ihn die Realität ein.
Er schob Fran etwas von ihn sich weg und fragte: „Was soll das?“
„Regeln sind dazu gemacht, das man sie bricht und wenn es sein muss kündige ich meinen Job.“
„Aber-.“
„David ich stehe ihr halb nackt vor dir und jetzt hör auf zu reden und-.“ Fran kam nicht weiter, denn David küsste sie leidenschaftlich.

Am nächsten Morgen, als Fran aufwachte wusste sie zuerst nicht, wo sie war. Sie lag in einem großem Himmelbett, das in einem riesigem Schlafzimmer stand. Vor ihr an der Wand hang ein Flachbildfernseher. Neben ihr lag David und schlief noch tief und fest, er hatte einen Arm um sie gelegt. Fran fragte sich, wann sie sich jemals so zufrieden und glücklich gefühlt hatte. Sie lies sich wieder zurück in die weichen Kissen sinken. Sie erwischte sich bei dem Gedanken, wie es wohl sein würde, jeden Morgen in diesem Bett aufzuwachen? Als David neben ihr die Augen öffnete.
Fran flüsterte: „Ich wünsche ihnen einen wunderschönen guten Morgen, Mr. McLaren!“
„Ich ihnen auch, Ms Fine.“ David gähnte und fragte dann. „Hast du Hunger?“
„Lektion Nummer eins, die du über mich lernen musst.“
„Ich muss was über dich lernen?“
Fran nickte.
„Und was?“
„Ich habe immer Hunger und somit ist die Richtige frage; auf was hast du Hunger?“
„Gibt es sonst noch was, auf das ich Achten sollte?“
Fran dachte kurz nach.
„Verbiete mir nicht Kaffe zu trinken, davon bringt mich keiner ab und ich weis selbst das die Menge, die ich trinke ungesund ist. Außer dem lass keine Bemerkung darüber Fall, das ich viel zu viel Klamotten und besonders Schuhe habe. Und wenn du das befolgst, werden wir bestimmt prima mit einander auskommen.“
„Ist das alles?“
„Ja – ach warte reg dich auch nicht darüber auf, das ich eine viel zulange Telefonrechnung habe.“
„Dann ist dein Hobby also einkaufen und telefonieren?“
„Ja und hast du auch eins?“
„Ich segle.“
„Echt, du segelst?“ Fran musste anfangen zulachen.
„Ja, was ist daran so lustig?“
„Ich kann es mir nur nicht so richtig vorstellen. Hast du auch so eine Mütze?“
„Nein, habe ich leider nicht.“, antwortete David mit etwas Ironie in der Stimme.
Fran hörte langsam wieder auf zu lachen und fragte: „Hast du auch ein eigenes Segelboot?“
„Ja, es ist mein ganzer Stolz.“
„Ich war noch nie auf einem Segelboot.“
„Das lässt sich ändern“, antwortete David und küsste Fran.
„Was willst du zum frühstück?“
„Wir lernen aber schnell“, sagte Fran und küsste David.
„Danke, also was willst du?“
„Mmh?“ Fran streckte sich in dem Bett aus. „Zauber mir doch einfach etwas und ich lasse mich überraschen!“
„Okay. Ich schau mal was die Küche her gibt.“ David stand auf.
„Willst du im Bett oder in der Küche frühstücken?“
„Die Küche ist mir lieber.“
„Okay, dann mach ich mal was und solange kannst du dich anziehen.“
„Ja.“
David wollte gehen, doch Fran fragte, während sie ihre Kleidung vom Boden aufhob: „Wo ist das Badezimmer?“
Er zeigte es ihr und verschwand.
Als Fran fertig war verlies sie das Schlafzimmer, sie landete in einem riesigem Wohnzimmer. Alles war sehr modern und in schwarz weiß rot gehalten, in Frans Lieblingsfarben.
Vorsichtig ging sie in die Küche und blieb stehen. Der Mund klappte ihr auf. Genauso hatte sie sich immer ihre Küche vorgestellt, die Schränke waren dunkelrot, die Arbeitsplatte schwarz, so wie die Fliesen auf dem Boden.
David stand am Herd. Fran stellte sich neben ihm und fragte:
„Was gibt es?“
„Es gibt Spiegelei mit Speck, mehr gibt der Kühlschrank nicht her.“ erklärte David. „Ich hoffe du magst das?“
„Ich mag alles außer Fisch.“ Fran schaute sich in der Küche um.
„Hast du überhaupt eine Kaffeemaschine?“
„Steht gleich neben dir.“
„Oh.“ Fran wurde leicht rot um davon abzulenken, fragte sie.
„Kann ich dir vielleicht helfen?“
„Nein, setzte dich einfach an den Tisch.“
Fran tat was er wollte.

In seiner Mittagspause ging David zu Fran, er klopfte an ihre Tür.
„Herein.“
David öffnete die Tür. Fran saß an ihrem Schreibtisch und unterhielt sich mit seinem Kollegen Alex Karev.
Fran schaute ihn an. „Ja?“
„Äh, Ms Fine ich müsste mit ihnen reden, aber wenn Sie beschäftigt sind komme ich später noch einmal.“
„Nein, ist schon in Ordnung, äh Mr. McLaren.“ stotterte Fran und schaute David verwirt an.
Alex grinste David an. „Das ganze Gericht weis, das ihr zusammen seid und auch von der Geschichte auf deinem Sofa.“
„Verdammt“, fluchte David. „Woher weist du es?“
„Eigentlich hatte ich gehofft du rückst damit heraus, aber-.“
„Alex.“
Er seufzte. „Von Amy. Und eigentlich müsste ich ziemlich wütend auf dich sein, weil wer hat dir geholfen mit ihr?“
Fran mischte sich ein. „Sie haben ihm geholfen?“
„Ja, die Idee, das seine Verabredung abgesagt hat und das keine andere Zeit hat war meine Idee.“ Er wendete sich wieder David zu. „Und dafür, das ich das für dich getan habe, hättest du mir eigentlich erzählen können, das ihr zusammen seid. Oder etwa nicht?“
David stotterte. „Doch schon, oder?“ Er schaute Fran an.
„Ja.“
„Aber erst seid ungefähr einem Tag und ich hätte es dir bestimmt noch erzählt.“
Eine durchsage kam: „Mr. McLaren bitte melden sie sich am Haupteingang! Mr. McLaren bitte melden Sie sich am Haupteingang.“
Er seufzte: „Hört sich wichtig an.“
Er wollte schon zur Tür gehen, doch Fran fragte: „Was wolltest du eigentlich hier?“
„Ach stimmt.“ David ging an den Schreibtisch. „Hast du heute Abend Zeit?“
„Ich glaube nicht.“ Fran schlug den Terminplaner auf. „Bis halb acht sitze ich hier bestimmt noch fest.“
„Und was ist mit Samstag?“, hakte David nach. „So gegen 10 Uhr?“
„Am Morgen??“, fragte Fran ungläubig.
Er versicherte: „Ganz genau.“

Die nächsten zwei Monate, waren die schönsten, die Fran je erlebt hatte.
In den letzten zwei Monaten, war Fran eigentlich nur noch im Gericht, dann essen oder David kochte für sie und danach bei David übernacht und am nächsten Morgen wieder holte sich das Ganze. Zu sich nach Hause kam sie immer seltener.

Mrs.McLaren
Moderator

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PM Schreiben

16.04.2008 19:45
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-5. Kapitel-

Fran lag eingemummt in vier Decken auf ihrem Sofa und versuchte an etwas schönes zu denken. Aber was sollte das sein, wenn es einem nicht gut ging? Heute Morgen hatte ihr nur der Kopf weh getan trotz dem hatte sie sich im Gericht Krank gemeldet. Jetzt hatte sie hohes Fieber und ihr war schlecht, richtig schlecht. Gegessen hatte sie heute erst ein halbes Toast zum Frühstück, aber nach einer halben Stunde musste sie sich schon übergeben. Jetzt war es Nachmittag und Fran hatte dies schon fünf mal getan, beim letzten mal kam nur noch ein gelbes, säuerlich riechendes Gebräu heraus. Sie wendete ihren Kopf zum Fenster, es regnete immer noch, wie schon den ganzen Tag in strömen, sie hörte darauf wie die dicken Regentropfen laut an die Glasscheibe prasselten, immer im gleichen Takt. Fran dämmerte gerade so vor sich ihn, als es an der Tür klingelte. Sie schreckte aus ihrem halb Schlaf hoch. Fran wollte gar nicht aufstehen und schloss wieder die Augen, wenn es jemand wichtiges wäre würde er schon wann anders mal wieder kommen. Doch es klingelte wieder, so befreite sich Fran von den decken, zog ihren Bademantel an und schlüpfte in ihren passenden Badeschuhen, dann ging sie langsam zur Tür und öffnete diese. Vor ihr stand David, der sie besorgt musterte. Er fragte: „Oh mein Gott Fran, wie siehst du denn aus?“
Fran murmelte während sie ihn herein lies. „Ich freue mich auch dich zu sehen und wie geht es dir so?“
David legte einen Arm um Fran und führte sie zum Sofa. Dort strich er ihr einen Strähne aus dem Gesicht und fragte besorgt:
„Was hast du denn?“
„Ich muss mich die ganze Zeit übergeben, der Kopf tut mir weh, der Rücken – na ja eigentlich alles.“
David legte seine Hand auf ihre Stirn und stellte fest: „Du hast Fieber.“
„Mmh.“
„Warst du schon bei einem Arzt?“
Fran schüttelte den Kopf.
„Du hast wahrscheinlich eine Grippe, wenn du zu einem Arzt gehen würdest könnte der dir etwas verschreiben, dann würde es dir schon bald viel besser gehen. Ich kann dich auch hinfahren.“
„Wenn es unbedingt sein muss.“, murmelte Fran vor sich hin, während sie aufstand um sich umzuziehen.

Während Fran untersucht wurde, wartete David solange im Wartezimmer und las eine Zeitung. Als Fran wieder heraus kam sagte sie nichts. David half ihr in ihrem Mantel und fragte:
„Und?“
Fran antwortete nicht, sondern schaute ihn nur einmal ganz kurz an. David erkannte dass sie angestrengt nach dachte. Etwas irritiert folgte er ihr aus der Praxis Kurz vor dem Auto dann hielt er sie am Arm fest und fragte: „Fran, was ist los?“
Fran schluckte, dann antwortete sie: „Mein Arzt meint, dass ich wahrscheinlich schwanger bin.“, sie lächelte leicht.
„Was?“, fragte David überrascht. „Du bist schwanger, du bist tatsächlich schwanger?“
„Wahrscheinlich“, antwortete Fran halb laut.
„Das ist ja fabelhaft!“, freute sich David und umarmte Fran. Als er sie wieder los lies, schaute Fran immer noch betrübt, er fragte: „Was ist?“
„Ich, es ist nur“, stotterte sie und seufzte dann. „Lass uns morgen darüber reden in Ordnung?“
David hakte in einem schärferen Ton nach: „Über was reden?“
„Darüber, dass ich eigentlich gar nicht mehr schwanger werden kann“, flüsterte Fran, währende sie sich umdrehte und ins Auto einstieg. Doch David lies nicht locker, als er sich neben sie setzte genauso vorsichtig wie neugierig fragte er Fran: „Wenn du sagt nicht mehr heißt es dann, dass du schon einmal schwanger warst?“
„David bitte!“, flehte sie ihn an. „Morgen, ich will jetzt nur noch Nachhause.“

Am nächsten Morgen fühlte Fran sich schon besser. Als sie in ihre Küche ging stellte sie überrascht fest, das David an ihren Tisch saß und Zeitung las.
Fran fragte, während sie gähnte: „Hast du etwa hier geschlafen?“
„Auf deinem Sofa“, antwortete er während er die Zeitung zusammen faltete und sie aufmerksam beobachtet. Fran schenkte sich Kaffee ein und tat zu Davids Verwunderung Milch und Zucker hinein. Als Fran sich gegenüber von ihm hin setzte, fragte er: „Seit wann trinkst du keinen schwarzen Kaffee mehr?“
„Ich weis nicht. Ich bin gestern aufgestanden und mir war der schwarze Kaffee fiel zu bitter, also habe ich Milch und Zucker rein“, antwortete Fran nachdenklich, während sie umrührte.
David fragte: „Geht es dir besser?“
Fran nickte geistesabwesend. David musterte sie: „Willst du mir nicht etwas erklären?“
Sie schreckte hoch: „Was?“
„Wegen gestern“, wiederholte sich David.
„Okay“, sie seufzte. „Ich habe wohl keine andere Wahl.“ Fran schaute ihr gegenüber an. „Willst du die kurze oder die lange Version hören?“
„Erkläre es mir einfach.“
„Mit sechzehn war ich schon einmal schwanger, von Michael. Wir haben uns so darauf gefreut“, Fran lächelte kurz vor sich hin bis sie fort fuhr. „Ich hatte eine Fehlgeburt, mein Arzt meinte ich könnte nicht mehr schwanger werden. Und nur mal so nebenbei, dass war auch der Grund warum Michael an einer Alkoholvergiftung gestorben ist.“
„Oh“, flüsterte David. „Das tut mir leid.“
Fran reagierte darauf nicht, sie starte in ihre Kaffeetasse.
Doch dann fragte er: „Jetzt bist du aber trotzdem schwanger, was hast du dann gegen ein Kind?“
„Es ist etwas, was uns ein Leben lang verbinden würde und vielleicht sind wir schon in ein paar Monaten nicht mehr zusammen und hassen uns, ein Kind würde da nur im Weg stehen.“
„Aber ich liebe dich Fran und du mich doch auch, oder?“
„Natürlich, aber ich weis nicht, ob unsere Liebe so stark ist, dass sie bis zum Rest unseres Lebens hält, durch dieses Kind würde unsere Beziehung zu etwas festen werden und wir könnten nicht mehr so schnell aus dieser Sache wieder raus wie jetzt, wir sind gerade mal seit acht Wochen zusammen, wir wohnen ja nicht mal zusammen, wir sind ja nicht mal verheiratet, wer bekommt dann das Sorgerecht, wenn wir uns trennen?“, Fran steigerte sich immer mehr hinein. „Weil durch ein Kind sind schon die besten Beziehungen kaputt gegangen. Wir müssten uns einigen oder vielleicht streiten wir uns dann auch, dann müssten wir vor Gericht gehen – oh Gott, ich kann mir nicht mal einen Anwalt leisten, der im entferntesten so gut ist wie du!“
„Fran beruhige dich!“
Diese atmete trief durch. David legte seine Hand auf ihre. Fran schaute seine Hand an, er erklärte:„Jetzt gehst du heute erste einmal zu deiner Frauenärztin und dann sehen wir weiter, okay?“
Fran nickte und schaute ihn an. „Wenn du willst, kannst du gerne mit gehen.“

Am Nachmittag saßen David und Fran in dem Behandlungszimmer von ihrer Ärztin, Dr. Torres. Fran ist schon untersucht worden, jetzt warteten sie nur noch auf die Testergebnisse. Die jetzt kamen, die Ärztin schaute sie kurz an und sagte dann: „Wie nicht anderes erwartet, sind Sie schwanger, Ms Fine.“
Fran fragte: „Aber meine Ärztin in Deutschland hat gemeint, ich könnte nach der Fehlgeburt keine Kinder mehr bekommen.
„Das stimmt leider, Sie können zwar schwanger werden, aber es nicht austragen. “
„Könnten Sie das auch erklären?“, fragte Fran.
„Aber natürlich. In den ersten drei Monaten wird der Phötus von dem ernährt, was in der Gebärmutter gespeichert wird. Nur bei Ihnen wird nicht genug abgespeichert und so bildet sich der Phötus zurück bevor eine Nabelschnur entsteht. Das Selbe ist wahrscheinlich auch bei ihrer ersten Schwangerschaft passiert.“ Sie machte eine Pause. „Falls sie sich dazu entscheiden würden das Kind auszutragen und falls sie es bis zum dritten Monat schaffen würden muss ich ihnen sagen, dass es keine leichte Schwangerschaft wird und erst recht keine leichte Geburt, also wenn es überhaupt so weit kommt. Sie wäre anstrengender und gefährlicher für ihr Baby wie auch für Sie, als im Normalfall.“ Dr. Torrest machte kurz eine Pause. „Dazu kommt, dass das Kind mit größter Wahrscheinlichkeit behindert sein wird, körperlich wie geistig. Nicht jeder kann damit umgehen. Doch dafür gibt es zwischen dem vierten und fünften Monat eine Untersuchung womit man so etwas feststellen könnte. Und in diesem Zeitraum könnten Sie immer noch abtreiben – Also falls Sie so weit kommen. – Tut mir leid, dass ich es Ihnen jetzt so sagen muss.
Fran fragte: „Wie hoch stehen die Chancen, dass es eine Fehlgeburt wird?“
„Bei über 80 Prozent.“
„Und wie hoch stehen die Chancen, dass es Behindert wird?“, fragte zum ersten Mal David, der bis jetzt still dagesessen war.
„Bei etwa 75 Prozent, dass es behindert wird. Dies sind allerdings nur durchschnittliche Zahlen, mit ein paar Test könnten wir genaueres wissen.
Nach einer kurzen Zeit, ergriff Fran das Wort: „Und das es ein völlig gesundes Kind-.“
„Wirklich mehr als gering“, antwortete die Ärztin. Sie gab Fran und David eine kurze Nachdenkpause, in der die beiden sich kurz ansahen.
„Haben Sie noch irgendwelche Fragen an mich?“
„Ja. Gibt es vielleicht irgendeine Möglichkeit, kann man etwas tun, damit sie ein Kind und vielleicht noch ein gesundes Kind bekommen würde irgendwann einmal, später. Ich meine nur für die Zukunft.“, fragte David etwas stotterte
„Es gibt eine Option, man könnte ihnen eine Eizelle entnehmen.“ Sie blickte Fran an. „Diese einer anderen Frau einsetzten und dann mit einem beliebigen Sperma befruchten. So wäre es dann immer noch ihr Kind, nur eine andere Frau würde es austragen. Allerdings wird zwischen dem Kind und der Mutter, die es auf die Welt gebracht hat, immer eine emotionale Verbindung geben und dieses Verfahren der Befruchtung ist genauso wie eine künstliche Befruchtung ein Glücksspiel.“

Als sie wieder bei Fran in der Wohnung waren, schaute Fran aus den Fenster und verschränkte die Arme vor der Brust. Während der Heimfahrt hatten Fran und David kein Wort mit einander gewechselt. David trat leise hinter sie, ohne sich umzudrehen, fragte Fran: „Was meinst du, immerhin wäre es auch dein Kind, du kannst nicht einfach mir die Entscheidung überlassen, wir sollten darüber reden.“
Sie drehte sich zu ihm um.
Er antwortete: „Sehe ich auch so.“
Gemeinsam setzten sie sich auf das Sofa.
Fran fragte: „Was meinst du?“
„Wer im Leben nichts wagt, der hat schon verloren. So denke ich darüber, aber wie denkst du darüber?“
„Ich, ich weis nicht“, stotterte Fran. „Ich weis nicht ob ich bereit dazu bin ein Kind zu bekommen und es groß zu ziehen. Ich weis nicht ob ich genug Kraft dazu hätte ein behindertes Kind zu haben. Ich weis nicht ob ich es noch einmal schaffe damit klar zu kommen eine Fehlgeburt zu haben und ich weis auch nicht ob ich es überleben könnte wenn ich für den Rest meines Lebens vorstellen würde, dass ich jetzt ein Kind haben könnte. Ich weis nicht einmal mehr ob ich überhaupt jemals ein Kind haben möchte, weil eigentlich bin ich hier her gekommen um darüber hinweg zukommen, dass ich erst eine Fehlgeburt hatte. Ich wollte mir ein neues Leben aufbauen und erst einmal eine Karrerie aufbauen und nichts mehr mit Männern zu tun haben wollen. Doch dann habe ich dich getroffen und trotz meiner Vorsätze habe ich mit dir etwas Angefangen und ich habe mich in dich verliebt, ich liebe dich und jetzt bin ich auch noch schwanger, was eigentlich wunderbar ist aber dann würde sich alles ändern und ich will nicht schon wieder, dass alles anders wird.“ Ihr stiegen Tränen in die Augen. „Ich habe immer gewusst was ich wollte und wie es weiter geht nur jetzt nicht. Ich weis überhaupt nichts. Es ist alles so kompliziert und ich habe immer, wirklich immer gewusst was ich wollte nur jetzt nicht. Warum weis ich jetzt nicht was ich will und was ich tun soll? Ich weis nichts, es ist einfach zu viel! Ich weis nicht mehr ein und aus.“ Fran fing an lauthals los zu schluchzen. David nahm sie in den Arm wortlos in den Arm. Fran schluchzte weiter: „Ich will nicht, dass sich zwischen uns etwas ändern.“
„Es würde sich doch nichts ändern, wir wären doch immer noch zusammen und glücklich.“
Langsam wurde sie ruhiger, bis sie schließlich ganz aufhörte. Fran setzte sich auf und wischte sich mit einem Taschentuch die Tränen weg. „Wie kannst du dir da nur so sicher sein, dass du nicht in einem halben Jahr genug von mir hast oder ich von dir?“
„Ganz sicher bin ich natürlich nicht und das werde ich auch nie sind und ist bestimmt keiner in einer Beziehung nur was ist, wenn mir uns irgendwann einmal denken: Wieso haben wir es nicht einfach versucht?“
„Und was ist, wenn es eine Fehlgeburt wieder ist?“
„Dann haben wir es wenigstens versucht, Fran. Und dann bin ich für dich da, versprochen.“
Fran sagte nachdenklich: „Du meinst also, wirklich wir sollten es versuchen?“
David nickte.
„Aber will nicht, dass du dieses Kind nur behältst, weil ich es mir wünsche , sondern weil du es auch willst. Sonst hat das ganze sowieso keinen Zweck.“
David schlug vor: „Du solltest dir als erstes überlegen, ob du bereit wärst mit mir etwas festes einzugehen, dann ob du überhaupt irgendwann einmal ein Kind haben möchtest und von mir und dann ob du bereit wärst jetzt Mutter zu werden.“
Er drückte sanft ihre Hand.
„Morgen muss ich geschäftlich nach London für drei Tage. Solange kannst du ja nachdenken und deine Gedanken ordnen und wenn ich wieder zurück bin sehen wir weiter. Und egal wie du dich entscheidest, ich werde voll und ganz hinter dir stehen und dich so gut ich kann unterstützen."
„Wirklich?“ Fran schaute ihn an. „Obwohl du dir so sehr ein Kind haben möchtest wärst du mir nicht böse, wenn ich abtreiben würde. Du würdest mich nicht verlassen?“
„Nein, ich wäre für dich da.“ David umarmte sie und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.

Mrs.McLaren
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19.04.2008 14:24
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-6. Kapitel-

Drei Tage später saß Fran im Gericht an ihrem Schreibtisch über ein paar Akten mit einem Apfel in der Hand, als es an der Tür klopfte und kurz drauf David herein kam. Fran stand auf und küsste ihn. „Hi!“ David küsste sie noch einmal und sagte: „Ich habe dich vermisst.“
„Ich habe dich auch vermisst.“, flüsterte Fran.
„Wie geht es dir?“
„Immer noch nicht ganz so gut, aber es geht schon.“ Sie löste sich wieder von ihm.
„Wie war es in London?“, fragte Fran interessiert.
„Langweilig ohne dich.“, antwortete David, während er den Apfel in Frans Hand anstarrte.
Verwundert fragte er: „Seit wann isst du Obst?“
„Seit dem ich schwanger bin, vielleicht?“ Fran legte ihn beiseite.
David sagte: „Und da wären wir schon bei dem Thema warum ich eigentlich von meinem Büro bis hier her gekommen bin.“ Er schaute sie abwartend an.
Fran erklärte: „Also ich habe in den letzten Tagen viel Nachgedacht und bin am Ende auf den Entschluss gekommen.“
Fran schaute David an. Und setzte sich auf ihr Sofa, er setzte sich neben ihr.
„Dass ich wirklich unglaublich gerne ein Kind mit dir haben möchte, aber-.“
„Aber? - Es gibt einen haken?“
„Nein. Nicht wirklich.“, stotterte Fran irritiert, die von Davids Reaktion überrascht war. Sie hatte eigentlich gedacht, er würde einen Luftsprung vor Erleichterung machen.
„Was ist dann aber?“, hakte er nach.
„Lass mich dich erst einmal aussprechen.“
„Okay.“
Fran begann noch einmal: „Also ich will dieses Kind mit dir, aber wehe du verlässt mich, weil ich eine Fehlgeburt hatte oder weil ich in ein paar Monaten unglaublich fett bin. Weil ich garantiere dir, Amy ist gegen mich ein Kinderspiel.“
Fran schaute ihn ernst an: „Hast du mich verstanden?“
„Wo sollte ich denn ohne dich hingegen?“
„David, ich meine es ernst!“
„Ja okay. Ich werde dich nicht wegen den genannten Gründen verlassen, wenn dann nur wegen einer anderen Frau“ er grinste.
„Haha, wie witzig“, lachte Fran und küsste ihn, doch David wich ihr aus und sagte: „Warte ich habe noch etwas für dich.“
Fran setzte sich aufrecht hin und beobachtete gespannt, was David aus seiner Jacketttasche heraus holte: Es war ein Schlüssel mit einem kleinen roten Namensschild. David hielt ihn ihr vor die Nase, Fran fragte verblüfft, während sie ihn entgegen nahm: „Ist das nicht dein Wohnungsschlüssel?“
„Wenn du willst ist es deiner.“
Fran las was auf dem Namenschild stand: „Home“
Sie schaute ihn an, David erklärte: „Ich habe mir gedacht, da du sowieso fast jede Nacht bei mir schläfst kannst du doch bei mir einziehen, immerhin liegen überall deine Sachen herum es würde nicht einmal auffallen und wir sind jetzt auch wirklich fest zusammen, außerdem hättest du es dann nicht mehr soweit bis hier her, wir müssten nicht mehr zwischen Queens und Manhattan hin und her fahren, denk doch mal an die Umwelt, ich könnte jeden Tag für dich kochen, du müsstest keine Miete mehr zahlen, keinen Strom und was sonst noch so anfällt, du hättest eine wunderschöne rote Küche und jeden Tag könntest du in der großen Badewanne mit Whirlpool plantschen und-.“
Fran unterbrach ihn: „Gibt es auch einen Nachteil?“
„Du müsstest ab und zu Einkaufen und du musst mich jeden Tag, wenn ich müde und gestresst von der Arbeit nach Hause komme ertragen.
„Damit werde ich schon fertig“, antwortete Fran mit einem lächeln auf dem Gesicht.

Mrs.McLaren
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23.04.2008 19:33
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-7. Kapitel-

Acht Wochen später war Fran immer noch schwanger und der Uterus entwickelte sich ganz normal. Sie und David waren guter Hoffnung, dass sie bald Eltern werden würden. Im Gericht war schon seit Wochen eine Hektik los, weil viele Richter und Anwälte krank waren. So kam Fran gestresst von der Mittagspause in ihr Büro zurück. Auf ihrem Sofa saß ein Mann, Fran hatte ihn noch nie zuvor gesehen. Sie vermutete, das es irgend ein Vertreter war, der ihrem Chef etwas verkaufen möchte oder ein Reporter. Aber er sah weder aus wie das eine, noch wie das andere. Denn er hatte eine braune Jacke und eine abgewetzte Jeans aus.
Als Fran kamen, fragte er Sie: „Sind Sie Fran Fine?“
„Ja das bin ich.“
Der Mann stand auf und wollte etwas sagen, doch Fran war schneller. „Ich habe gleich Zeit für Sie, Mr.?“
„Dandrige, Jake Dandrige.“
Fran zögernde zuerst, bis Sie antwortete: „Mr. Dandrige.“
Fran setzte sich an ihrem Schreibtisch und tätigte schnell einen Anruf.
Als dies erledigt war, schaute sie Mr. Dandrige an und fragte: „Also, was wollen Sie?“
Da rief Richter Gray aus seinem Büro: „Ms Fine, wie lange noch?“
Fran schlug ihren Terminplaner auf, schaute auf ihre Uhr und erschrak. „Oh mein Gott!“
Mr. Dandrige fragte: „Ist alles in Ordnung?“
„Ja, nein.“, stotterte sie etwas hektisch. „Hören Sie, ich habe heute keine Zeit mehr. Am besten kommen Sie einfach morgen wieder.“
„Es ist aber wichtig, Sie müssen heute doch noch Zeit haben!“
„Was wollen Sie?“
„Ich muss mit ihnen dringend reden“, stotterte er. „Es ist wirklich wichtig.“
„Über was reden?“
„Das, das kann ich Ihnen jetzt nicht so schnell erklären.“
Fran seufzte „Dann um siebzehn Uhr.“
„Was? Aber wir haben jetzt gerade mal dreizehn Uhr!“
„Hören Sie, ich habe zur Zeit nun mal viel zu tun und entweder warten Sie einfach hier auf mich, oder Sie kommen Morgen wieder.“
Fran stand auf.
„Okay, dann warte ich hier“, seufzte Mr. Dandrige.
Fran ging zur Tür und rief hinaus: „Noch zehn Minuten!“ Sie wollten schon gehen, doch dann sagte sie noch zu dem Mann: „Da drüben neben dem Drucker.“ Fran zeigte auf diesen. „Liegen ein paar Zeitungen und neben dem Fahrstuhl ist ein Kaffeeautomat.“
„Okay.“
Fran verschwand.

Eigentlich dachte Fran, dass Mr. Dandrige nicht mehr da wäre, als sie wieder in ihr Büro ging. Doch er saß immer noch da.
Fran sagte: „Da bin ich wieder.“ Schwer fällig lies sie sich in ihren Stuhl fallen, lehnte sich zurück und schloss die Augen, dann fragte sie desinteressiert: „Also, was wollen Sie, Mr. Dandrige?“
„Ihr Mutter ist doch Sylvia Fine, oder?“
„Ja, leider“, seufzte Fran. „Kennen Sie sie etwa? – Wenn ja, dann tun Sie mir leid. Aber warum fragen Sie?“
„Wenn Sylvia, deine Mutter ist, dann bin ich wohl dein Vater“, stotterte er.
Fran brauchte einen Augeblick, bis sie kapierte, was dieser Mann ihr gerade erzählt hatte.
Sie erschrak und schaute ihn an: „Mein was?“
Fran rasten tausend Gedanken durch den Kopf: Fran hatte sich nie vorgestellt, dass sie ihn jemals kennen lernen würde. Sie konnten keinen klaren Gedanken mehr fassen „Aber, aber - Was machst du hier?“
„Ich will meine Tochter kennen lernen, oder darf ich das nicht?“
„Doch schon“, antwortete Fran verdutzt.
Da klingelte ihr Handy, Fran entschuldigte sich und nahm ab: „Was ist David?“ Sie telefonierte kurz mit ihm, als sie wieder auflegte, fragte Jake interessiert: „Das war dein Freund, oder?“
Fran nickte.
„Und wie lange seit ihr schon zusammen, wenn ich fragen darf?“
„Seit ende August“, antwortete Fran.
„Also nichts Ernstes.“
Fran stand auf. „Ich bin schwanger, also denke ich schon, es ist etwas Ernstes.“ Sie setzte sich gegenüber von Jake in einen Stuhl.“
„Was hält Sylvia von ihm?“
„Sie weis nicht einmal davon, dass ich mittlerweile in New York wohne, zum letzten Mal haben wir uns vor drei Jahren gesehen. Und wenn ich er es erzählen würde, wäre sie nur wütend darauf, dass ich von einem Sehygets schwanger bin und nicht einmal verheiratet bin. Dann würde sie mir noch von meiner perfekten Schwester erzählen und ihren süßen Kindern und erst ihren so charmanten jüdischen Ehemann. Dann würde wieder kommen, was für eine Schande ich für sie bin. So geht das jedes mal.“
„Du hast noch eine Schwester?“, fragte Jake überrascht.
„Ja, Natalie, man sieht uns aber nicht an das wir Schwestern sind, wir sind sehr verschieden.“
„Sylvia, ist sie verheiratet?“
„Nein, sie wollte Natalies Vater heiraten doch der ist kurz vor der Hochzeit an Krebs gestorben. Aber Mum wollte ihn sowieso nur heiraten, weil er ein Jude war.“
„Reden wir hier jetzt wirklich von der gleichen Sylvia?“
„Ich glaube schon“, Fran lachte nervös und musterte ihren Vater, vorsichtig fragte sie: „Wenn du mich nicht haben wolltest, warum bist du dann hier?“
„Was?“, Jake war entsetzt. „Wie kommst du denn darauf?“
„Mum hat mir erzählt, dass du sie verlassen hast, weil du die Verantwortung für ein Kind tragen wolltest und das es sowieso nur ein One – Night - Stand war.“
„Das stimmt nicht! Sylvia und ich, wir waren lange und waren verliebt wie keine andren und als sie erfahren hat, das sie schwanger ist, wollten wir sogar heiraten. Doch mitten in der Nacht ist sie einfach weg gegangen und hat nur diesen Brief hinter lassen. Er holte einen Umschlag aus seiner Jake und reichte ihn ihr.
Fran zog einen Brief heraus und las ihn:

„Lieber Jake,
die letzten Monate waren wirklich die schönsten meines Lebens. Trotzdem muss ich wieder zurück nach Deutschland. Ich weis, dass du niemals Amerika verlassen würdest, aber ich kann nicht zulassen, dass unser Kind in so einem Land aufwächst. Ich will nur das Beste für unsere Tochter. Darum gehe ich zurück nach Deutschland und versuche einfach nur dich zu vergessen. Es wäre auch gut, wenn du versucht uns zu vergessen. Ich weis es mag jetzt hart klingen, aber ich kann nichts daran ändern, glaub mir, es ist das beste für unser Kind. Und wenn ich dir irgendetwas bedeute, dann lässt du mich auch gehen und bitte, ich flehe dich an, versuche nicht mich oder jemals unser Kind zufinden. Es wäre nicht gut. Es würde sie nur verwirren und wäre nicht gut für sie. Was natürlich nicht heißt, dass du ein schlechter Vater wärst – nein dies bestimmt nicht. Aber wie ich schon erwähnt habe. Du würdest niemals mit mir nach Deutschland kommen. Ich kann dich auch verstehen, dieses Land ist sehr schön, doch für meine Tochter habe ich anderes vorgesehen, dies lässt sich nicht hier und mit dir verwirklichen. Vielleicht interessiert es dich, dass ich unser Kind einmal Francine nennen werde, ich weis wie wichtig dir dies ist.
Ich hoffe du kannst mir irgendwann diese Zeilen verzeihen und findest noch eine bessere Frau wie mich, die dir all deine Wünsche erfüllt und du so glücklich wirst, wie wir niemals geworden wären.
Leb wohl Jake Dandrige
Sylvia Fine

Fran schaute ihren Vater an und sagte: „Es tut mir so leid.“
„Und was?“
„Mein Leben lang habe ich gedacht, mein Vater wäre ein Idiot, der einfach eine schwangere Frau verlässt. Das war das einzige, was ich Mum jemals geglaubt habe."
„Du kannst ja auch nichts dafür.“
Fran musste sich unwillkürlich fragen, wie sie ihrer Mum nur jemals so etwas ohne jeden Widerstand glauben konnte. Sonst hatte sie immer alles in Frage gestellt, doch dies...? Fran konnte es nicht begreifen. Jetzt hatte sie nur noch mehr einen Grund, Sylvia Fine zu hassen.
Da ging plötzlich die Tür auf und Richter Gray kam herein. Fran stand sofort auf und stotterte: „Ich wollte gerade wieder an die Arbeit gehen.“
„Das müssen Sie nicht mehr. Ich hatte ganz vergessen ihnen zu sagen, dass ich in den nächsten drei Tagen kurzfristig noch nach San Fransisco, also haben Sie frei.“
„Wow.“
„Ja, Sie arbeiten in letzter Zeit so schwer. Machen Sie es sich einfach mal Zuhause gemütlich.“
Richter Gray ging wieder.
Fran fragte Jake: „Wo wohnst du eigentlich?“
„In Hartford, dort habe ich ein kleines Kaffee und alle viertel Jahre komme ich für ein paar Tage in New York um neu zu Bestellen und dieses mal hatte ich gedacht, besuche ich doch mal meine Tochter.“
„Woher hast du eigentlich gewusst, dass ich hier bin, immerhin habe ich vorkurzem noch in Deutschland gelebt!“
„Ein Freund von mir war erst hier um als Zeuge auszusagen und er hat mir von einer jungen Sekretären erzählt, die Fran Fine heißt und erst vor kurzem von Deutschland hier her gezogen ist. Also habe ich mir gedacht, dass es ja vielleicht meine Tochter sein könnte. Zu erst wollte ich dich nicht besuchen, ich habe mir gedacht: Es muss schon ein sehr großer Zufall sein, dass mein Freund da von meiner Tochter erzählt hat und außerdem hat Sylvia auch davor gewarnt. Ich habe ja nicht gewusst, was sie dir über mich erzählt hat, vielleicht dass ich tot bin oder so- deswegen habe ich auch nicht versucht die in Deutschland zu finden – nur ich habe mir gedacht, egal was Sylvia übe mich erzählt hat, du bis alt genug um die Wahrheit zu erfahren und wirst sie auch verkraften. Deswegen habe ich einfach mal mein Glück versucht und bin hie her gekommen, ob du es auch wirklich bist und als ich dich dann gesehen habe, war ich mir sicher. – Du siehst Sylvia sehr ähnlich.“ Nachdenklich fügte er hinzu: „Auch wenn das jetzt nicht gerade ein Kompliment für dich ist.“
„Ist nicht schlimm“, beruhigte Fran ihren Vater, der versuchte nichts falsch zumachen.
Fran wechselte das Thema: „Wo willst du heute Nacht schlafen? Immerhin ist es schon spät, oder willst du heute noch zurück fahren?“
„Ich muss mir noch ein Motel suchen.“
„Du kannst aber auch bei mir und David schlafen, wir haben ein schönes großes Sofa, außerdem kocht David heute und er macht immer zu viel..“
„Und ihm würde das nichts aus machen?“
„Nein, bestimmt nicht.“ Fran packte ihr Laptop ein. Jake stand auf und antwortete: „Dann kann ich so ein Angebot von dir nicht ausschlagen.“

Mrs.McLaren
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27.04.2008 19:13
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-8. Kapitel-

Als Fran und Jake endlich in der Wohnung standen, kam David aus der Küche und schaute Jake überrascht an: „Jake? Was machst du denn hier?“
„Willst du es ihm sagen?“, fragte Jake Fran. Diese sagte schaute David an und sagte: „Jake, ist mein Vater.“ Sie lächelte nervös.
„Was?“ David musterte die beiden. „Das kann doch nicht sein.“, murmelte er vor sich hin und wirkte auf einmal sehr zerstreut.
Fran bemerkte dies nicht und schaute ihn an, da fiel ihr Blick auf seine Krawatte auf der ein kleiner Fleck war.
Sie ging zu ihm und fragte: „Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du dich vor dem Kochen umziehen sollst oder wenigstens die Krawatte abmachen?“
„Ich weis nicht.“, seufzte David und schaute irritiert zu Jake.
Fran fiel auf, dass etwas nicht stimmte: „Was ist los mit dir, David?“
Dieser schreckte aus seinen Gedanken hoch und log: „Nichts, überhaupt nichts.“
Er küsste Fran schnell auf die Wange und verschwand wieder in der Küche. Fran wusste, dass irgendetwas los war und zugleich wusste sie auch, dass es sinnlos war ihm jetzt hinterher zu gehen.

Während sie aßen, fragte Jake, David: „Und was hast du so gemacht in den letzten Jahren, außer studiert?“
„Ich habe mit achtzehn geheiratet, mit 32 war ich dann Witwer oder was heißt war, bin ich immer noch. Und jetzt bin ich wohl mit deiner Tochter zusammen."
„Witwer, wie ist denn das passiert?“
„Autounfall“, gab er zur Antwort.
„Ich bin verheiratet.“
Er schaute Fran an, diese sagte: „Schön.“
„Ja, ich habe Bree kurz nachdem deine Mum gegangen ist kennen gelernt.“
„Und habt ihr Kinder?“, fragte sie interessiert.
„Nein, es hat nicht geklappt und jetzt ist es auch schon zu spät!“
David sagte: „Pass auf was du sagst, ich bin genauso alt wie du!“
Jetzt fiel es ihm auch auf. „Oh. Entschuldigt!“
„Ist schon in Ordnung“, antwortete Fran.
In diesem Augenblick ging Frans Pager los.
Sie schaute darauf und murmelte während sie aufstand: „Ich muss noch einmal ins Gericht.“
Sie küsste David, doch dieser wich ihr aus. Fran schaute ihn Fragend an, doch verschwand dann doch.
Als Fran die Tür hinter sich geschlossen hatte, fragte Jake: „Bist du Fran gegenüber immer so abweisend.“
„Bin ich doch gar nicht.“, rechtfertigte sich David.
„Ich kenne dich lang genug um zuwissen, wenn etwas bei dir nicht in Ordnung ist."
David seufzte. „Bist du dir ganz sicher, dass du Frans Vater bist? Hast du einen Test gemacht?“
David wirkte leicht nervös.
„Nein, warum sollte ich?“
„Die Sache ist so“, begann David. „Ich war vor dir mir Sylvia kurz zusammen. Als ich mit Sylvia zusammen war, haben wir.“ Er machte eine Pause um die richtigen Wörter zu finden. „Wir haben mit einander geschlafen, gleich darauf habe ich mit ihr Schluss gemacht. - Ich weis, ich hätte das ganze anders machen sollen. - Dann ist sie in eine Bar und hat dich kennen gelernt und am nächsten Morgen wart ihr beiden auf deinem Sofa gelegen und Sylvia hat so getan, als würden wir uns nicht kennen.“
Jake wurde blass um die Nase. „Oh mein Gott und ich habe mit Sylvia nur einmal geschlafen und das war da.“
„Ich weis“, seufzte David. „Sylvia war einmal bei mir und hat mir erzählt das sie vielleicht von mir schwanger ist. Sie sei sich aber nicht sicher und möchte dich in dem Glauben lassen, es wäre dein Kind. Also habe ich auch wegen Sara den Mund gehalten.“
„Du weist schon, dass du vielleicht Frans Vater bist, die dein Enkelkind und eigenes Kind austrägt. Und du weist auch das wir ihr davon erzählen müssen.“
„Mmh. Ich rede mit ihr später, alleine.“ David fuhr sich nachdenklich durch das Haar und war sehr angespannt, genauso wie Jake was ja auch kein Wunder ist.

Jake lag auf dem Sofa und starrte die Decke an. David lag im Bett und starrte sein Buch an, das er vor sich hielt. Fran kam aus dem Bad und legte sich neben ihn hin.
Sie gab ihn einen Kuss auf die Wange und sagte: „Also, was ist los mit dir?“
David reagierte nicht. Fran legte ihren Kopf auf seine Brust.
Da holte er tief Luft und sagte: „Fran, ich muss mit dir über was wichtiges Reden.“
„Hat das nicht bis morgen Zeit?“, sie gähnte herzhaft.
Erst wollte David ja sagen, immerhin wusste er nicht ob Fran jemals wieder so mit ihm im Bett liegen würde, doch dann schoss ihm wieder der Gedanke durch den Kopf, dass vielleicht gerade seine Tochter an ihn schmiegte.
Darum antwortete er: „Nein, es muss jetzt sein.“
Fran setzte sich auf und lehnte sich wie David an das Bett an, dann sah sie ihn abwartend an. „Also was ist so wichtig, dass du es mir unbedingt mitteilen musst?“
David legte das Buch weg und schaute Fran an. „Ich, ähm. – Also die Sache ist so.“
„Sag einfach was du willst.“
David holte tief Luft, dann erzählte er ganz schnell: „Ich war mit deiner Mutter mal zusammen, dann hat sie Jake kennen gelernt und...“
Fran unterbrach ihn. „Denkst du etwa ich habe ein Problem damit? Dann warst du eben mal mit meiner Mum zusammen, es stört mich nicht.“
„Nein, weißt du die Sache ist so, deine Mum, Sylvia hat nur einmal mit Jake geschlafen und nur ein paar Stunden davor das letzte mal mit mir. Was bedeutet, dass ich vielleicht dein, dass du meine, dass wir.“, stotterte er. „Und Sylvia sagte zu mir auch, dass sie vielleicht von mir schwanger sei.“
David erwartete, dass Fran schreien würde, etwas in diese Richtung. Doch sie rührte sich nicht. Sie schaute David einfach nur ausdruckslos an. Er fragte vorsichtig: „Fran?“
„Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, flüsterte sie. „Weil ich liebe dich und bin schwanger und glücklich und schwanger und du bist vielleicht mein...“
Fran starrte ihn an, dann wurde sie lauter und hysterisch. „Du hast die ganze Zeit über gewusst, dass du vielleicht eine Tochter hast!“
„Ja habe ich. Und hätte das dann etwas zwischen uns geändert?“
„Du hast mir etwas verschwiegen! Und bei dir hätte doch etwas klingeln müssen im Kopf, als ich dir erzählt habe, dass meine Mum Sylvia Fine heißt!“
„Fran beruhig dich, bitte.“
David wollte ihre Hand nehmen, doch Fran wich ihm zurück.
„Wie soll ich mich denn beruhigen!“, schluchzte Fran, ihr stiegen Tränen in die Augen, die an ihrer Wange herunter kullerten. David wollte sie am liebsten in den Arm nehmen, doch etwas sträubte sich dagegen in ihm. So kramte er aus seiner Nachttischschublade ein Taschentuch heraus und reichte es Fran. Die es dankend annahm.
Fran atmete tief durch und sagte: „Wir sollten jetzt schlafen und morgen nehmen wir uns frei und machen einen Vaterschaftstest und dann sehen wir weiter.“
David war über diesen plötzlichen Sinneswandel, den Fran öfters hatte, überrascht. Deswegen nickte er einfach nur.
Fran machte ihre Nachttischlampe aus und legte sich mit dem Rücken zu David hin. Dieser machte das Gleiche.
Nach ein paar Minuten fragte Fran: „Wenn du wirklich mein“, sie brach ab, denn schon wieder stiegen ihr Tränen in die Augen. Energisch wischte Fran sie weg.
„Was wird dann aus uns und dem Baby?“
„Wir sollten erst einmal sehen, was bei dem Test heraus kommt. Und dann sehen wir weiter.“
„Aber natürlich, für dich ändert sich ja auch nicht viel. Du musst dir auch keine Gedanken um deine Zukunft machen. Du kannst da weiter machen, wo du aufgehört hast. Aber ich-.“
Nach einer Weile antwortete David: „Ich kann dir eine Wohnung kaufen.“
„Am besten wäre es, wenn ich nach Deutschland zurück kehre.“, seufzte Fran.
David würde sie am liebsten in den Arm nehmen und ihr versichern, dass alles wieder gut werden würde. Wie gerne würde er Frans Körper an seinen spüren. Doch da war dieser schwer drückende Gedanke in seinem Kopf, dass diese Frau neben ihm seine eigene Tochter sein konnte. Es widerte ihn an und bei dem Gedanken, dass sie auch noch schwanger war, wurde ihm schlecht.
Fran fing wieder an zu schluchzen. Zögernd nahm David ihre Hand, sie drückte seine Dankbar. Dies war das Mindeste, was David für Fran im Moment tun konnte.

Mrs.McLaren
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03.05.2008 12:43
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten
-9. Kapitel-

Am nächsten Morgen bekamen Fran, David und Jake mit viel Glück gleich einen Termin bei dem entsprechendem Arzt.
Sie redeten nur über das nötigste. Den Dreien wurde versichert, dass die Testergebnisse innerhalb der nächste Woche ihnen zugeschickt werden würden. Jake sollte solange noch bei Fran und David bleiben. Welche sich während der ganzen Zeit sich aus dem Weg gingen und jeden Umgang miteinander vermieden. Fran bevorzugte es in ihrem Arbeitszimmer auf dem Sofa zu schlafen. Wenigstens versuchte sie es, Fran konnte nicht schlafen, Nächte lang lag sie wach, starrte die Decke an und dachte nach. David und Jake ging es da nicht anderes. David tat nichts anderes mehr als arbeiten um sich abzulenken. Solange er Akten durchlas musste David nicht daran denken, was bald auf ihn zu kommen könnte. Jake kümmerte sich um den Haushalt, da weder Fran und David dazu im Stande waren. Beide waren sehr zerstreut. Jake war dies natürlich auch, doch er lies es sich nicht so sehr anmerken und verdrängte es mehr, so gut er konnte. Es kam ihm vor, wie als würde er bald erdrückt werden von diesem Gefühl von dem ungewissen.
An einem Dienstag morgen kam dann endlich die Erlösung: Jake spülte das Geschirr ab und David blätterte Wahllos durch die „New York Times“ die er gar nicht wirklich las. Fran schaute gerade die Post durch und schmiss David ein paar Briefe auf den Tisch. Bis sie zu einem gelang, der sie zu interessieren schien, sie starrte ihn an.
David schaute sie an und fragte: „Was ist?“
Obwohl er schon ahnte, was für einen Brief Fran da in den Händen hielt.
Sie sagte: „Die Testergebnisse sind da.“
Sie setzte sich an den Tisch. Jake nahm ebenfalls Platz. Alle drei waren noch mehr angespannt als in den letzten Tagen. Es war kaum aus zuhalten. Sie schauten sich unsicher an.
Jake meinte: „Mach du ihn auf Fran.“
Diese blickte noch einmal zu David, der zustimmend nickte. Auch ihm war die Angst ins Gesicht geschrieben. Fran atmete tief durch und begann damit den Umschlag zu öffnen. Ihre Hände zitterten, sodass es ihr schwer fiel den Brief zu öffnen. Fran konnte nicht mehr klar denken, was war wohl bei dem Test heraus gekommen? Sie hatte es geschafft, der Umschlag war geöffnet. Langsam zog sie den Brief heraus, bevor sie ihn öffnete schaute sie noch einmal die anderen beiden an. Beide nickten stumm.
Fran faltete den Brief auseinander und las und mit zittriger Stimme vor: „Sehr geehrte Ms Fine, wir konnten mit einem Ergebnis von 98 % verstellen, dass der leibliche Vater von Ihnen Jake Dandrige ist.“
Frans Herz machte einen großen Sprung. David und Jake sprangen auf und nahmen sie in den Arm. Von ihnen viel die ganze Anspannung der letzten Tage ab. Fran fühlte sich unbeschreiblich leicht und würde am liebsten die ganze Welt umarmen. Sie war einfach nur über glücklich.

Zuletzt geändert: 03.05.2008 12:43
Mrs.McLaren
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10.05.2008 20:01
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-10. Kapitel-

Mittlerweile war schon der 13. Dezember und New York hatte sich in eine weiße Weihnachtsstadt verwandelt. Fran und David lagen zusammen gekuschelt, auf einem weichen Teppich, vor dem Kamin in Davids Wohnung.
Sie redeten gerade darüber, wo sie Weihnachten und Hannukah feiern sollten.
David sagte: „Was hältst du davon, wenn wir die Einladung von deiner Freundin Denise annehmen?“
„Warum willst du unbedingt nach Deutschland?“
„Du hast dort vor ein paar Monaten noch gelebt und ich würde mich freuen deine Freundinnen kennen zu lernen“, antwortete David. „Was ist so schlimm daran?“
.„Nichts, nur ich habe schon 23 Hannukahs in Deutschland gefeiert.“
„Und was soll denn sagen? Ich habe schon 39 Mal Weihnachten hier in Amerika hinter mir!“
„Man sieht es dir aber nicht an“, lachte Fran und lies sich von David küssen.
"Und was ist mit deinen Eltern, ich würde sie gerne kennen lernen."
"Nein, willst du nicht. Sie sind schrecklich."
"Also, hast du kein gutes Verhaltniss zu ihnen?", hakte Fran nach und schaute ihn an.
"Wenn wir überhaupt mal ein Verhältniss zu einander hatten. Ich habe meine Nanny, selbst den Chauffeur öfters gesehen, als die beiden zusammen. Und irgendwie sind wir auch verstritten."
"Wieso das denn?"
"Mein Vater will, dass ich mal seine Firma übernehme. Er wollte nicht, dass ich Jura studiere. Und heirate, für ihn sind Frauen nur gut fürs Bett. Was auch erklärt, weswegen er vor zehn Jahren mit seiner achten Frau verheiratet war.Wer weis, bei der wievielten er jetzt ist. Und für ihn war ich schon immer, eine riesen Enttäuschung. Ich konnte es ihm nie recht machen", seufzte David.
Fran konnte nur zu gut verstehen, was für eine Kindheit David hatte. Und was er schon alles ertragen musste. Fran war ja selbst die Familienschande für ihre Mum.
Nach einer längeren Diskussion, sagt Fran: „Vielleicht sollten wir doch in Deutschland feiern. So könnte ich am 19. Dezember zu den Tratsch.“
„Was für einen Tratsch?“, fragte David interessiert.
„Meine Freundinnen und ich treffen uns immer am 19. Dezember um zu reden und so. Das ist immer so eine Art Vorfeier.“
„Muss das immer an diesem Datum sein.“
„Ja, weil es ist es ist der Tag, vor den großen Weihnachtseinkäufen.“
„Aber ich habe doch erst ab dem 23. Dezember Urlaub.“
Fran gab zur Antwort: „Dann musst du mir eben hinter her fliegen.“
„Wann willst du dann fliegen?“
„Am 18. Dezember.“
„Dann sehe ich dich ja ganze fünf Tage nicht!“
„Ach komm, du wirst doch wohl vier Tage ohne mich aus kommen.“, sagte Fran und küsste seine Hand.
„Du wirst mich wohl nicht vermissen?“
„Aber natürlich, mein Schatz.“

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12.05.2008 12:07
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-11. Kapitel-

Heute war der Tag, an dem David in Deutschland ankommen sollte, Fran saß mit ihrer Freundin Denise zusammen in ihrer Wohnung und redeten. Als Frans Handy klingelte. Sie schaute auf die Nummer, es war Davids.
Bevor sie ab nahm, sah sie auf ihre Uhr: "er sollte doch schon längst im Flugzeug sitzen", dachte Fran
"Was ist los, David?", fragte sie.
Doch am anderen Ende meldete sich nicht David sondern eine ihr unbekannte männliche Stimme.
Diese stotterte aufgeregt: "Sind Sie Fran Fine?"
"Ja, die bin ich. Dürfte ich vielleicht erfahren, was sie mit dem Handy von David McLaren machen und wer sie sind?", fragte Fran leicht genervt.
"Ich bin Rob Collins. Ihr Vater hat-."
"David ist nicht mein Vater, sondern mein Freund.", antwortete sie schnippisch.
Fran merkte, dass etwas nicht stimmte und brannte darauf es zu erfahren, auch wenn sie gleichzeitig Angst davor hatte.
Mr. Collins fing an zu stottern: "Entschuldigen Sie. Ihr Freund hatte einen Autounfall, er hat mich gebeten sie anzurufen."
"Was?" Frans Gesicht wurde kreidebleich und ihr Bauch krampfte sich zusammen, wie als hätte sie gerade einen Schlag bekommen. "Wie geht es ihm?"
"Ich, ich weis nicht. Er ist bewusstlos und, und blut-tet."
"Haben Sie einen Krankenwagen gerufen?"
"Ja."
"Okay. Ich nehme gleich das nächste Flugzeug nach New York." Frans Gedanken überschlugen sich wie noch nie in ihrem Leben. "Danke, dass Sie angerufen haben."
Schon legte sie auf. Fran lehnte sich zurück, schloss die Augen, atmete tief durch und zählte bis drei. Sie hoffte, dass dies alles nur ein Traum war und sobald sie die Augen öffnete alles wieder in Ordnung war. Doch so war es nicht, sie schaute in Denis besorgtes Gesicht.
Fran stotterte: "Ich muss sofort zurück nach New York."
"Aber natürlich.", sagte ihre Freundin, die etwas durcheinander war von diesem schockierenden Anruf.

Als Fran endlich im Krankenhaus ankam fragte sie an der Rezeption: „David McLaren, er wurde nach einem Autounfall hier her geliefert.“
„Da vorne ist sein Arzt.“ Die Krankenschwester zeigte auf einen älteren Mann in einem weißen Kittel.
Fran eilte zu ihm. „Ich will zu David McLaren, wie geht es ihm?“
"Sind Sie Fran Fine?" Fran nickte. "Ich bin Dr. Miller."
Sie schüttelten sich schnell die Hände.
Dr. Miller erklärte: "Mr. McLaren hatte eine kollabierte Lunge, diese konnten wir dank einer Notoperation noch retten. Hinzu kommt dann noch eine schwere Gehirnerschütterung, sechs Rippenbrüche und einen gebrochenen Knöchel."
Für Fran war das zuviel auf einmal, sie musste sich hinsetzten. "Wie geht es ihm jetzt?"
"Mr. McLaren ist doch nicht bei Bewusstsein, was im Moment das Beste ist. So kann er sich besser erholen. Allerdings wenn er in den nächsten paar Tagen nicht aufwacht, dann fällt er ins Koma." Dr. Miller setzte sich neben Fran.
"Also angenommen, erfällt ins Koma. Wie stehen dann seine Chancen?"
"Um so länger er im Koma liegt, desto geringer wird die Chance, dass er jemals wieder aufwacht. Aber vielleicht kommt es erst gar nicht soweit."
"Vielleicht?"
"Es steht 50 zu 50."
Fran lehnte sich zurück und dachte kurz nach, dann fragte sie: "Wie ist es dazu gekommen?"
"Wir wissen noch nichts genaues, aber wahrscheinlich ist Mr. McLaren wegen zur hoher Geschwindigkeit und der nassen Straße, abgekommen und ist so auf eine Straßenlaterne gefahren."
Da kam ein Mann auf die beiden zu. Dr. Miller stand wieder auf und sagte zu Fran: "Dass ist Rob Collins, er hat sie angerufen. Ihn verdanken Sie es, dass David McLaren überhaupt noch am Leben ist."
Fran stand auch auf und schüttelte seine Hand.
Dr. Miller sagte noch: "Er liegt im dritten Stock Zimmer 201.", dann ging er wieder.
Fran sagte zu Mr. Collins: "Ich danke ihnen, aber Sie hätten nicht hier bleiben müssen."
"Ich wollte nur auf Sie warten."
"Das ist nett.", Fran brachte ein kleines lächeln zustande.
Mr. Collins drückte Fran ein braune Tüte in die Hand. "Darin sind die Sachen, die Ihr Freund bei sich getragen hat. Und da drüben.", er zeigte auf ein Wartezimmer in dem ein Koffer stand. "Ist der Koffer, der in seinem Auto war."
"Danke."
"Also, Sie werden jetzt bestimmt zu ihm gehen wollen." Fran nickte. "Okay, würden Sie mich vielleicht anrufen, wenn sich etwas an seinem Zustand verändert?"
"Aber natürlich.", antwortete Fran.
Mr. Collins drückte Fran einen Zettel mit seiner Telefonnummer in die Hand. "Ich wünsche Ihnen das aller Beste."
"Danke."
Mr. Collins lächelte Fran noch einmal an und ging dann.

Fran betrat das Zimmer in dem David lag und sie konnte es nicht ertragen, was sie da sah: an der Wand stand ein Bett, auf ihm lag David er hatte die Augen geschlossen und hatte einen Kittel vom Krankenhaus an, um ihm herum standen lauter Apparaturen und es führet lauter Schläuche und Kabel zu ihm hin oder weg, so genau konnte Fran das nicht sagen. Fran nahm sich einen Stuhl und setzte sich zu ihm, und streichelte seine Hand.
Nach einiger Zeit bemerkte sie, dass sie die braune Tüte mit Davids Sachen immer noch fest umklammerte in ihrer Hand. Vorsichtig und langsam öffnete Fran die Tüte. In Gedanken versunken nahm sie erst sein Handy und dann seinen Geldbeutel heraus, beide Gegenstände legte sie auf ein kleines Nachttischchen. Jetzt war nur noch ein was in der braunen Tüte. Fran zog ein blaues Schächtelchen heraus, auf den Deckel war der Name des teuersten Juweliers der Stadt gestickt. Fran wollte erst den Deckel öffnen und den Ring darin ansehen, doch dann zögerte sie und strich über den blauen Stoff. Traurig lächelnd legte sie die Schatulle wieder in dei Tüte, seine anderen Wertgegenstände tat Fran auch wieder mit hinein. Wie in Trace verstaute sie die Tüte in dem großen Koffer.

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16.05.2008 13:21
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-12. Kapitel-

Fran war nun schon einen Tag lan bei David im Krankenhaus, sein Zustand hatte sich nicht verbessert. Sie lag zusammen gekauert auf zwei Stühlen im Wartezimmer und schlief.
Bis Fran fast runter gefallen ist, bei dem Versuch sich zu strecken. Sie schreckte hoch. Erst wusste sie nicht wo sie war. Doch dann kamen ihr wieder die Ereignisse der letzten Stunden hoch. Ihr wurde wieder schlecht, bei dem Gedanken, was alles geschehen war. Langsam stand sie auf, sie spürte jeden Knochen in ihrem Leib. Ihr Kopf pochte. Doch diese Schmerzen beruhigten Fran in einer gewissen Weise, sie gaben ihr das Gefühl noch am Leben zu sein. Gerade mal eine Stunde hatte sie geschlafen, musste Fran fest stellen. Benommen ging sie wieder zu Davids Zimmer, doch zu ihrer Verwunderung musste Fran feststellen, dass es leer war. Fran schoss der Gedanke durch den Kopf, David sei Tod. Alleine bei diesem schrecklichen Gedanken, stiegen ihr Tränen in die Augen. Verzweifelt drehte Fran sich im Kreis, in der Hoffnung einen Arzt zu sehen.
Jemand hielt sie am Arm fest. Fran taumelte etwas und drehte sich um, Dr. Miller stand ihr gegenüber.
Fran fragte kleinlaut: „Wo ist er?“
„Ihr Freund hatte einen Herzinfarkt, wir mussten ihn schnell in den OP bringen.“
Fran fiel ein Stein vom Herzen, dass er noch lebte, doch zu gleich kam ein neues bedrückendes Gefühl hinzu. „Ist so eine Operation sehr gefährlich?“
„Eigentlich ist so eine für uns Routine, doch keine Operation ist ungefährlich es gibt immer ein gewisses Risiko. Das bei diesem Fall noch etwas höher liegt. Denn es ist eine zweite Narkose innerhalb von 48 Stunden und Mr. McLaren ist so schon genügen geschwächt von der ersten Operation.“
Fran fuhr sich durch das Haar, es war völlig zerzaust. Fran wollte gar nicht wissen, wie sie gerade aussah. Doch eigentlich war es ihr egal, im Moment war ihr so ziemlich alles egal. Für sie zählte in diesem Augenblick nur David.
Dr. Miller sagte: „Sie sollten Nachhause und sich ausruhen, Ms Fine. Ich kann Ihnen ein Taxi kommen lassen.“
Erst wollte Fran ja sagen. – Doch was sollte sie Daheim, ganz alleine? Sie hatte Angst davor alleine zu sein.
Darum antwortete sie entschlossen: „Ich kann nicht, ich muss hier bleiben, bei David.“
„Okay, ich kann Sie nicht zwingen. Dann essen Sie aber wenigstens etwas im zweiten Stock ist eine Kantine."
Fran nickte, obwohl sie genau wusste, sie würde nicht in die Kantine gehen. Aber sie konnte nicht mehr diesen besorgten Blick von Dr. Miller ertragen. Der ihr noch einmal auf die Schulter klopfte und ging.
Die Zeit während David im OP war, kam ihr vor wie Jahre. Langsam lief sie im Wartezimmer im Kreis und bemerkte dabei kaum, was um sie herum geschah. Sie ging immer nur im Kreis, vorbei an dem Fenster, den Stühlen und den Tisch für die Kleinkinder, auf dem ein paar Spielsachen standen. Fran strich über ihren Bauch und lächelte Traurig.
Fran zuckte zusammen, als Dr. Miller ihren Namen rief. Er stand an der Tür von dem Wartezimmer, Fran ging auf ihn zu und fragte: „Und?“
„Die Operation ist anfangs gut verlaufen, doch dann ist plötzlich sein Puls gefallen. Wir konnten ihren Freund wieder stabilisieren, doch er liegt jetzt im Koma. Es tut mir wirklich leid für Sie Ms Fine.“
Fran fragte hoffnungsvoll: „Aber er wird doch wieder aufwachen.“
„Das kann ich Ihnen nicht versprechen. Ich habe es Ihnen vorhin schon einmal erklärt, es kommt darauf an wie lange er im Koma liegt, denn um so länger Mr. McLaren im Koma liegt desto geringer wird die Chance dass er wieder aufwacht und auch falls er nach einer längeren Zeitspanne aufwacht, ist es höchst wahrscheinlich, dass ihr Freund eine geistige Behinderung davon trägt.“
„Okay“, Fran nickte nachdenklich.
Dann ging sie wieder zu David. Sie setzte sich auf den Bettrand und fuhr im durch das wirre Haar. Fran hatte jedes Zeitgefühl verloren und wusste nicht ob sie nur ein paar Stunden oder Tage an Davids Bett gesessen war, als sich die Tür öffnete und jemand herein trat. Fran schreckte wie schon so oft aus ihren Gedanken hoch und blickte zur Tür. Jake stand da. Fran freute sich sehr ihn hier zusehen, weil sie kannte bis jetzt nur wenige aus ihrer neuen Heimat. Fran lächelte, doch sie wollte nicht aufstehen und Davids Hand los lassen.
Sie fragte: „Woher weist du, dass ich hier bin?“
Jake setzte sich neben Fran auf Davids Bett und achtete darauf, dass er sich auf keines von den Kabeln setzte.
„Nachdem ich davon gehört habe, habe ich zuerst versucht bei euch Daheim anzurufen, doch da war nur die Mailbox dran, genauso wie bei deinem Handy. Also bin ich los gefahren und habe in New York die Krankenhäuser durchforstet. Und jetzt bin ich hier.“
„Das ist nett. Aber du hättest nicht kommen müssen, du hast eine Frau, die-.“
Jake unterbrach Fran: „Und ich habe eine Tochter die mich jetzt bestimmt mehr braucht, als meine Frau.“
Fran lächelte. „Danke, dass du her gekommen bist.“
„Ist doch selbstverständlich.“ Jake schaute sich in dem Zimmer um, dann entdeckte er den Koffer in der Ecke. „Du warst noch nicht Zuhause oder?“
„Nein.“
„Na komm.“ Jake stand auf. „Ich fahr dich Nachhause, du solltest etwas schlafen und etwas essen.“
„Ich habe keinen Hunger.“, wehrte Fran sich.
„Aber du solltest dich ausruhen. Du bist bestimmt schon seit drei Tagen auf den Beinen. Das ist weder für dich gut, noch für euer Baby.“
Fran schaute David noch einmal an, dann küsste sie ihn sanft auf die Stirn und stand auf. Jake nahm den Koffer und legte einen Arm um Fran.

Als sie Zuhause waren, in Davids Wohnung, ging Fran langsam durch alle Zimmer. Die Wohnung kam ihr so groß und verlassen vor ohne David.
Als sie sich im Wohnzimmer auf das Sofa setzte, sagte Jake: „Ich habe eine Pizza bestellt.“
Fran starte aus dem Fenster, während sie nickte.
Dann stand sie auf und sagte: „Ich gehe schnell duschen.“
Im Badezimmer zog Fran sich langsam aus und stellte sich unter die heiße Dusche. Sie lies das Wasser über ihr Gesicht laufen und auf einmal kam alles in ihr hoch: die ganzen Gefühle und die Tränen, die sie in den letzten Tagen verdrängt hatte. Fran weinte aus vollem Hals. Schluchzend glitt sie auf den Boden. Die Tränen vermischten sich mit dem Wasser, welches aus dem Duschkopf drang. Fran konnte nicht mehr aufhören zu Weinen. Als das Wasser schon kälter wurde. Beruhigte Fran sich langsam. Vorsichtig drehte sie den Wasserhahn zu und trocknete sich. Sie fühlte sich schon etwas besser, jetzt wo alles, was sich in den letzten Tagen angestaut hatte endlich draußen war. Fran schaute sich im Spiegel an, ihre Augen waren stark gerötet und sie hatte dunkle Ringe unter diesen. Fran merkte plötzlich, wie müde sie war. Sie gähnte herzhaft und legte sich ins Bett, dort schlief sie sofort ein.

Am nächsten Morgen wollte Fran sich an David kuscheln, doch seine Seite war leer. Verwundert wachte Fran auf, doch sie wurde wie schon so oft in letzter Zeit wieder von der Realität eingeholt.
Fran stand auf und ging in die Küche. Dort saß Jake am Küchentisch mit einer Kaffeetasse und der „New York Times“ in der Hand.
Er fragte: „Wie fühlst du dich?“
„Etwas besser.“
„Ich habe dir etwas von der Pizza übrig gelassen.“ Jake deutete auf den Kühlschrank.
Erst jetzt fiel Fran auf, dass sie seit Tagen nichts anderes als Kaffee zu sich genommen hatte. Die lappige, kalte Pizza war für sie wie ein Festessen.

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19.05.2008 14:39
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-13.Kapitel-

Seit all dem waren nun schon wieder eine Woche vergangen. Jake ist auf Frans Wunsch und etwas widerwillig zurück nach Hartford, zu seiner Frau und dem Café. David lag immer noch im Koma. Frans Chef hätte ihr zwar noch länger frei gegeben unter diesen Umständen, doch Fran hatte begriffen, dass es keinen Sinn machte den ganzen Tag im Krankenhaus zu sitzen. Sie musste sich ablenken sonst würde sie noch verrückt werden. Und wo sollte sie dies besser können, als im Gericht, bei der Arbeit? So musste sie immer etwas tun.
Fran saß gerade an ihrem Schreibtisch über ein paar Akten, als es an der Tür klopfte.
„Herein.“
Zu Frans Überraschung trat Amy herein.
Fran stand auf und fragte: „Was wollen Sie hier?“
„Ich will mich bei Ihnen Entschuldigen und etwas erklären, was ich eigentlich David erklären wollte wenn Sie beide aus dem Urlaub zurück sind, weil ich mir gedacht habe dann hat er die beste Laune. Aber jetzt werde ich es Ihnen erklären.“
„Was erklären?“, seufzte Fran und lies sich wieder zurück in ihren Stuhl sinken.
Amy setzte sich gegenüber von ihr in einen Stuhl.
„Na ja es ist nicht ganz so einfach.“, sagte Amy und lächelte nervös.
„Fangen Sie einfach an.“
„Sara, David und ich waren damals sehr gute Freunde. Wir haben oft etwas zu dritt unternommen. Bis dann zu dieser Feier, wir drei wollten uns dort treffen, doch Sara ging es nicht so gut. Also ist David alleine gekommen. Wir haben viel getrunken und am Ende davon miteinander geschlafen, was wir auch bereut haben.“
„David hat mir davon erzählt.“
„Oh, gut. – Sara hat es dann irgendwie raus bekommen, Sie wissen ja wie schnell sich hier Gerüchte verbreiten. Ab da an, glaubte Sara, dass David in mich verliebt war und mit ihrer Ehe wurde es immer schlimmer, sie hatten sich nur noch gestritten. Bis David dann Sara vorschlug sich Scheiden zu lassen. Sara glaubte, dass David dies nur machte um mit mir zusammen zu sein. Was natürlich nicht stimmte. Am nächsten Morgen hatte Sara dann den Unfall.“
Fran verstand. „Oh.“
„Am Abend zuvor war Sara noch bei mir. Ich musste ihr versprechen, dass ich auf David aufpassen werde und ich ihn glücklich mache. Ich habe nicht gewusst, dass sie am nächsten Morgen Selbstmord begehen würde.“
Amy atmete kurz durch, um dann fort zufahren.
„Ich wollte Sara ihren Wunsch erfüllen, als habe ich mich um David bemüht, doch weder ich in ihn, noch er in mich hatten irgendwelche Gefühle für einander.“
„Und weswegen haben Sie jetzt erst versucht, dass ich mit David zusammen komme?“
„David wollte sich früher nie an einer Frau Binden, in der Highschool hatte er ständig eine neue Freundin. Er konnte jedes Mädchen haben, dass er wollte. Und ich habe nicht gewusst, dass er sich geändert hat. Ich wollte Sie nur davor bewahren, wenn er mit ihnen Schluss macht.“
Fran fragte interessiert: „Wenn, wie Sie sagen, David früher so eine große Bindeangst hatte, wieso hat er dann Sara geheiratet?“
„Ich glaube, Sara war seine erste Liebe. David wollte sie nie heiraten, sein Vater wollte es unbedingt. Und Sara auch, sie hatte ihm total den Kopf verdreht. Also haben sie mit 18 Jahren geheiratet, doch ein Jahr später waren sie alles andere als verliebt. Ich weis selbst nicht, wieso David sich nicht schon eher von ihr Scheiden lassen wollte. Doch dann ihr Unfall hatte David schwer getroffen und auch verändert. Er steigerte sich sehr in seine Arbeit rein und machte nichts mehr anderes als arbeiten. Nur deswegen ist er so ein guter Anwalt geworden.“
„Kann ich verstehen.“
„Wussten Sie, dass David eigentlich Koch werden wollte?“, fragte Amy grinsend.
„Nein, wusste ich nicht.“, antwortete Fran.
Ihr wurde plötzlich klar, wie wenig sie über David wusste.
„Sara hatte ihn dazu überredet mit ihr Jura zu studieren oder überhaupt etwas zu studieren. Er hat damals so in den Tag hinein gelebt und nichts anderes als Partys und schöne Frauen im Kopf gehabt. Doch David hat früher schon immer gerne gekocht.“
„Tut er heute immer noch gerne.“, sagte Fran.
„Dann kann David es bestimmt auch immer noch so gut. Im ersten Studienjahr hat er nebenbei eine Lehre in einem vier Sterne Restaurante gemacht. Zuerst hatte er nur studiert um Sara und seinen Vater zufrieden zu stellen, nach dem Studium wollte er dann noch Koch werden. Doch dann hat er es immer wieder aufgeschoben. Bis er mal gesagt hat, wenn er vierzig ist dann macht er sein eigenes Restaurant auf.“
Fran lächelte traurig, wieso hatte David ihr nie davon erzählt?
„Wie hat er es nur geschafft zustudieren und gleichzeitig auch noch eine Lehre zu machen?“
„Hat David es Ihnen nicht gesagt?“, fragte Amy verwundert.
„Was gesagt?“, Fran war neugierig auf die Antwort.
„David ist Hochbegabt, er hat mit Links das Studium abgeschlossen. Doch das hörte er nicht gerne, er wollte immer so sein wie die anderen. David hatte damals auch nie damit angegeben, dass sein Vater Multimillionär ist. Seine Eltern hatten nie Zeit für ihn, doch David war ein sehr liebes bedürftiges Kind, doch seine fünf Nannys haben ihn auch nicht glücklich gemacht.“
„Wie lange kennen Sie David schon?“
„Seitdem wir acht oder neun sind. David hat sich immer von Zuhause weg geschlichen um mit mir zuspielen, sein Vater wollte nicht, dass sein Sohn mit jemand zusammen ist, der aus einer Familie kommt, die selbst kochen und putzen muss.“
Fran stand auf, sie lehnte sich am Fensterbrett an. Viele Fragen beschäftigten sie, so gerne möchte sie jetzt mit David reden. Doch das konnte sie nicht.
Amy stand ebenfalls auf sie ging zu Fran.
„Es gibt bestimmt einen Grund, weswegen er Ihnen davon nichts erzählt hat, vielleicht hatte er es vor in Ihrem Urlaub.“
„Bestimmt nicht.“
Fran drehte sich um und schaute aus dem Fenster, sie flüsterte: „Wahrscheinlich hätte ich David geheiratet, ohne ihn richtig zu kennen.“
Fran seufzte, dann wendete sie sich wieder Amy zu: „Sie können David gerne besuchen, wenn Sie wollen. Ich habe nichts dagegen.“
„Danke.“

Nach der Arbeit, besuchte Fran David noch im Krankenhaus, wie jeden Tag. Danach fuhr sie Schwerenherzens wieder nach Hause. Immer noch in Gedanken bei dem Gespräch, dass sie mit Amy hatte, stieg Fran in den Aufzug. Gerade als sich die Türen schließen wollten, kam ein Mann auf sie zugerannt und quetschte sich noch hindurch.
Er keuchte: „Können Sie mir sagen, wo David McLaren wohnt. Er müsste hier in diesem Gebäude wohnen, doch ich weis nicht genau in welcher Wohnung.“
„Was wollen Sie von David?“
„Oh gut, Sie kennen ihn. – Ich muss dringend mit ihm reden.“
Fran kam das ganze irgendwie seltsam vor, deswegen hakte sie nach: „Über was wollen Sie mit ihm reden?“
„Darüber, dass ich vielleicht sein Bruder bin.“
„Was?“, Fran glaubte sich verhört zu haben.

Mrs.McLaren
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22.05.2008 20:43
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-14. Kapitel-

Für Fran war es heute schon genug, was Amy ihr alles erzählt hatte und jetzt auch noch das. Was hatte David ihr denn noch alles verheimlicht?
Der Mann sagte aufgeregt: „Dann wohnt er also hier.“
Fran fragte: „Wie heißen Sie?“
„Vincent Tuck. Und Sie?“
„Fran Fine. Ich bin Davids Freundin“ Sie schüttelte seine Hand und öffnete die Wohnungstür, Vincent lies sie mit herein. „David hat mir nie erzählt, dass er noch einen Bruder hat.“
Vincent antwortete, während er sich umsah: „Konnte er auch nicht, ich habe selbst erst vor ein paar Monaten erfahren, dass ich adoptiert bin und noch einen älteren Bruder habe.“
Beide setzten sich an den Tisch. Fran fragte: „Wie haben Sie davon erfahren?“
„Meine Mum hat es mir erzählt, bevor sie gestorben ist. Das sie mich als Baby von einem Waisenhaus in L.A.“
„Sagten Sie L.A.? So weit ich weis, lebten Davids Eltern damals hier in New York. Sie sind erst vor ein paar Jahren weg gezogen.“
„David ist auch adoptiert. Weil ich weis nur soviel, dass David zu einer Familie namens McLaren geholt wurde und das er hier vor zehn Jahren gewohnt hat, was er ja immer noch tut. Ich habe aber nicht gewusst, dass er anscheinend nicht weis, das er adoptiert ist.“
Fran nickte nur. Sie dachte: wahrscheinlich wusste es David und es war nur eine der vielen Sachen, die er ihr nicht erzählt hatte. Sie war enttäuscht von ihm.
Um nicht mehr weiter darüber nachdenken zu müssen, fragte Fran: „Was wissen Sie über Ihre und Davids Leiblicheneltern?“
„Nicht viel, nur dass sie wahrscheinlich in L.A wohnen.“ Vincent wurde nachdenklich. „Wo ist David überhaupt? Weil eigentlich wollte ich mit ihm reden, deswegen bin ich her gekommen.“
„Er liegt seit kurzem im Koma.“
„Wie ist es-.“
„Autounfall.“, antwortete Fran knapp. Sie wollte jetzt nicht über David reden, dabei kamen zu viele Gefühle in ihr hoch, deswegen fragte sie: „Wo wohnen Sie?“
„In Queens, ich bin Schuhverkäufer, hier in Manhattan.“
„In Queens habe ich auch am Anfang gewohnt, bevor ich zu David nach Manhattan gezogen bin.“
„Als was arbeiten sie?“
„Ich bin Sekretärin am Strafgericht. Dort habe ich auch David kennen gelernt im letzten Juli.“
„Und als-.“
„Er ist Staatsanwalt am Gericht.“
„Sie haben ihn erst im Juli kennen gelernt und wohnen schon bei ihm?“
„Ich bin schwanger und na ja, also bin ich zu ihm gezogen. Haben Sie eine Frau, Kinder?“
„Nein, bei mir hält es keine Frau sehr lange aus.“
„Kann ich gar nicht verstehen!“, antwortete Fran und grinste.

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25.05.2008 19:43
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-15. Kapitel-

Seit dem waren nun schon wieder fünf Monate vergangen. Fran und dem Baby ging es den Umständen entsprechend. Fran fuhr nur noch zwischen Arbeit, Krankenhaus und Wohnung hin und her. Davids Zustand hatte sich nicht verändert, die Ärzte bezweifelten langsam, dass er jemals wieder aufwachen würde. Was Fran sehr zu schaffen machte, doch Vincent war für sie da, beide hatten sich in den letzten Monaten angefreundet. Fran war froh darüber, dass sie jemanden hatte, der mit ihr zu den Schwangerschaftskursen ging und ihr half das Kinderzimmer einzurichten. Doch am liebsten hätte sie dies mit David getan. Daran musste Fran, auch denken, als von dem stickigem Gerichtssaal in ihr Büro kam, dort stapelten sich schon die Akten auf ihrem Schreibtisch, sie lies sich seufzend in ihren Stuhl fallen. Seitdem die Klimaanlage im Gericht nicht mehr funktionierte, war es unerträglich geworden. Fran wischte sich den Schweiß von der Stirn und schloss die Augen. Am liebsten würde sie jetzt schlafen, in der Nacht hatte sie fast kein Auge zu bekommen. Da sie die ganze Zeit an David denken musste, es beschäftigte sie immer noch, dass er ihr so viel verheimlicht hatte und erst recht, dass er ihre Fragen wahrscheinlich nie mehr beantworten wird, dazu kamen dann noch, dass das Baby die ganze Zeit gestrampelt hatte und die Rückenschmerzen von der Schwangerschaft. Ihr ging es langsam auf die Nerven schwanger zu sein. Sie wollte endlich einmal wieder Kaffee trinken, ohne darauf zu achten wie viel und vor allem ruhig auf dem Bauch schlafen, ohne Probleme und Sorgen. – Schafen. Fran nickte für einen Moment ein, doch plötzlich klingelte das Telefon. Ohne große Lust nahm sie ab: „Büro von Richter Gray, Fran Fine am Apparat.“
„Ms Fine ich bin es, Dr. Miller.“
„Oh“, seufzte Fran deprimiert.
Sie hatte kein gutes Gefühl bei der Sache.
„Kein Grund zur Sorge Ms Fine. Mr. McLaren hat vor einer Stunde wieder das Bewusstsein erlangt. Ich hatte es vorhin schon mal bei Ihnen versucht, aber es nahm keiner ab.“
Fran hörte ihm kaum zu, solange hatte sie von diesem Anruf geträumt. Zum ersten mal in ihrem Leben, fehlten Fran für einen Moment wirklich die Worte, aber wie schon erwähnt, nur für einen Moment. Denn plötzlich brannten ihr zehntausend Fragen auf der Zunge.
„Wie geht es ihm?“
„Er ist ansprechbar und auf den ersten Blick zeigen sich keine physischen, wie körperliche Störungen. Wir machen gerade ein paar Test um ganz sicher zu sein, aber machen Sie sich darum keine Sorgen. Es sind nur Routineuntersuchungen. Allerdings hat er hohes Fieber, da sein Stoffwechsel verrückt spielt.“
„Ich habe gelesen, dass so etwas häufig vorkommt und ungefährlich ist. Da sich der Körper erst wieder regulieren muss.“, antwortete Fran. Sie hatte in letzter Zeit viele Bücher über Komapatienten gekauft und gelesen.
„Das stimmt schon, nur ist das Herz von ihrem Freund nicht mehr so belastbar, wie es eigentlich sein sollte durch den Herzinfarkt und hinzu kommt, das Koma ist auch sehr anstrengend für die Patienten und sehr belastend. Es ist ein Überlebenskampf.“
„Ich weis. Aber welche Auswirkungen hat jetzt diese Stoffwechselstörung?“
„Das kann ich Ihnen erst sagen, nach den Untersuchungen. Wir versuchen jetzt erst einmal das Fieber mit Medikamenten unter Kontrolle zu halten.“
Auf einmal ging Frans Bürotür auf und Richter Gray kam herein.
„Äh, ich komme so schnell wie möglich. Bis gegen 18 Uhr bin ich im Krankenhaus.“
Fran legte verdutz auf und starrte ihren Chef an.
Dieser fragte besorgt: „Geht es ihnen gut, Ms Fine?“
„David ist wieder aufgewacht“, antwortete sie nachdenklich, fast im Flüsterton. Doch plötzlich realisierte sie es wirklich, was sie da eben gesagt hatte.
Sie sprang auf und rief freudig: „David ist wieder aufgewacht !“
„Das – das ist schön, wirklich schön.“ Stotterte Richter Gray.
„Ich freue mich für Sie.“
Da konnte Fran nicht anders, sie musste ihren Chef einfach umarmen. Plötzlich fing das Baby an zu strampeln.
Richter Gray sagt, der es auch spürte, da Fran ihn immer noch umarmte und ihr Bauch zwischen ihnen war: „Da ist wohl jemand genauso glücklich wie sie, Ms Fine.“
Fran lies ihren Chef los und streichelte ihren dicken, runden Bauch, während sie zu ihm sagte: „Hast du es gehört, meine Süße? Daddy ist wieder aufgewacht!“ Ihr fiel wieder ein, dass sie nicht alleine war.
Fran räusperte sich. „In einer halben Stunde müssen wir weiter machen. Mit eine Anhörung. Jeffrey Chase will seine Frau als Unzurechungsfähig erklären lassen, da sie glaubt und behauptet eine Hexe zu sein.“
Sie drückte ihm die Akte in die Hand.

Fran konnte gar nicht mehr es gar nicht mehr erwarten, endlich aus dem Gericht heraus zu kommen.
Und dann war es soweit! Fran fuhr wie eine verrückte zum Krankenhaus.
Dort wurde sie schon von Dr. Miller erwartet: „Hallo, Ms Fine. Schön Sie zu sehen.“
„Gleichfalls.“
Dr. Miller versuchte zu lächeln.
Fran merkte, dass ihm etwas nicht stimmte, darum hakte sie nach: „Was ist denn?“
„Sein Herz, wir wissen nicht wie lange es noch dieser Belastung stand halten kann. Wir haben es schon mit allen möglichen Medikamenten versucht, doch er reagiert auf keines davon. Das Fieber ist weiter angestiegen auf 41° C. Hinzu kommt, dass er nur schwer Atmen kann, da seine Lymphdrüsen geschwollen sind, was heißt, dass wir nicht operieren können, wenn sein Herz noch einmal aussetzt. Da wir keinen Tubus da durch bekommen. Es tut mir wirklich sehr leid, Ihnen das jetzt so sagen zu müssen, aber wie es jetzt aussieht Mr. McLaren wird die Nacht wahrscheinlich nicht überleben und eine Verbesserung seines Zustandes ist auch nicht in Sicht.“
Fran konnte es nicht fassen langsam setzte sie sich hin, der Doktor nahm neben ihr Platz. Sie schaute auf den Boden.
Dr. Miller fügte noch hinzu: „Wir haben Ihm nicht gesagt, wie es um Ihn steht. Sie sollten das entscheiden.“
Da kam Vincent auf sie zu aus Davids Zimmer.
Entsetzt fragte sie: „Was machst du denn hier? Warst du schon bei ihm?“
„Ja.“
„Und er weis, wer du bist?“, fragte Fran unsicher.
„Ich habe ihm alles erklärt. Dann habe ich dich gesehen und ich dachte mir du willst bestimmt mit ihm alleine sein und solange esse ich in der Cafeteria.“
„Okay.“

Als Fran langsam die Tür öffnete. Wendete David den Kopf zu ihr und flüsterte schwer, aber erleichtert: „Fran!“
Sie hatte solange von diesem Moment geträumt und jetzt da er Wirklichkeit geworden ist, konnte sie sich nicht richtig darüber freuen. Es war so wie als wäre die Zeit stehen geblieben, glaubte sie, als sie sich zu ihm an das Bett setzte. Fran musterte ihn, sein Gesicht war stark erhitzt und seine Wangen gerötet. Fran merkte, dass es ihm schwer fiel die Augen offen zuhalten und zu reden. Ihr stiegen Tränen in die Augen, doch sie hielt diese krampfhaft zurück und versuchte zu lächeln, während sie zaghaft seine erhitzte Wange streichelte.
David fragte: „Was ist los?“
„Nichts, es ist alles in Ordnung“, log Fran, sie atmete tief durch und lächelte gequält.
„Fran, bitte. Ich weis dass irgendetwas-.“ Er hustete schwer.
Fran wollte ihm nicht sagen, wie es um ihn stand. Sie wollte nicht, dass er sich Sorgen machte. Doch als David sie flehend an sah, hatte sie ihre Meinung geändert. Fran nahm seine Hand, die eiskalt war und suchte nach den richtigen Wörtern: „David, die Ärzte glauben, sie vermuten, dass du, also wahrscheinlich, dass du-.“
„Was?“, keuchte David.
„Dass du diese Nacht nicht überleben wirst.“
David nickte nur und wendete sich von Fran ab, er starte aus dem kleinen Fenster. Fran dachte fieberhaft nach, was sie sagen sollte. Sie musste jetzt etwas sagen.
„Aber, aber.“, stotterte sie.
„Aber.“ Sie quetschte sich neben ihn in das kleine Bett, nahm ihn in den Arm und fuhr entschlossen fort: „Ich bin bei dir, dein Bruder und deine Tochter.“ Seine rechte Hand legte sie auf ihren dicken Bauch und die linke drückte sie fest. David legte seinen Kopf auf ihre Schulter. Seine heiße Stirn drückte an Frans Wange, sie flüsterte: „Wir sind alle bei dir. Du bist nicht alleine, okay?“
Sie küsste sanft seine Stirn. Krampfhaft hielt sie die Tränen zurück die wieder hoch kamen. Sie dufte jetzt nicht nach geben, sie musste stärker sein!
David fragte: „Wie geht es ihr?“
Er streichelte langsam ihren Bauch.
„Gut.“, wich Fran aus. Und wischte ihm mit ihrer Bluse den Schweiß von dem Gesicht, als Vincent herein kam. Dieser zog sich einen Stuhl ans Bett und setzte sich darauf. Stunden lang wechselten sie kein Wort, Fran hörte die ganze Zeit auf Davids unregelmäßigen Atem. Bis David anfing zu husten und zu röcheln. Fran und Vincent schreckten hoch.
Fran fühlte seine Temperatur und erschrak: „Du hast mindestens 42 °C!“
David stockte, in seinen Augen sah Fran nur Angst und Verzweiflung.
Sie sagte zu Vincent: „Schnell hol irgend jemanden.“
Er eilte sofort los.
Fran stiegen Tränen in die Augen und liefen ihr an die Wangen herunter: „Bitte David, tu mir das nicht an. Verlass mich nicht, bitte!“
Da kam auch schon Dr. Miller gefolgt von ein paar anderen Ärzten. Vincent zog sie vorsichtig von dem Bett weg.
Alles ging für Fran wie in einem Traum, wie ein Arzt rief: „Wir verlieren ihn!“
Fran liefen weitere Tränen herunter, sie versuchte sich von Vincent los zureisen, doch dieser drückte sie an sich. Dr. Miller nahm die Pats zur Hand: „Aufladen auf 190. – Weg.“
David durch lief ein Stromstoss. Immer noch kein Herzschlag. „Aufladen auf zweihundert. Weg.“
Wieder das gleiche. Fran versuchte sich immer noch von Vincent los zureisen.
Bis Dr. Miller seufzte: „Wir haben ihn verloren.“
Fran konnte es nicht fassen, sie wendete sich zu Vincent um und lies sich von ihm in den Arm nehmen.
„Ich habe Herzschlag“, rief Dr. Miller plötzlich.
Fran drehte sich um und sah, dass David langsam die Augen öffnete und blinzelte. Fran riss sich von Vincent los und ging zu ihm. David lächelte schwer. Fran wischte sich die Tränen weg.
Und lächelte überglücklich, doch Dr. Miller sagte zu ihr: „Es ist noch nicht vorbei, fürs erste hat er es geschafft.“
„Das bedeutet?“, fragte Fran.
„Das wir ihn jetzt wieder belebt haben heißt nicht, dass alles vorbei ist. Wie schon gesagt die nächsten Stunden sind kritisch. Es könnte sein dass er einfach einschläft und nicht mehr aufwacht davor kann ich ihn nicht bewahren.“
„Und was ist wenn dies nicht passiert?“, fragte Vincent angespannt.
„Wenn er bis Morgen früh noch am Leben ist, dann ist er auf dem besten Weg der Besserung und die Chancen stehen sehr gut, dass Sie ihn schon bald wieder völlig Gesund mit Nachhause nehmen können.“
David drückte Frans Hand. Fran schaute ihn besorgt an.
Die ganze Nacht lag sie mit ihm im Arm in dem kleinen Bett. Aufmerksam horchte sie auf Davids flachen Atem. Jedes Mal wenn er kurz aussetzte zuckte sie zusammen und war erleichtert zu hören, als David wieder nach Luft schnappte. Fran hoffte, es reichte, dass sie einfach für ihn da war. Vincent saß die ganze Zeit neben den beiden.

Fran wachte auf. Verschlafen kuschelte sie sich an David. Plötzlich kehrten die Ereignisse der letzten Nacht zurück. Erst jetzt fiel ihr auf, dass David ihren Bauch streichelte und Vincent neben ihr auf ihrer linken Schulter schlief. Zu dritt lagen sie zusammen gequetscht in dem Bett. Fran legte ihre Hand auf Davids.
Dieser sagte: „Sie ist wirklich sehr aktiv!“
Fran küsste ihn auf die Wange. Dabei stellte sie zufrieden fest, dass das Fieber nicht mehr so hoch war. Auf einmal zog Vincent Fran zu sich. Sie schlug ihn sanft in die Seite, so dass er hoch schreckte.
Verschlafen fragte er: „Was isn?“
Da merkte er, dass er Fran fest umschlungen fest hielt er setzte sich auf.
„Entschuldige, ich äh wollte nicht. War nicht meine Absicht“, stotterte er und stand auf.
Auch Fran setzte sich auf, sie strich durch David zerzaustes Haar und fragte: „Wie fühlst du dich?“
„Besser.“ David musterte sie aufmerksam. „Was bedrückt dich, Fran?“
„Nichts.“
Sie stand auf. Vincent half ihr wieder in die Schuhe. Fran überlegte, ob sie David jetzt gleich mit Amy konfrontieren sollte, doch sie beschloss es erst einmal zu verschieben. Sie sah, dass David noch zu sehr angeschlagen war.

Mrs.McLaren
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29.05.2008 19:24
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten
-16. Kapitel-

Am Abend kam sie wieder. Fran ging in Davids Zimmer. Dort legte sie erst einmal ihre Sachen ab und küsste dann David auf die Wange. Er war immer noch etwas wärmer als sonst.
Sie fragte: „Wie fühlst du dich?“
„Müde. Ich habe heute nur geschlafen, geschlafen und geschlafen und ich bin immer noch Todmüde und fühle mich wie gerädert.“
„Das wird schon wieder.“
„Wie geht’s euch? Dir und dem Baby?“
Fran schreckte aus ihren Gedanken hoch. „Ähm soweit gut.“
„Soweit?“, fragte David nach.
„Sie hat einen leichten Herzfehler, die Ärzte können allerdings erst nach der Geburt genaueres sagen. Aber es muss wahrscheinlich nicht operiert werden.“
„Das ist gut.“
Fran nickte. Beide schauten sich einfach nur an.David unterbrach die Stille zwischen ihnen: „Vincent war vorhin da, wir haben uns unterhalten.“
„Das ist schön“, antwortete Fran ohne größere Begeisterung.
„Was ist los mit dir? Was bedrückt dich noch?“, forschte David nach.
Fran wusste nicht genau wo sie anfangen sollte. Sie wollte sich so langsam wie möglich sich an das Thema heran tasten und mit viel Gefühl.
Vorsichtig begann sie: „Ich habe mich mit Amy sehr nett unterhalten. Sie hat mir so einiges über dich und Sara erzählt und-.“
David warf ein: „Ach komm Fran. Ich habe dir gesagt, sie lügt nur. Das stimmt alles nicht!“
„Lass mich erst ausreden, David. Du weißt ja gar nicht was sie mir erzählt hat. Weil ich bin mir ziemlich sicher, dass das was ich gehört habe wahr ist.“
„Jetzt bin ich aber wirklich mal gespannt.“
„Wieso hast du mir nie erzählt, dass du Sara nie heiraten wolltest? Oder, dass du lieber Koch geworden wärst und du einfach so mal neben dem Studium ein Lehrjahr abgeschlossen hast? Oder dass du Hochbegabt bist?“
„Das sind doch belanglose Dinge.“, rechtfertigte sich David. „Du willst dich doch jetzt ernsthaft darüber streiten.“
Fran sagte: „Wenn es sein muss schon. Weil ich finde, es sind nicht einfach nur unwichtige Dinge. Du hast mich angelogen.“
„Habe ich nicht! Ich habe es dir nur nicht erzählt!“
„Du hast mir etwas verschwiegen und das ist genauso schlimm wie lügen!“
„Ist es nicht! Was spielt es für dich überhaupt für eine Rolle, dass du so etwas weist?“
„Für mich spielt es eine sehr große Rolle. Weil du hättest so etwas schon mal erwähnen können!“, fauchte Fran ihn an.
„Für was?“, fragte David. „Was hast du davon?“
„Was ich davon habe? Es sind Sachen die jede Menge über deine Persönlichkeit sagen, du hast mir jemanden vorgespielt der du gar nicht bist! Ich habe gedacht ich kenne dich, nur da habe ich mich ja wohl getäuscht.“, sagte Fran wütend.
„Du machst aus einer Maus einen Elefanten, Fran.“, antwortete David. Er versuchte gelassen zu bleiben.
„Ich war noch nicht fertig! – Weist du, ich bin schwanger! Ich bin schwanger von einem Mann den ich anscheinend gar nicht richtig kenne, weil er es nicht für nötig gehalten hat mit mir darüber zu reden!“
Fran stiegen Tränen in die Augen. Doch sie verdrängte sie. „Was hättest du gemacht? Hättest du einfach um meine Hand angehalten? Und ich hätte dich dann auch noch geheiratet! Hättest du mir irgendetwas davon jemals erzählt? – Oh genau, wie wäre es mit dem 40. Geburtstag unserer Tochter gewesen?!“
„Okay.“, gab David nach. „Ich kann ja verstehen, dass du wütend auf mich bist.“
„Ich bin nicht nur wütend auf dich. Ich sauer auf dich und enttäuscht von dir! Ich weis nicht, was ich dir überhaupt noch glauben kann. Ich habe dir vertraut!“
„In Ordnung. Jetzt beruhig dich erst einmal. Dann erkläre ich es dir.“
„Aber-.“
David schnitt ihr das Wort ab. „Beruhig dich, Fran.“
„Okay. Ich bin ruhig.“, antwortete Fran ungeduldig und verschränkte die Arme über ihren Bauch.
Das Baby strampelte heftig darin.
„Ich bin nicht gerade stolz darauf, das ich eine Frau geheiratet habe, die ich nicht heiraten wollte. Sara war schon eine tolle Frau und sie hätte einen Mann verdient, der sie liebt und sie überglücklich macht und dafür war ich ganz sicher nicht der Richtige.“
„Und was ist damit, dass du hochbegabt bist? Weil, ich bin schwanger und dieses Kind.“ Sie zeigte auf ihren Bauch. „Sind 50% deiner Gene.“, sagte Fran ruhig.
„So ziemlich jeder hat, als ich noch klein war, immer nur den hochbegabten Jungen gesehen. Der mal die Firma seines hoch angesehenen Vaters übernehmen wird. Doch ich koche gerne und ich wollte einfach nur einen ganz normalen Beruf haben. Wie jeder normale Mensch. Ich wollte einfach nur normal sein. Aber das hat man mich ja nicht gelassen, also habe ich studiert und bin dann Anwalt geworden."
„Was hat das jetzt damit zutun, dass du mir nichts davon gesagt hast?“
„In den ganzen Begabten, Hochbegabten und Genies sieht man nie richtig den Menschen an, sondern nur seine Tollen Leistungen die er vollbracht hat und der Mensch an sich gerät dabei völlig in den Hintergrund. Ich wollte, es anderes machen, als bei Sara die nur mit mir zusammen war, weil sie perfekte Kinder haben wollte. Ich wollte, dass du auch wirklich gerne mit mir zusammen bist. Weil sonst funktioniert eine Beziehung auf Dauer einfach nicht.“ David drückte leicht Frans Hand. Erst wollte Fran sie zurück ziehen, doch dann lies sie es doch sein. Fran empfand plötzlich tiefes Mitleid für David. Sie konnte nicht mehr wütend auf ihn sein. „Und es tut mir auch wirklich leid, dass ich es dir nicht schon eher erzählt habe. Ich weis, das hätte ich tun müssen und ich hatte es auch die ganze Zeit vor und ich habe nicht gewusst wie ich es dir beibringen soll und wie du darauf reagieren wirst. Vielleicht hatte ich auch einfach nur Angst dich zu verlieren. Weil du bist für mich etwas ganz besonderes. Ich würde alles für dich tun nur damit du glücklich bist, weil ich dich einfach nur unglaublich liebe, Fran.“
Fran zögerte, doch dann umarmte sie ihn.
„Du weist damit ist das Ganze nicht aus der Welt geschafft.“
„Ja.“
Fran löste sich wieder von ihm und fragte: „Hast du davon gewusst, dass du adoptiert bist und noch einen Bruder hast.“
„Nein, habe ich nicht. Aber ich wäre froh gewesen, wenn ich es schon früher gewusst hätte.“
Fran lächelte und beugte sich zu ihm: „Schön, dass wir das jetzt geklärt hätten.“
Sie fuhr im Flüsterton fort: „Ich liebe dich!“
Sie konnte nicht anderes: Sie küsste ihn leidenschaftlich. Und endlich nach fast einen halben Jahr erwiderte er ihren Kuss, Fran hatte gewusst das es sich gut anfühlen würde, aber so gut auch wieder nicht! Erst jetzt wurde ihr richtig bewusst, wie sehr sie wirklich David vermisst hatte und wie schlimm die letzten Monate für sie gewesen waren. Da begriff sie, dass dies jetzt alles vorbei war! Fran vergaß alles um sich herum, es zählten jetzt nur noch David, sie und natürlich das Baby. Bald schon würden sie eine richtige, glückliche kleine Familie sein!

Zuletzt geändert: 29.05.2008 19:24
Mrs.McLaren
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04.06.2008 14:17
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-17. Kapitel-

Als Fran, wie schon so oft nach der Arbeit Davids Zimmer betrat, saß dort auch schon Vincent.
Fran begrüßte beide.
Dann wendete sie sich Vincent zu: „Du musst das Kinderzimmer umstellen.“
„Und wie dieses mal?“
„Das Bettchen in die Mitte von dem Zimmer und das Regal an die Wand und die Wickelkommode unter das Fenster. Ich denke so steht es am besten.“
„Also so wie es vor vier Tagen stand?“, fragte Vincent und grinste.
„Ich will eben, dass es perfekt ist.“
„Dann komme ich am besten gleich morgen, bevor du es dir wieder anders überlegst.“
„Morgen Abend ist auch wieder Geburtsvorbereitungskurs, nicht dass du das wieder vergisst.“
Vincent antwortete: „Wie könnte ich so was nur vergessen!“
David fragte überrascht: „Du gehst also mit Fran immer dort hin?“
„Irgendjemand muss es ja machen.“
David seufzte traurig. Fran wusste, wie sehr er sich darauf gefreut hatte sie zu den Kursen zu begleiten und mit ihr das Kinderzimmer einzurichten. Sie drückte seine Hand.
David lächelte sie an und fragte: „Hast du endlich schon mal mit deinem Chef über den Mutterschaftsurlaub gesprochen?“
„Aber natürlich. Er meint, es ist kein Problem.“, antwortete Fran. „Ein halbes Jahr ist ja auch nicht so lange.“
David war entsetzt. „Du willst nach einem Jahr wieder arbeiten? Ich verdiene doch alleine genügend.“
„Es geht nicht ums Geld. Nur wenn du eine Frau willst, die sich nur um den Haushalt und die Kinder kümmert hast du dir wirklich die Falsche ausgesucht. Weil ich bin-.“
„Du bist eine Frau die etwas erleben will und nicht nur Daheim rumsitzt, ich weis. Aber ich weis nicht ob es so gut ist wenn man einfach ein Kind Fremden Leuten gibt, außer dem wenn man eines bekommt sollte man auch die Verantwortung dafür tragen und es selbst groß ziehen. Außerdem macht ein Kind viel Arbeit.“
„Ich weis David.“, antwortete Fran. „Du kannst ja Daheim bleiben und ich gehe Geldverdienen.“
„Ich habe aber ein höheres Einkommen und somit kannst du dir auch viel mehr Schuhe kaufen.“
David lächelte triumphierend .
„Gutes Argument Herr Anwalt. Dem Antrag wird stattgeben.“
„Richtige Entscheidung Ms Fine. Aber vielleicht sollten Sie es sich doch noch mal überlegen ob Sie nicht doch etwas länger Zuhause bleiben?“
„Ich werde mich zurück ziehen und darüber Nachdenken. Ich werde Sie umgehend über mein Urteil informieren.“
Fran und David lachten.
Vincent sagte: „Ihr verbringt eindeutig beide zuviel Zeit im Gericht.“
Fran und David schreckten leicht hoch. Sie hatten anscheinend vergessen, dass sie nicht alleine waren. Vincent blieb dies nicht verborgen und stand auf.
„Ich muss jetzt mal langsam Nachhause fahren. Bis morgen.“
Beide nickten zustimmend. „Wir sehen uns.“
Als Vincent aus der Tür war. Streckte Fran sich und rieb sich den Rücken.
David rat ihr: „Wenn du vielleicht bequemere Schuhe ohne einen Absatz, so schön deine auch sind, anziehen würdest, täte dir dein Rücken nicht so weh.“
„So lange meine geschwollenen Füße noch irgendwie rein quetschen kann. Kann mich keiner, nicht einmal du, davon abhalten diese Schuhe anzuziehen.“, antwortete Fran und gähnte. „Ich habe es satt schwanger zu sein.“
„Die drei Wochen überlebst du schon noch.“
„Das sagst du so einfach. Du liegst ja auch nicht stundenlang Nachts wach und musst es auch nicht erdulden, dass jeder an deinem Bauch rumfummelt und dir irgendwelche Ratschläge gibt. So wie als würde ich es nicht schaffen ein Kind groß zu ziehen. Das macht das ganze nicht einfacher, weil natürlich habe ich Angst irgendetwas falsch zu machen.“
„Du wirst bestimmt eine ganz tolle Mutter und wir bekommen das zusammen schon irgendwie hin, okay?“ David lächelte sie aufmunternd an. Fran nickte und fragte: „Was würde ich nur ohne dich machen?“
Sie küssten sich, bis David sagte: „Deine Genielogin ihr aus dem Krankenhaus hat mich besucht.“
„Und was wollte sie?“, fragte Fran und küsste ihn weiter.
David schob Fran etwas von sich weg. „Sie wollte, dass ich mit dir über etwas rede.“
„Über was sollst du mit mir reden?“, fragte Fran und setzte sich aufrecht hin.
„Sie hat mir erklärt, dass ein Kaiserschnitt besser für unser Baby wäre, wegen des Herzfehlers. Aber du willst unbedingt eine normale Geburt.“
„Das stimmt.“
„Aber meinst du nicht, ein Kaiserschnitt wäre sicherer für das Baby und auch für dich?“
„Ja schon. Aber David es ist ein wunder, dass sie soweit in Ordnung ist. Und ich kann dir versichern, es wird unser einziges Kind sein. Und da will ich es wenigstens ganz normal auf die Welt bringen, weil ich finde es gehört einfach dazu, im Leben einer Frau. Ich weis für dich hört sich das jetzt albern an, vielleicht ist es auch so. Aber...“ Fran suchte nach den richtigen Worten und fand sie nicht so recht. „Ich kann es dir nicht genau beschreiben, es ist irgendwie so ein Gefühl in mir drin, wie als wäre ich sonst keine ganze Frau, als wäre ich dann nicht vollständig, wenn ich diese Schmerzen nicht mal mitgemacht hätte.“
David schaute sie skeptisch an.
„Lass es mich bitte wenigstens versuchen, Liebling. Und sobald etwas nicht stimmt. Wird sofort ein Kaiserschnitt gemacht. Aber ich will wenigstens eine Chance haben oder ist das zuviel verlangt?“, Fran schaute David flehend an.
Dieser seufzte. „Du bist wirklich anstrengend und kompliziert.“
„Und du ein Kinderspiel?“
Fran grinste ihn an.

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11.06.2008 20:22
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-18. Kapitel-

Zwei Wochen später klingelte mitten in der Nacht Vincent Telefon, verschlafen nahm er ab: „Ja?“
„Vincent, du musst sofort herkommen. Die Wehen haben angefangen!“, sagte Fran aufgeregt.
Als Vincent immer noch verschlafen bei Fran ankam, stand diese vor dem Spiegel und trug ihr Make-up auf.
„Ich dachte, du hast Wehen!?“, fragte Vincent verwirrt.
„Ja, und wir können auch gleich los fahren.“
Da zuckte Fran zusammen, sie fuhr mit ihrer Hand über ihren Bauch. Hier Gesicht verkrampfte sich und der Lippenstift viel aus ihrer Hand, mit der sie sich auf einmal an das Waschbecken klammerte.
Vincent legte einen Arm um Fran. „Wir fahren auf der Stelle ins Krankenhaus!“
Fran nickte nur und lies sich von Vincent hinaus führen.
Solange Fran und das Baby noch untersucht wurden, lief Vincent hastig zu David. Vorsichtig rüttelte er hin wach.David fragte benommen: „Vincent? Was machst du denn hier?“
„Fran liegt in den Wehen.“
David war plötzlich hellwach: „Wo ist sie? Wie geht es ihr und dem Baby?“
„Gut, sie wird gerade untersucht.“
„Gut. Das ist gut.“
David atmete durch. Wirkte allerdings sehr angespannt. Leider war sein Blutdruck noch zu niedrig und somit durfte er noch nicht für einen längeren Zeitraum das Bett verlassen.
Vincent sagte: „Ich lasse es dich wissen, wenn es etwas neues gibt.“
„Okay.“
Vincent wollte schon wieder gehen, doch David rief: „Warte!“
Er blieb stehen und drehte sich wieder zu David um. Vincent schaute ihn fragend an.
David sagte: „Bitte pass auf, dass sie sich nicht zu viele Schmerz- und Beruhigungsmittel geben lässt und sag ihr, dass ich sie liebe und sie das schon schafft.“
„Mach ich.“
Mit einem lächeln auf dem Gesicht eilte Vincent zu Fran zurück. Als er in ihr Zimmer kam, trat er in eine Wasserpfütze.
„Was ist denn hier passiert?“
„Die Fruchtblase ist soeben geplatzt.“, erklärte Dr. Baily, Frans Ärztin, die gerade Gel von Frans Bauch abwischte.
An Fran gerichtet, erklärte sie:„Der Kopf von Ihrem Baby ist noch zu weit oben. Am besten gehen sie etwas herum, so senkt sich der Kopf. Es könnte aber auch sein, das der Kopf sich nicht so schnell weiter senkt.“
„Das bedeutet?“, fragte Vincent.
„Das die Wehen immer stärker werden und dann wäre das Beste ein Keiserschnitt. Weil sonst könnte das Baby auch Schäden davon tragen. Und Sie wissen, es ist in Ihrem Fall, Ms Fine besonderes riskant“ Dr. Bailey stand auf. „Aber jetzt gehen sie am besten erst einmal etwas herum und dann sehen wir weiter.“
Fran unterdrückte einen auf schrei. Dr. Bailey ging wieder. Vincent half Fran hoch.
Langsam gingen sie zu Davids Zimmer.
Als sie endlich dort angekommen waren, fragte David besorgt: „Wie fühlst du dich?“
„Bis auf das sich gerade ein Baby durch meinen Körper arbeitet – hervorragend.“
Fran hielt sich mit beiden Händen verbissen an dem Bett fest. Auf einmal kam eine weitere Wehe, doch diese war schmerzhafter als die anderen.
Sie schaute David an und keuchte: „Wegen dir habe ich jetzt solche schmerzen!“ Vincent stützte Fran, da sie anfing zu schwanken, bei dem Versuch sich wieder aufzurichten.
Vincent sagte zu ihr: „Komm wir gehen wieder zurück.“
Fran nickte.

Zwei Stunden später lag Fran immer noch auf dem Bett und presste. Der Schweiß lief ihr über das Gesicht. Vincent wischte ihn alle paar Minuten mit einem Tuch ab, während er mit der anderen Hand, Frans rechte Hand fest hielt. Dr. Bailey saß auch schon der Schweiß auf der Stirn. Ein Assistenzarzt war schon dabei einen OP zu organisieren. Da die Herztöne des Babys unregelmäßig wurden.
Fran schaute Vincent flehend an und schrie: „Mach dass es auf hört! Ich halte es nicht mehr aus!“
In diesem Moment sagte Dr. Bailey. „Ich kann das Köpfchen sehen, gleich haben Sie es geschafft, Fran. Bei der nächsten Wehe geben sie noch einmal alles – und pressen.“
Fran tat was sie wollte.
Vincent sagte: „Das machst du sehr gut Fran. Schön pressen.“
„Sag du mir nicht, was ich tun soll!“, fauchte Fran ihn an.
Dr. Bailey zu Fran: „Noch einmal pressen, dann ist es vorbei.“
Nur einen Augenblick später hörte der Schmerz auf und Fran hörte ein Baby schreien – nein, nicht irgend ein Baby, das von David und ihr.
Dr. Bailey sagte: „Es ist ein Mädchen.“
Fran lies sich keuchend auf das Kissen zurück sinken. Sie schloss die Augen und atmete durch, noch nie hatte sie sich so glücklich und erleichtert gefühlt.
Vincent küsste sie auf die Stirn und flüsterte: „Das hast du ganz toll gemacht. Ich bin stolz auf dich.“
Da kam Dr. Bailey zu ihr und sagte: „Schau mal da ist deine Mummy!“
Fran nahm das kleine rosa Bündel entgegen und flüsterte: „Hallo mein süßer Engel!“
Ihre Tochter streckte sich in ihren Armen aus und blinzelte sie von einem Auge heraus an.
Doch kurz darauf nahm Dr. Bailey Fran ihr Kind wieder ab. Da sie noch einige Untersuchungen machen musste. Fran fiel es schwer sich von ihrer Tochter zu trennen.
Eine Stunde später kam die Doktorin wieder und legte das Baby in Frans Armen, die es gar nicht mehr erwarten konnte David zu sehen.
Doch jetzt hörte sie erst einmal aufmerksam Dr. Bailey zu: „Sie ist 49 cm lang und 2870 g schwer. Wir haben auch ihr Herz Untersucht und es handelt sich um eine leichte Arterienverengung. Die wir in diesem Alter noch nicht operieren müssen, ich würde Ihnen allerdings raten dies zu beheben wenn sie mal 25 Jahre alt ist. Aber bis dahin ist noch genügend Zeit und auch dann ist es nicht notwenig aber ratsam. Und sonst müssen Sie ihr nur einmal täglich Medikamente geben und aufpassen, dass Sie sich körperlich nicht überanstrengt. Aber ich denke, das erkläre ich Ihnen erst in einem halben Jahr frühestens.“
Fran war erleichtert, aber um noch einmal ganz sicher zu gehen, fragte sie: „Aber sonst ist alles in Ordnung?“
„Ja, alles bestens. Und wegen der Arterienverengung müssen Sie sich keine Sorgen machen. Sie müssen bis jetzt auch nichts weiter machen, als ihr die Medikamente zu geben, was ich Ihnen noch erklären werde und dann alle Vierteljahre zu einer Vorsorgeuntersuchung zu kommen.“
„Okay.“
Fran wusste nicht, wie es jetzt noch schöner werden sollte. Außer vielleicht endlich zu David gehen!
Das konnte sie auch bald darauf tun. Mit Vincent und ihrer Tochter auf dem Arm ging sie zu Davids Zimmer, der noch nichts von seinem Vaterglück wusste. Als Fran endlich bei ihm war, setzte sie sich neben ihn in das Bett.
David streichelte die kleine Hand von seiner Tochter und strich ihr über die runde Wange: „Sie ist perfekt! Und sieht genauso aus wie du!“
„Die Augen und die Lippen hat sie aber von dir“, antwortete Fran lächelnd und küsste ihn.
Er fragte: „Oh mein Schatz, weist du eigentlich, wie sehr ich dich liebe?“
„Ich liebe dich auch! Was hältst du von dem Namen: Lauren Addison McLaren?“
„Ich finde, das ist eine wundervolle Idee.“ David küsste Fran. Beide konnten ihr Elternglück noch nicht richtig war haben. Vincent stand die ganze Zeit etwas fehl am Platz bei der Tür.
Fran sagte zu David: „Nimm du sie mal auf dem Arm.“
Nachdem David, Lauren noch ein wenig unbeholfen zu sich auf den Arm genommen hatte, schmiegte Fran sich an ihn und schlief kurz darauf mit einem lächeln auf dem Gesicht ein.

Mrs.McLaren
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25.06.2008 19:34
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-19. Kapitel-

Am nächsten Morgen wusste Fran zuerst nicht, was passiert war. Sie lag in einem Krankenhauszimmer. David saß neben ihrem Bett in einem Rollstuhl mit Lauren auf dem Arm und fütterte diese. Vincent stand angelehnt am Fenster und schaute ihm dabei zu.
Fran fragte überrascht: „Was macht ihr denn hier?“
Sie setzte sich auf.
„Wirklich nette Begrüßung“, antwortete Vincent.
David ermahnte ihn: „Vincent!“
Er drückte ihm das leere Fläschchen in die Hand.
Fran fragte: „Wie viel Uhr haben wir?“
„Dreizehn Uhr“, antwortete Vincent.
Sie gähnte. „Wie lange habe ich denn geschlafen?“
„Ganze 11 Stunden.“
Sie gähnte.
David streckte sich und kreiste seinen Kopf, sein Bruder fragte ihn: „Willst du dich hinlegen?“
Er nickte und gab Lauren Fran auf den Arm, dann hievte Vincent ihn hoch und setzte ihn neben Fran auf dem Bett ab.
„Ich werde dann mal gehen, ich muss noch arbeiten. Morgen früh hole ich dich dann ab“, sagte Vincent an Fran gerichtet. Fran hatte sich dafür entschieden nur einen Tag im Krankenhaus zu blieben, da sie Klinken hasste und nicht mehr Zeit als nötig darin verbringen möchte.
Fran seufzte: „Ich bin immer noch total erledigt.“ S
ie streichelte die Wange von Lauren, die darauf hin die Augen aufmachte und sie anschaute. „Hallo meine Kleine! Du süßes Baby!“
David fragte: „Weist du eigentlich was heute für ein Tag ist?“
Fran schaute ihn fragend an.
„Genau heute vor einem Jahr haben wir uns kennen gelernt.“
„Wirklich?“ David nickte.
„Wow. Da habe ich noch nicht gedacht, dass ich in einem Jahr so glücklich bin und ein Kind haben werde.“
„Denkst du etwa, ich habe das gedacht?“. Er lächelte und küsste Fran.


Einige Tage später besuchte Fran David wieder nur dieses mal hatte sie einen Kinderwagen und eine riesige Tasche auch noch dabei.
Fran wollte schon zu ihm ans Bett gehen, doch er sagte schnell: „Warte! Bleib stehen!
Fran tat dies, fragte aber unsicher: „Was hast du vor?“
David antwortete nicht, sondern setzte sich an die Bettkante. Und stand noch etwas mühselig auf und ging langsam und noch etwas wackelig zu ihr. Als er vor hier stand, fragte sie: „Warst du schon immer so groß?“
„Du bist nur kleiner geworden!“
Fran stieß ihm leicht in die Seite und umarmte ihn. „Ich bin stolz auf dich!“
Darauf küsste er Fran.
David fragte sie: „Warum warst du die Letzten zwei Tage nicht hier?“
„Ich hatte viel zu tun und habe es einfach nicht geschafft. Es ist schwer noch zu irgendetwas zu kommen, während Lauren schläft. Weil da möchte ich selbst am liebsten einfach nur schlafen. Außerdem habe ich mal angefangen aufzuräumen, damit du keinen Schock bekommst, wenn du wieder Nachhause darfst.“
„Dr. Miller hat gemeint, sobald ich ohne mich wo festzuhalten es über die Treppe bis zur Kantine schaffe, werde ich entlassen.“
„Und wie weit schaffst du es bis jetzt?“
„Mit großer Mühe die Hälfte.“, antwortete David leicht betrübt.
„Habe Geduld, Liebling. Das wird schon noch.“
David setzte sich auf einem Stuhl, an den kleinen Tisch. Gerade als Fran neben ihm Platz nehmen wollte, fing Lauren an zu schreien. Fran holten sie aus den Kinderwagen.
Sie sagte zu ihr: „Du kannst doch nicht schon wieder Hunger haben, du hast doch erst Zuhause ein Fläschchen leer getrunken!“
Als Fran feststellte, das ihre Windel noch trocken war, gab sie Lauren, vorsichtig David auf dem Arm. Sie kramte aus der großen Tasche ein Milchfläschchen und einen Flaschenwärmer hervor den sie auf den Tisch stellte und anschaltete, dann stellte sie dort das Fläschchen hinein und setzte sich wieder. Nach ein paar Minuten drückte sie David das Fläschchen in die Hand.
Dieser schaute dabei zu, wie Lauren trank und stellte fest: „Da hat jemand aber einen Riesenhunger!“
„Sie ist ein kleiner Vielfrass.“
David grinste Fran an. „Von wem sie das wohl hat!“
Fran ging nicht weiter darauf ein. Eigentlich wollte sie mit ihm über etwas reden.
Sie biss sich auf die Unterlippe und fragte vorsichtig: „David?“
„Ja?“, antwortete dieser, ohne sich von seiner Tochter abzuwenden, die er lächelnd an sah.
„Ich habe dir doch erzählt, dass ich mit Amy geredet habe.“
David sagte: „Ich erinnere mich.“ Er schaute sein Gegenüber an. „Wie kommst du jetzt darauf? Hat sie dir etwa noch irgendetwas banales erzählt?“
„David!“, fuhr Fran ihn an.
„Ja, in Ordnung. Tut mir Leid. – Also, was wolltest du sagen?“
„Amy muss dir etwas wichtiges über Sara erklären“
Fran glaubte, da es David nun - nachdem es ihm gesundheitlich wieder einigermaßen gut ging und Lauren auf der Welt war – er es verkraften würde.
David hakte nach: „Was muss Amy mir wichtiges über Sara erklären?“
„Das sollte sie dir besser selbst sagen. Sie kommt später vorbei, wenn es dir Recht ist.“
„Dann muss ich ihr wohl zuhören.“, seufzte er.
„Ja, musst du!“

Am späten Nachmittag kam Amy. Unsicher betrat sie das Zimmer. Fran und David schaute sie an, beide saßen immer noch zusammen an dem Tisch.
Fran begrüßte sie freundlich: „Hallo Amy.“ Sie stand auf. „Du kannst dich gerne hinsetzten, weil ich gehe mit Lauren mal runter in die Kantine und werde etwas essen."
David schaute sie geschockt und zugleich flehend an.
Fran küsste ihn und flüsterte in sein Ohr: „ Sei nett und gebe ihr wenigstens eine Chance, David!“
Sie nahm Lauren zu sich und verließ mit ihr im Kinderwagen Davids Zimmer. Dieser schaute ihr verdutzt hinter her.
Zum Ersten Mal, seit dem Sara tot ist, war er nicht mehr mit ihr alleine in einem Raum gewesen.
Sie setzte sich auf dem Stuhl. David schaute sie abwartend an, er hatte die Arme vor der Brust verschränkt.
„Saras Autounfall war gar kein Unfall.“
David lies die Arme sinken, obwohl er es schon ahnte, fragte er noch einmal nach: „Wie meinst du das?“
„Es war Selbstmord. Ich habe zuvor mit ihr geredet Ich habe nicht gewusst, dass sie es vor hat und es tut mir leid, dass ich dir erst nach so vielen Jahren davon erzähle, aber ich hatte Angst, dass du mir nicht glaubst. Sara wollte, dass ich dich mal glückliche mache, nur deswegen habe ich dich ständig so angemacht, auch wenn ich gewusst habe, dass es zwischen uns nie zu etwas kommt. Aber ich mache mir Vorwürfe, wegen Sara, ich denke immer, dass ich es verhindern hätte können. Und das wir mal mit einander geschlafen haben, tut mir auch wahnsinnig leid.“
„Es gehören immer zwei dazu.“, seufzte David und versuchte zu lächeln, dass Sara Selbstmord begangen haben soll, erschreckte ihn doch sehr. Nie hatte er nur Ansatzweise an so etwas absurdes gedacht.
Amy brach das peinliche Schweigen zwischen ihnen: „Ich freue mich für dich, dass du mit Fran so glücklich bist. Das ist schön und meinen Glückwunsch auch zu Lauren, sie ist wirklich süß.“, Amy nickte nachdenklich.
David antwortete stolz: „Danke.“
„Ich verlange ja gar nicht, dass wir wieder Freunde werden. Nur, dass du mich verstehst und mir verzeihst. Das wir vielleicht auch mal über das Wetter reden, wenn wir uns im Gericht begegnen, also wenn du nichts dagegen hast.“
David wusste nicht wieso, aber er glaubte Amy. Grinsend sagte er: „Ich hätte nichts dagegen, wenn wir es noch etwas weiter ausbauen, als bis zum Wetter.“
„Okay!“ Amy strahlte über das ganze Gesicht, man sah ihr die Erleichterung an.
David fragte plötzlich: „Was hältst du von Fran?“
Amy überraschte diese Frage, doch sie antwortete: „Sie ist nett und passt zu dir. Aber wieso fragst du mich das?“
„Du kennst mich schon so lange und ich wollte einfach jemanden Fragen, der mich gut kennt.“ David sah durch das kleine Fenster in der Tür, wie ein älteres Ehepaar Hand in Hand vorbei gingen.
„Ich will sie heiraten. Meinst du, sie sagt ja. Auch wenn ich ihr manches verschwiegen habe?“, David schaute Amy unsicher an.
„Fran hätte auch einfach weg laufen können und hätte noch einmal von vorne Anfangen können. Dann hätte sie keine Sorgen und Probleme gehabt. Obwohl sie seit Ende des letzten Jahres weis, dass du ihr vieles nicht erzählt hast – aus welchem Grund auch immer – hat sie sich für den schwierigen Weg entschieden, sie ist jeden Tag ,gleich nach der Arbeit zu dir ins Krankenhaus gefahren. Sie hat oft mit irgendwelchen Ärzten telefoniert und hat etliche Bücher über Komapatienten selbst während der Mittagspause gelesen.“, erklärte ihm Amy. „Sie hätte das alles nicht machen müssen, aber sie hat es.“
In diesem Augenblick kam Fran zurück. Amy und David schreckten hoch.
Amy stand auf und erklärte: „Ich habe heut noch einiges vor. Ich muss jetzt gehen.“
David sagte zu ihr: „Danke Amy, du weist schon für was.“
Amy lächelte. „Habe ich doch gerne gemacht.“
Schon war sie weg. Fran setzte sich auf den Stuhl.
„Ihr versteht euch ja plötzlich wieder so gut.“, sagte Fran grinsend.
David bemerkte ihren sarkastischen Unterton nicht und nickte glücklich.
Fran wurde wieder ernst: „Hat sie es dir erzählt?“
„Ja, hat sie.“, antwortete David nachdenklich.
Fran nahm seine Hand und erklärte: „Wenn du darüber reden möchtest, ich bin für dich da, okay?“
„Ich weis, aber es gibt nicht viel, was ich dazu zu sagen habe. Ich kann es auch nicht mehr ändern und Sara wird ihre Gründe dafür gehabt haben.“
David seufzte und schaute nachdenklich seine Tochter an, die im Kinderwagen schlief.
Fran rückte rutschte mit ihrem Stuhl zu David und küsste ihn auf die Wange. Darauf legte er einen Arm um Fran und drückte sie an sich.
David flüsterte in ihr Haar: „Ich bin so froh, dass ich dich habe!“

Mrs.McLaren
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09.07.2008 20:07
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-20. Kapitel-

Heute war der Tag, an dem David wieder mit nach Hause durfte. Fran betrat, mit dem Maxi-Cosi dabei, das Zimmer. Sie erinnerte sich daran, wie sie diese Tür zum ersten Mal geöffnet hatte und wie danach. Hoffentlich war es nun das letzte Mal! David schlief noch tief und fest. Leise stellte Fran, Lauren auf dem kleinen Tisch ab und weckte dann David auf: Zärtlich strich sie ihm durch das Haar. Fran freute sich richtig! Sie ging zu David an das Bett und küsste ihn. Verschlafen öffnete er die Augen und blinzelte Fran an, die ihn angrinste.
„Ich wünsche dir einen wunderschönen guten Morgen, mein Schatz!“
„Ich dir auch“, antwortete David verwirrt. „Was machst du so früh schon hier?“
„Du darfst heute wieder Nachhause.“
„Stimmt – ja richtig.“
David setzte sich auf und gähnte.
Fran schmiss ein paar Kleidungsstücke auf das Bett und sagte: „Zieh dir das an.“
Während David dies tat, trug Fran alle Sachen in dem Zimmer zusammen, die sich in den letzten Monaten angesammelt hatten.
David fragte: „War Dr. Miller schon da?“
„Nein, aber er wollte gleich kommen und die Entlassungspapiere mitbringen.“
Fran sortierte alles in einen Koffer ein, gerade als sie diesen zuklappte kam Dr. Miller herein. „Guten Morgen.“
„Morgen.“
Dr. Miller gab David ein Klemmbrett in die Hand und erklärte: „Ich sehe keinen Grund mehr, sie länger hier zu behalten. Sie müssten nur noch unterschreiben.“
David tat dies und gab Dr. Miller das Klemmbrett zurück. Der Doktor fuhr fort: „Es kann sein, dass sie Kreislaufprobleme bekommen, also dass es ihnen schwindelig oder übel wird, dann legen Sie sich einfach hin, falls es nicht besser wird, dann wissen Sie wo Sie mich finden. Und überanstrengen Sie sich nicht, ruhen Sie sich aus. Es hat einen Grund, warum Sie noch nicht Auto fahren und arbeiten dürfen. Gehen Sie einfach alles langsam an.“
„Aber natürlich.“
„Haben Sie noch Fragen?“, Dr. Miller schaute David und Fran fragend an, doch beide schüttelten mit dem Kopf.
„Gut, dann sehen wir uns in zwei Wochen wieder zur letzten Nachuntersuchung.“

Als sie zu dritt in der Wohnung ankamen schaute sich David um.
Fran fragte: „Und? Passt es einigermaßen?“
„Es war schon mal ordentlicher.“ David grinste Fran an.
„Du weist ja nicht wie es vor ein paar Tagen hier noch ausgesehen hat.“, antwortete Fran, während sie Lauren vorsichtig in die Wiege - die im Wohnzimmer stand – legte.
„Das will ich auch gar nicht wissen.“
Fran nahm David Hand und zog ihn hinter sich her: „Du hast dir noch gar nicht Laurens Zimmer angesehen.“
Sie führte ihn in ihr altes Arbeitszimmer.
Fran erklärte: „Wir haben mein Arbeitszeug einfach mit in dein Arbeitszimmer verlegt.“
„Wer ist wir?“
„Vincent und ich.“
David schaute sich um: Größtenteils war alles rosa und glitzernd Gold verziert. Bis auf die Möbel, diese waren weiß, hatten allerdings auch goldene Krönchen als Verzierung.“
„Was sagst du? Gefällst dir?“
Fran schaute ihn abwartend an.
„Es ist schön geworden, wirklich schön. Es ist nur so viel rosa.“
„Was hast du gegen rosa? Wir haben nun mal eine Tochter, also ist das Zimmer rosa, außerdem ist der Teppichboden nur blass rosa und ist schon mehr weiß.“, fügte Fran noch hinzu, als David den Teppichboden musterte.
„Ich habe nicht gesagt, dass ich was gegen rosa habe. Es war nur eine Feststellung. Es gefällt mir.“
„Wirklich?“
„Wirklich.“ David legte einen Arm um sie. „Besser hätte man es nicht machen können.“
Dabei schaute David argwöhnisch auf die rosa Wände. Doch Fran bemerkte dies nicht. Das Telefon klingelte und sogleich heilte Fran zu diesem. Während sie telefonierte, ging David weiter in das Schlafzimmer, hier sah es recht unordentlich aus, auf dem Boden lagen noch einige Kleidungsstücke von Fran. Seufzend hob David diese auf und legte sie ordentlich auf einen Sessel.
David wollte sich auf das Bett setzten, als er bemerkte, dass darauf ein kleines, lilafarbenes Buch lag. David nahm es zur Hand „Notizen“ stand auf dem Einband. Nun nahm auf er dem Bett Platz und schlug das Buch wahllos und begann zu lesen: „Heute war ich bei meiner Frauenärztin, sie hat mir mitgeteilt, dass es ein Mädchen wird. Sie sieht auf den Ultraschallbildern genauso aus wie du. Du würdest dich sicher darüber freuen. Ich wünschte du wärst jetzt hier. Ich vermisse-.“
David hatte das Buch wieder zu geklappt, denn Fran kam herein.
Fran fragte: „Was hast du da?“
Sie ging zu ihm und setzte sich neben ihn hin.
„Es lag da einfach so rum. Ich-.“, wollte David erklären, doch Fran unterbrach ihn: „Du kannst es behalten, ich wollte es dir sowieso schenken, als Willkommensgeschenk, wenn du schon keine Party willst. Ich bin nur nicht mehr dazu gekommen eine Schleife rum zu machen. Darin habe ich alles aufgeschrieben, was ich dir gerne erzählt hätte.“
„Danke, dass ist wirklich süß von dir.“
David lächelte sie an. Fran legte ihm sanft die Hand an die Schläfe, beugte sich zu ihm herüber und küsste ihn auf die Wange.
„Ich bin so froh, dass du wieder da bist!“
David verlor sich in Frans Augen. Fran beugte sich wieder zu ihm herüber. Diesmal küsste sie ihn auf den Mund. Ihre Körper berührten sich, zögernd zuerst, dann leidenschaftlich. Als Fran sich von David löste, lag ein verheißungsvolles Leuchten in ihren Augen.

Fran und David lagen eng an einander gekuschelt, in ihrem Bett, als es an der Tür klingelte. Fran schreckte hoch, schaute auf die Uhr und sprang auf. „Das wird Vincent mit dem Mittagessen sein, ich habe ihn total vergessen. – Schnell zieh dich an.“
Als sie angezogen waren öffnete Fran die Tür, Vincent fragte: „Warum hat denn das so lange -.“ Vincent brach ab und musterte die beiden grinsend. Man sah ihnen an, dass sie sich schnell angezogen hatten. Doch noch sagte er nichts und drückte Fran eine Tüte vom Chinesen in die Hand. Sie erklärte für David, der sie verwundert an schaute: „Am Dienstag Mittag essen Vincent und ich immer chinesisch.“
„Ach so.“, antwortete David. „Dann hole ich mal Teller.“
Als er weg war, fragte Vincent beiläufig, während er Fran zusah, die die Schachteln auf den Tisch stellte.: Und wie war es? So nach einem halben Jahr?“
Fran kannte Vincent sehr gut, deswegen sagte sie grinsend: „Viel besser als ich gedacht hätte!“
„Ach ja?“
„Ja.“
Beide kicherten zusammen. Doch als David wieder aus der Küche kam, verstummten sie.
David wollte etwas sagen, doch dann sah er die ganzen Papptüten auf den Tisch und fragte stattdessen: „Wer soll das alles essen?“
Vincent erklärte: „Wir nehmen immer mehr mit, man kann es morgen auch noch essen, dann müssen wir da wenigstens nichts bestellen.“
„Und dann gibt’s die ganze Woche nur Chinesisch?“
„Nur zwei, vielleicht auch drei mal in der Woche. Aber sonst gibt’s auch mal Pizza, Indisches oder eben irgendwas anderes. Hauptsache es schmeckt einigermaßen und man muss es nicht selber kochen.“, erklärte Fran und setzte sich wie die beiden Männer hin.
Gerade als sie fertig waren, fing Lauren an zu schreien.
David fragte: „Soll ich ein Fläschchen machen?“
Fran stand auf und sagte: „Das hört sich mehr danach an, als wäre der Schnuller mal wieder raus gefallen. Als Fran wieder am Esstisch war, wollte David gerade wieder das Geschirr in die Küche bringen, doch Fran nahm es ihm aus der Hand.
Ich mach das schon.
Fran rief aus der Küche heraus: „Vincent, hilfst du mir bitte beim abspülen, du kannst abtrocknen.“
„Mach ich.“
Schon eilte Vincent zu Fran. David schaute den beiden eine Weile zu, wie sie sich über irgendwas unterhielten. Er unterbrach die beiden: „Kann ich irgendwie helfen?“
Fran antwortete: „Du weist, was dein Arzt gesagt hat, du sollst dich schön ausruhen.

Am Abend lag David schon im Bett und las ein Buch, Fran kam aus dem Badezimmer heraus und legte sich neben ihn hin, sie holte aus ihrer Nachttischschublade die kleine, braune Tüte heraus in der die Sachen waren, die David bei dem Unfall bei sich getragen hatte.
Fran sagte: „Ich habe da was für dich.“ Sie gab die Tüte David. „Darin sind dein Geldbeutel, dein Handy und so.“
„Oh, schön.“
Fran wusste, dass er gerade an das Schächtelchen mit dem Ring dachte.
Sie beruhigte ihn: „Die kleine Schatulle ist auch mit drin und ich habe sie nie aufgemacht.“
„Gut, das ist gut.“, wich David aus und verstaute den Beutel in seiner Nachttischschublade.
Fran schaute David an. Er sah bedrückt aus, irgendetwas beschäftigte ihn. „Was hast du, David?“
„Nichts.“
Fran wusste, dass das „Nichts“ gelogen war.
„Jetzt sag schon, was bedrückt dich? Du kannst mit mir über alles reden..“
„Ich weis, aber ich wüsste nicht, über was ich mit dir reden soll. Es ist alles in Ordnung. Es war vielleicht nur ein bisschen zu viel für heute.“
Fran wachte am Morgen auf., doch David lag nicht neben ihr. Aber sie hörte seine Stimme aus dem Wohnzimmer. Sie stand auf und zog sich ihren Bademantel über.
David saß mit Lauren auf dem Arm im Wohnzimmer, er fütterte sie gerade.
Fran sagte: „Das musst du nicht machen, du hättest mich auch aufwecken können. Du solltest lieber schlafen.“
„Ich habe die letzten Monate geschlafen.“
„Ich will doch nur das Beste für dich, Liebling.“
„Das weis ich doch.“
Es klingelte an der Wohnungstür. David ahnte schon, wer es war und als Fran die Tür öffnete, bestätigte sich seine Vermutung – es war Vincent. Mit einer Windelpackung in der Hand.
Vincent erklärte: „Ich wollte nur schnell die Windeln vorbeibringen, dann musst du nicht selbst los und neue kaufen.“
Fran nahm sie entgegen. „Danke, Vincent.“

Mrs.McLaren
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23.07.2008 19:49
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-21. Kapitel-

In den nächsten Wochen, konnte David kaum Zeit alleine mit Fran und Lauren verbringen, wenn Vincent nicht gerade arbeiten musste, war er bei ihnen in der Wohnung. In der er sich benahm, als wäre es seine eigene. Überall lagen Vincent Sachen herum, er kaufte ein, half Fran dabei die Wohnung in Ordnung zu halten und ging mit ihr und Lauren spazieren und unternahm mit ihr noch so einiges. David durfte dabei nie mitgehen. Fran wollte, dass er Zuhause blieb und sich ausruhte. Natürlich passte David dies nicht und nur mürrisch nahm er es hin, wenn Fran ihm verbot zu kochen. Er wusste, dass sie es nur gut meinte doch dabei übertrieb Fran gewaltig. Doch David lies es über sich ergehen, da er aus Erfahrung streit mit Fran vermied. Auch Amy kam öfters vorbei um mit Fran zureden, beide waren mittlerweile gut befreundet.
Zwei Wochen lief dies nun schon so, doch heute unternahmen David, Fran und Lauren etwas zu dritt. Davids Nachuntersuchung im Krankenhaus stand an. Nachdem die Untersuchungen vorbei waren, warteten sie zu dritt in Dr. Millers Büro auf die Ergebnisse, dabei wechselten David und Fran kein Wort. Nach ein paar Minuten kam auch schon Dr. Miller.
Er nahm an seinem Schreibtisch Platz und begann so gleich: „Es hat sich nichts verändert Mr. McLaren, was natürlich hervorragend ist und somit können Sie in ein paar Wochen wieder Auto fahren und arbeiten gehen. Aber ruhen Sie sich in ihrer freien Zeit noch gut aus, so ein Neuanfang kann anstrengender sein, als Sie denken.“
„Aber natürlich.“
„Dann gäbe es noch einen Punkt, über den wir reden müssten.“
„Und welchen?“, fragte Fran
„Patienten, die nach einer so langen Zeit, wie Sie.“ Dr. Miller schaute David an. „Wieder aus dem Koma erwachen, haben oft Probleme sich wieder einzuleben und gerade bei Ihnen hat sich viel verändert, Ihr Bruder ist aufgetaucht, Ihre Freundin Ms Fine hat in den letzten Monaten sich wahrscheinlich auch weiter entwickelt und Sie haben jetzt zusammen eine Tochter. Bei solchen Umständen wäre es nicht unangebracht einen Therapeuten aufzusuchen und eine Paartherapie anzufangen.“
„So etwas brauchen wir nicht.“, antwortete Fran sofort und schnitt damit David das Wort ab.
Dr. Miller antwortete: „Es war nur ein Vorschlag, den ich all meinen Patienten gebe, die wieder aus dem Koma aufwachen und das sind nicht gerade viele.“
„Wir denken darüber nach.“, sagte David.
Fran schaute ihn fragend an, doch David ignorierte dies.

Am Abend lagen Fran und David zusammen im Bett. Vincent war heute mal wieder bis zum Abendessen geblieben, was aus der Pizza von dem Fastfood Restaurant um die Ecke bestand. David fragte beiläufig: „Was denkst du über eine Therapie?“
„Wieso sollten wir so einen Mist machen?“, fragte Fran genervt.
„Weil du anscheinend nicht bemerkst, dass wir ein paar Probleme haben.
„Du willst ja anscheinend zu einem Psychiater gehen,. Also bist du der jenige mit den Problemen. Und wenn du unbedingt reden willst können wir das bestimmt auch jetzt machen.“ Fran schaute ihn abwartend an.
„Vincent hat einen festen Platz in deinem Leben und nimmt dabei so viel ein, dass kein Platz für mich mehr bleibt.
„Vincent war eben in den letzten Monaten für mich da.“
„Soll das etwa ein Vorwurf sein?“
„Nein, aber du musst mich auch verstehen. Während du im Koma lagst, habe ich mir wahnsinnige Sorgen um dich gemacht. Und Vincent hat mir halt gegeben und jetzt da du wieder da bist, kann ich nicht einfach so von heute auf morgen Vincent vergessen und ich verstehe nicht, was für ein Problem du mit ihm hast.“
„Ich habe nicht direkt ein Problem mit Vincent, sondern damit, dass du lieber Zeit mit ihm verbringst, als mit mir. Es ist nicht einfach für mich, plötzlich in einem Krankenhaus aufzuwachen und zu erfahren, dass plötzlich 6 Monate herum sind. Du auf einmal hochschwanger bist und mich durch meinem Bruder ersetzt hast von dem ich nichts gewusst habe. Es hat sich einfach alles verändert und ich möchte einfach nur mehr Zeit mit dir verbringen.“
„Du bist eifersüchtig, auf Vincent?“ Fran funkelte ihn wütend an.
David antwortete nicht, nun wusste er, dass er irgendetwas falsches gesagt hatte.
„Ich war Tage lang im Krankenhaus gesessen und habe mir Nachts stundenlang Gedanken gemacht und habe mir sogar schon überlegt, ob ich wieder zurück nach Deutschland sollte.“, fuhr Fran ihn an und stand auf. „Aber nein, ich bin wann immer ich konnte ins Krankenhaus gefahren, damit du nicht alleine bist. Und wenn du denkst, dass ich da auch noch Zeit hätte einem anderen Mann auch nur hinterher zu schauen. Haben wir mehr als nur ein paar Probleme.“ Sie nahm ihr Kopfkissen und verlies Türknallend das Schlafzimmer. Wobei David zusammen zuckte. Am liebsten wäre er ihr hinterher gegangen, doch Fran war nun viel zu aufgebracht, dass es unmöglich war mit ihr zu reden.
David wachte auf, er lag alleine in dem Himmelbett. Was ihn nicht sehr verwunderte. Verschlafen stand er auf und zog sich an.
Im Wohnzimmer war nicht, wie er erwartete Fran, sondern dort saß Amy, die gerade eine Zeitschrift las.
David fragte verwirrt: „Amy, was machst du denn hier?“
„Hat dir Fran etwa nichts gesagt?“
„Was gesagt?“, fragte David und nahm in dem Sessel Platz.
„Sie hat mich heute morgen kurzfristig angerufen und wollte, dass ich auf Lauren solange aufpasse. Komisch, dass sie dir nicht bescheid gegeben hat.“
„Wir haben uns gestern gestritten.“ David seufzte.
Amy fragte: „Willst du über irgendetwas reden?“
„Liegt es an mir oder an ihr?“
„Wie meinst du das?“
„Ich denke oft, dass ich Fran nur im Weg stehe.“
„Gebe ihr etwas Zeit David, sie muss sich auch erst wieder daran gewöhnen, dass du da bist. Es ist für sie auch wieder eine neue Situation.“
David schaute Amy nachdenklich an, dann fragte er: „Was machst du heute Abend?“

Nach ein paar Stunden kam Fran wieder. David saß immer noch mit Amy im Wohnzimmer. Amy hatte zwischen durch Lauren mal das Fläschchen gegeben, jetzt lag diese neben dem Sofa in ihrer Wiege.
Fran schenkte keinen der dreien Beachtung und verschwand mit ihren Einkäufen in der Küche. David folgte ihr, Fran räumte gerade den Kühlschrank ein, ohne sich von diesem abzuwenden, sagte sie: „Ich habe vorhin mit Vincent geredet, er wird sich jetzt wieder mehr auf seine Arbeit konzentrieren. Und wenn du unbedingt eine Therapie machen willst, dann machen wir eben eine.“ Sie schaute ihn an und schloss den Kühlschrank.
„Ich habe nicht gesagt, dass ich eine Therapie machen will, ich habe dich nur gefragt, was du davon hältst. Und du warst nicht gerade begeistert davon. – Aber nachdem du erkannt hast, dass wir etwas ändern müssen. Verlange ich nicht von dir zu einem Therapeuten zu gehen; oder willst du jetzt unbedingt?“
Fran antwortete: „Eigentlich nicht.“ Und lächelte David an, sie deutete auf den Küchentisch, auf diesem stand eine weitere Einkaufstüte und fragte: „Hilfst du mir die restlichen Sachen einzuräumen?“
„Aber natürlich.“
Während sie dies taten, sagte David: „Es tut mir leid, dass ich auch nur in Erwägung gezogen haben, du könntest mit Vincent etwas gehabt haben.“
„Und mir tut leid, dass ich gestern so überreagiert habe.“
„Vergeben und vergessen.“
Es entstand ein peinliches Schweigen zwischen ihnen.
David brach es, indem er Fran anschaute und fragte: „Was hältst du davon, wenn wir heute Abend essen gehen.“
„Nur wir zwei? Wie stellst du dir das mit Lauren vor?“, fragte Fran und schaute ihn erwartungsvoll an.
„Amy würde auf sie aufpassen.“
„Dann habe ich nichts dagegen einzuwenden.“

Am Abend war David schon fertig, als es an der Tür klingelte. Er machte sie auf, vor ihm stand Amy. „Hallo David.“
„Hallo Amy, komm rein.“
Amy trat ein und musterte David. „Der Anzug steht dir.“
„Ich trage seit ,langem fast täglich einen Anzug.“
„In dem letzten halben Jahr hast du aber keinen getragen“, sie schaute sich um und fragte: „Wo ist Fran?“
„Im Bad seit-.“ David schaute auf seine Armbanduhr. „Seit zwei Stunden.“
Plötzlich kam Fran heraus, sie sah schöner aus denn je, fand David.
Er sagte lächelnd und vielleicht auch etwas stolz: „Du siehst umwerfend aus.“
„Danke. Du siehst aber auch nicht schlecht aus.
Als sie endlich draußen waren wollte Fran ihr Auto aufsperren, doch David hielt sie zurück. „Denkst du etwa, ich lasse dich fahren?“
„Wer soll denn sonst fahren? Du darfst noch nicht fahren.“
„Und ich lasse dich nicht fahren, wenn du was getrunken hast. Also nehmen wir ein Taxi, immerhin sind wir in New York.“
David winkte ein Taxi herbei.
Fran fragte grinsend: „Willst du etwa, dass etwas trinke.“
„Nicht mehr als du verträgst, Schatz.“, antwortete David und hielt ihr die Taxitür auf.

Nachdem sie gegessen und getanzt hatten. Stiegen sie wieder in ein Taxi ein. Fran ahnte, dass noch etwas kam. Da überraschte sie es nicht, dass sie nicht Nachhause fuhren, sondern in die Gegengesetzte Richtung, nach Brooklyn.
Fran fragte David: „Wo fahren wir genau hin?“
„Lass dich überraschen.“
Am Ende stiegen sie neben der Brooklynbridge aus, auf einer verlassenen Straße. Von hier hatte man eine fantastische Aussicht über den East River, dessen Wasser sanft dahin floss und auf die Skyline von New York.. Fran ging bis vor zur Brüstung und schaute zu dem Vollmond hoch, der über Manhattan leuchtete. Fran war wie verzaubert von dem atemberaubenden Ausblick.
David trat neben ihr und fragte: „Gefällt es dir hier?“
„Es ist traumhaft schön.“
Fran küsste David leidenschaftlich. Dieser löste sich nach einem längeren Augenblick wieder von ihr und sagte lächelnd: „Warte.“
David kniete sich vor ihr nieder und sagte: „Ich weis, wir sind noch weit davon entfernt wieder eine normale Beziehung zu führen. Aber-.“ Er zog aus seinem Jackett das kleine Kästchen heraus, welches Fran schon so oft in den Händen gehalten hatte und sich dazu gezwungen hatte es nicht zu öffnen. David holte einen Ringe daraus und nahm Frans Hand. „Willst du mich zu deinem Mann nehmen?“ Er steckte ihr den Ring an den Ringfinger und schaute Fran abwartend an.
„Ja.“, antwortete diese überglücklich und ging zu David in die Hocke um ihn zu küssen.
Fran schaute sich den Ring an, er war schlicht mit einem weißen Diamanten.
Fran sagte: „Er ist wunderschön.“
„Ich weis eben was dir gefällt.“
Sie küssten sich wieder. Bis Fran aufstand und sagte: „Wir sollten langsam gehen. Amy wird sich schon fragen, wo wir bleiben.“
„Okay. Davor musst du mir aber hoch helfen.“
Lachend nahm Fran seine Hand und zog ihn hoch.

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