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Dieses Thema hat 36 Antworten
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Mrs.McLaren
Moderator

Beiträge: 2.962

PM Schreiben

02.08.2008 20:43
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-22. Kapitel-

Fran war auf dem Weg mit dem Auto zum Supermarkt. David wollte heute Abend kochen. Deswegen ging Fran einkaufen, während er Zuhause auf Lauren aufpasste.
Fran war fast am Ziel. Mit der rechten Hand hielt sie das Lenkrad fest und mit der anderen kramte sie in ihrer Tasche nach dem Puder. Nur kurz schaute sie in die Tasche, doch dieser Augenblick reichte schon, als Fran aufsah, erschrak sie. Ein Auto fuhr genau auf sie zu, sie war auf die falsche Spur gekommen. Sie versuchte noch zu bremsen – doch zu spät. Die beiden Autos prallten mit voller Wucht zusammen, sodass Fran vor gegen das Lenkrad knallte. Ein unerträglicher Schmerz fuhr durch ihren Körper, dann wurde ihr schwarz vor Augen.


Als Fran wieder zu sich kam sah sie alles verschwommen, ihr tat alles weh und über am Gesicht lief ihr eine Rinnsale Blut. Sie hörte eine Sirene von einem Krankenwagen, sie öffnet die Augen sie hatte eine Beatmungsmaske auf. Noch nie in ihrem Leben hatte sie so große Schmerzen am ganzen Körper.
Man nahm ihr die Maske ab, einer der vielen Notärzte fragte:
„Können sie mich hören?“
Fran wollte antworte, doch dabei musste sie Blut spucken, erst jetzt fiel ihr auf, dass sie in ihrem Auto eingeklemmt war. Das Blech drückte ihr sogar noch an die Brust. Der Sanitär redete beruhigend auf sie ein: „Wir bekommen sie da schon wieder heraus. Können Sie mir ihren Namen sagen, Ms?“
„Fran Fine“, keuchte diese.
„Soll ich jemanden für Sie anrufen?“
Fran schloss die Augen und sagte mit großer Mühe: „Meinen Verlobten, David McLaren.“ Sie murmelte die Telefonnummer bevor man ihr wieder die Maske aufsetzte. Fran konnte nicht mehr klar denken, jeder Atemzug tat weh in der Lunge. Sie nahm nichts mehr um sich herum war, nur noch Schmerzen. Sie wollte schreien, es solle aufhören. Doch dazu war sie zu schwach.

Zur selben Zeit nahm David das Telefon ab. Während er dem Mann am anderen Ende zuhörte setzte er sich langsam hin. Als er auflegte, wählte er hektisch Vincents Nummer. Welcher darauf hin sofort kam und David mit Lauren zu der Unfallstelle fuhr.
Um die Unfallstelle hatte sich eine kleine Menschenmenge versammelt, die aufgeregt mit einander tuschelte. Vincent blieb mit Lauren beim Auto stehen, während David sich durch die Menschen bis zur Absperrung vor quetschte. Zwischen den Krankenwagen, Feuerwehrautos und Polizeiwagen, sowie dessen Insassen; konnte David zwei Autos erspähen, wenn man diese als solche noch bezeichnen konnte. Ein Sanitäter lief an David vorbei.
David rief: „Warten Sie, ich bin David McLaren. Man hat mich angerufen.“
„Sie sind der Verlobte von Fran?“
Der Sanitäter musterte David ungläubig. David war mittlerweile schon daran gewöhnt.
„Ja, der bin ich. Wie geht es ihr? Ist sie schwer verletzt? Wieso holen Sie, sie nicht einfach aus dem Auto heraus?“
„Wir können jetzt noch nicht genau sagen, was für Verletzungen sie hat. Das können wir erst im Krankenhaus feststellen. Im Moment tun wir unser bestes, sie heil aus dem Auto heraus zu bekommen.“
„Aber sie wird es doch überleben oder?“
„Das kann ich Ihnen nicht versprechen, Sir.“
„Kann ich zur ihr?“, fragte David.
„Tut mir leid, aber das ist nicht möglich. Sie müssen hinter der Absperrung bleiben.“, erklärte der Sanitäter. „Aber sie können dann mit dem Krankenwagen in die Klink fahren.“
„Okay.“
Kurz darauf sah David, wie Fran aus dem Auto gezogen und mit einer Trage in den Krankenwagen gebracht wurde. David hatte nicht gedacht, dass sie so schlimm aussehen würde: Sie war Blutverschmiert, ein Eisenstück steckte in ihrem Bauch und ihr linkes Bein war unnatürlich verdreht und an der Wade sah es so aus, als würde der Knochen gleich durch ihre zarte Haut brechen. Neben diesen Verletzungen waren die ganzen Schnittverletzungen die sich über ihren ganzen Körper verteilten nichts. David konnte nur erahnen, was für schmerzen Fran hatte. David wünschte sich nichts mehr, als an Frans stelle zu sein, es war so ungerecht. Warum musste ihr das unbedingt passieren?

Auf dem Weg ins Krankenhaus rief David Jake an. Der kurz nach ihm mit Vincent und Lauren, welcher mit dem Auto gefahren ist eintraf. David lief im Wartezimmer auf und ab, während Vincent Lauren auf dem Arm hielt, die ihn aufmerksam musterte. Jake fragte, David: „Wie geht es ihr?“ Dieser schaute ihn abwesend an, darum erklärte Vincent: „Bis jetzt konnte keiner der Ärzte etwas genaues sagen, sie wird noch untersucht.“
Ein Arzt kam zu ihnen und fragte: „Gehören Sie zu Fran Fine?“
Alle nickten.
David ging zu ihm: „Wie geht es ihr?“
„Sind Sie ihr Vater?“
„Nein, ihr Verlobter“, seufzte David.
„Entschuldigung. Ich darf diese Informationen nur an Verwandte weiter geben.“
Jake rief sofort: „Ich bin ihr Vater!“
„Dann kommen Sie bitte mit“, antwortete der Arzt und setzte sich in Bewegung.
Jake winkte David zu sich. Beide folgten dem Arzt in ein kleines Zimmer, er henkte ein Röntgenbild an die Lichtwand.
Darauf war ein total zersplitterter Knochen zu sehen. David betete das der Arzt einen Fehler gemacht hat und dies nicht die Röntgenaufnahme von Fran war.
Der Arzt erklärte: „Wie Sie sehen können, ist der Knochen durch gebrochen, dabei ist ein Stück total zersplittert. Ich will offen mit Ihnen reden.“
„Natürlich“, murmelte David.
Jake nickte stumm.
„Ich kann ihnen nicht versichern, dass wir das Bein nicht amputieren müssen, die Auswirkungen sehen wir erst, wenn es offen ist. Vielleicht können wir aber auch den zersplitterten Teil durch einen künstlichen Teil ersetzen, dabei besteht allerdings das Risiko, dass das Bein danach gelähmt ist. Das Bein ist aber noch unsere geringste Sorge.“ Er holte kurz Luft. „Ihr Lunge ist wie wir schon vermutet hatten zerquetscht, wir müssen den defekten Teil entfernen, es kann passieren, dass Sie nie mehr selbst ständig atmen kann, wenn der zerstörte Teil zu groß ist was bedeutet sie wird zu einem Pflegefall. Hinzu kommt, dass wir noch nicht wissen welche innere Verletzungen das Eisenstück in ihrem Bauchraum verursacht hat. Hinzu kommt eine leichte Gehirnerschütterung, die dadurch entstanden ist, dass der Airback bei dem auf prall sich nicht geöffnet hat. Es wird natürlich von der Polizei noch überprüft wieso dies nicht geschehen ist. Aber dies ist ein kleineres Problem. Ein schwerwiegenderes könnte sein, dass die Wirbelsäule betroffen ist durch die Eisenstange. Die Folgen davon wären fatal.“
Der Arzt gab den beiden Männer kurz Zeit, um diese Informationen sacken zu lassen. Dann fuhr er fort: „Sie wird gerade für die Operation vorbereitet, ich und mein Team werden unser bestes geben.“
Im Wartezimmer starte David gedankenversunken aus dem Fenster und Jake lenkte sich mit seiner Enkeltochter ab, die er zum ersten mal sah. Vincent starte derweil auf seine Schuhe.
Nach einer Stunde setzte sich David wieder hin und tat das gleiche wie sein Bruder.
Sunden lang saßen sie da und keiner sagte ein Wort, bis wieder der Arzt herein kam.
„Mr Dandrige?“
„Ja?“ Er stand auf, David tat dies ebenfalls und schaute den Arzt abwartend an.
„Ihre Tochter hat die Operation gut überstanden, ich kann ihnen nichts versprechen, aber die Chancen stehen gut, dass sie wieder ganz gesund wird. Wir mussten ihr Nur einen Teil des Darms entfernen und einen kleineren Teil des linken Lungenflügels. Und ihr Bein haben wir auch wieder hin bekommen, wir sind guter Dinge, dass sie es bald wieder bewegen kann.“
David atmete tief durch: „Gott sei Dank!“
Man sah ihm die Erleichterung an, ebenso Jake und Vincent.
„Sie können jetzt alleine für ein paar Minuten zu ihr. Sie liegt auf der Intensivstation.“
Jake schaute David an und sagte: „Du solltest zu ihr.“
„Danke.“, antwortete David und folgte dem Arzt dieser erklärte: „Wir haben ihr starke Schmerzmittel und eine Beruhigungsspritze gegeben. Dadurch und durch die Narkose ist sie etwas benommen. Sie braucht ruhe und sollte am besten schlafen.“
„In Ordnung.“
Der Arzt zeigte in ein Zimmer.
David ging hinein, Frag an der Wand in einem Bett. Ihr linkes Bein war in einem schwarzen Umschlag gepackt und etwas höher gelegt. Vorsichtig trat David ans Bett. Sie hatte die Augen geschlossen. Sie war blass und wirkte zerbrechlich. David traute sich kaum sie anzufassen, aus Angst sie zu verletzen. Zärtlich streichelte er ihre Wange. Fran öffnete die Augen und blinzelte mit noch halb geschlossenen Augen sah sie sich um, als sie David erkannte lächelte sie schwach.
David flüsterte: „Ich bin bei dir.“
Fran drückte schwach seine Hand und keuchte: „Wo ist Lauren?“
„Bei Vincent und Jake draußen im Wartezimmer. Es sind alle da.“
Fran nickte kaum merklich.
„Versuch zu schlafen. Ich bleibe bei dir.“ David wusste nicht, ob sie es noch gehört hatte, denn ihre Augen sind wieder zugefallen.

Mrs.McLaren
Moderator

Beiträge: 2.962

PM Schreiben

12.08.2008 20:18
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-23. Kapitel-

David war am Ende seiner Kräfte. Nachts bekam er kaum noch schlaf, da Lauren nicht aufhörte zu schreien, egal was er versuchte. Was ihn zunehmend deprimierte, denn Fran schaffte es immer sie zu beruhigen. Doch diese war im Moment nicht da, sondern noch im Krankenhaus. Somit musste David sich alleine um Lauren kümmern. Langsam bezweifelte er ein guter Vater zu sein. Hinzu kam auch noch der Haushalt. Womit er zunehmend überfordert war.
Gerade als David auf dem Sofa einnickte,, nachdem auch Lauren endlich schlief, klingelte es an der Tür. Langsam stand er auf und öffnete die Tür. Vor ihm stand eine junge, hübsche Frau, die ihn unsicher anlächelte.
Sie stotterte: „Tut mir leid, ich habe mich anscheinend an der Tür geirrt.“
Die Frau wollte sich schon wieder abwenden, doch David fragte freundlich: „Zu wem wollen Sie denn? Vielleicht kann ich Ihnen helfen.“
„Ich will zu Fran Fine. Man hat mir gesagt, sie würde hier wohnen, doch anscheinend tut sie dies nicht mehr.“
„Oh doch, Fran wohnt hier. Sind Sie eine Freundin von ihr aus Deutschland?“
„Nein, ich bin ihre Schwester, Natalie Müllner. Und Sie sind?“
David hatte nicht damit gerechnet, dass dies Frans Schwester war. Fran hat immer nur erzählt, wie schrecklich sie sei und dass sie ihre Schwester hassen würde. Doch auf David machte sie einen recht sympathischen Eindruck.
Er schüttelte ihre Hand und erklärte: „David McLaren, Frans Freund.“
„Oh, ihr Freund.“
Natalie lächelte übertrieben und musterte David, dieser wusste, dass sie sich fragte wie alt er wohl sei. Doch laut sprach sie dies nicht aus, stattdessen trug sie ihr Anliegen vor: „Ich muss dringend mit Fran reden, ist sie da?“
„Fran liegt zur Zeit im Krankenhaus. Sie hatte einen schweren Autounfall. Ist aber schon wieder auf dem Weg der Besserung. Sie ist nur noch sehr angeschlagen von der Operation. Wollen Sie herein kommen?“
„Gerne.“
Erst als Natalie über der Türschwelle war, fiel David der riesige Koffer auf, den sie hinter sich her zog.
David wusste, Fran würde sich kein bisschen darüber freuen ihre Schwester zu sehen. Doch er glaubte Natalie, dass sie unbedingt mit Fran reden will. Denn auf ihn wirkte sie sehr nervös und verunsichert.
„Ich wollte eben zu Fran fahren.“, log er. „Sie können gerne mit kommen.“
Natalie antwortete: „Das wäre nett, kann ich meinen Koffer vielleicht hier lassen?“
„Aber natürlich.“
David lächelte sie an, worauf Natalie schüchtern zurück lächelte. Doch schon wendete sie sich wieder von ihm ab und schaute sich um, als sie die Wiege entdeckte, fragte sie überrascht: „Sie und Fran haben ein Kind?“
„Ja, eine Tochter, sie ist 10 Wochen alt.“, erklärte David stolz.
„Meinen Glückwunsch.“
„Danke.“

Im Krankenhaus lag Fran gelangweilt in ihrem Bett und blätterte eine Zeitschrift durch. Als David mit dem Kinderwagen das Zimmer betrat, strahlte sie über das ganze Gesicht. Doch dann entdeckte sie Natalie und sofort verdüsterte sich ihre Miene, Fran schaute David an und fragte im scharfen Ton: „Was will sie hier? Wieso bringst du sie hier her?“
Natalie antwortete: „Ich muss unbedingt mit dir reden Fran.“
Fran dachte: Was wollte sie? Hatte ihre Mutter sie geschickt?
„Ich lass euch zwei lieber mal alleine.“, sagte David.
Fran wollte etwas dagegen ein wenden, doch schon war er verschwunden. Sie schaute ihre Schwester hasserfüllt an.
Natalie verließ langsam der Mut, trotzdem verzichtete sie auf den Smalltalk und kam gleich zur Sache: „Ich hatte im letzten Winter eine Grippe und konnte mich somit mal nicht um die Kinder kümmern. Darauf hin hat Mum Philipp dazu gedrängt die Scheidung einzureichen und vor Gericht das alleinige Sorgerecht beanspruchen sollte, da ich die Kinder angeblich nicht richtig erziehen könne und sie vernachlässige. Natürlich war der Richter Jude und somit ein Freund von Mum und somit wurde Philipp das alleinige Sorgerecht übertragen. Und weil wir einen Ehevertrag abgeschlossen haben, wieder weil Mum es so wollte. Habe ich nichts bekommen, außer die Kleider in meinem Schrank, was nicht gerade viel sind. Ich habe nicht gewusst, wo ich hin soll, weil Freunde oder so etwas habe ich nicht und deswegen bin ich mit meinem letzten Geld zu dir geflogen, da ich gedacht habe, dass du mich von allen Menschen auf dieser Welt am wenigstens verabscheust.“
Natalie stiegen Tränen in die Augen. Fran empfand plötzlich großes Mitleid mit ihrer kleinen Schwester, sie ahnte was sie alles durch gemacht hatte. Fran konnte sich nicht einmal im Traum vorstellen Lauren oder David jemals zu verlieren.
Mit sanfter Stimme sagte Fran: „Ich verabscheue dich nicht.“ Sie lächelte ihre Schwester aufmunternd an, was sie noch nie zuvor getan hatte.
Natalie gestand: Ich habe dich immer bewundert, Fran. Du hast es geschafft dich Mum zu wiedersetzten und ein glückliches Leben zu führen. Denkst du etwa, ich bin freiwillig immer mit in den Tempel gegangen, habe getan was Mum wollte und am Ende auch noch einen Mann geheiratet den ich nicht liebe? Jeden verdammten Tag habe ich den Haushalt gemacht und auf die Kinder aufgepasst, während Phillip sich vergnügt hat.“, sie schluchzte laut auf. „Ich wollte das alles gar nicht, ich hatte nur nie den Mut dazu mich dagegen zu wehren, so wie du.“
Fran hatte ein schlechtes Gefühl, weil sie nie versucht hatte sich in Natalies Lage zu versetzten. Wie naiv war sie, dass sie geglaubt hatte, Natalie sei wirklich so verrückt?
Natalie lies sich von Fran wie ein kleines Kind in den Arm nehmen. Noch nie waren sich die beiden Schwestern so nahe gewesen.
Als sich Natalie wieder beruhigt hatte, setzte diese sich auf den Stuhl vor Frans Bett und erklärte: „Ich will einfach nur noch mal von vorne Anfang und zwar hier. Ich will nicht mehr zurück nach Deutschland und erst recht nicht zu Mum.“
Fran drückte ihre Hand: „Ich werde dir so gut ich kann bei deinem Neuanfang helfen.“
„Danke. Ich habe keine Ahnung davon, was ich machen muss. Das Einzige bei dem ich mich auskenne sind Kinder und Hausarbeit.“
„Zuerst sollten wir deine Kinder zurück holen. Mich wundert, dass dein Anwalt nicht in Berufung gegangen ist, sonst hättest du deine Kinder schon längst wieder.“
„Von Berufung hat meine Anwältin nie etwas erzählt.“, sie seufzte. „Ich hasse Anwälte.“
In diesem Moment kam David wieder zurück.
„Sollte ich besser wieder gehen?“, fragte er.
Natalie drehte sich erschrocken um und stammelte: „Tut mir leid, ich habe nicht gewusst, dass Sie Anwalt sind.“
David beruhigte sie: „Ist schon in Ordnung.“
Fran schaute David an: „Du kannst meiner Schwester bestimmt einen Anwalt empfehlen, der ihre Kinder ihr zurück holt.“ Fran genoss es „meine Schwester“ zu sagen, dabei durchströmte sie ein warmes Gefühl, zum ersten mal war sie glücklich darüber eine zu haben.



In den nächsten Wochen half David, Natalie dabei eine Einwanderungsgenehmigung für sie und ihre 4 Kinder zu bekommen. Die Kinder waren schneller als gewöhnlich wieder unter der Obhut ihrer Mutter die nun über das vollständige Sorgerecht verfügte, nachdem David Gebrauch von ein paar Beziehung machte. So lebte Natalie mit den Kindern vorerst in der Wohnung neben der von David, Fran und Lauren.

Kurz nachdem dies geschehen war, durfte Fran auch wieder Nachhause zu ihren Lieben. Worüber David sehr erleichtert war, schon alleine deswegen, weil er nicht mehr jedes mal aufstehen musste, wenn Lauren etwas brauchte. Doch davon erzählte er Fran natürlich nichts.
An Frans ersten Abend wieder Zuhause waren sie und David zusammengekuschelt auf dem Sofa mit einen Glas Rotwein in der Hand, im Hintergrund lief romantsche Musik.
David fragte: „Warst du schon mal in Los Angeles?“
„Leider noch nicht. Ist aber sicherlich eine schöne Stadt.“, antwortete Fran und gähnte herzhaft.
„Ja, das ist sie. Was hältst du davon, wenn wir nächstes Jahr im Frühjahr dort Urlaub machen?“
„Wieso?“
Fran setzte sich auf und schaute David fragend an.
Dieser erklärte: „Die vom Jugendamt haben Vincents Akte wieder gefunden und in dieser ist die Adresse unserer Eltern angegeben. Natürlich kann sich die Anschrift in den letzten Jahrzehnten geändert haben, aber ein Versuch wäre es wert. Vincent will nicht mitfliegen. Er meint, es wäre bessern, wenn ich mir das ganze erst einmal alleine ansehe. Aber nachdem ich dich ja kenne und du mich bestimmt nicht alleine nach LA lässt.“
„Ganz genau.“, Fran grinste.
„Habe ich mir gedacht, wir machen daraus einen Familienurlaub für zwei, drei Wochen. Und ganz nebenbei können wir uns mal das Haus oder die Wohnung ansehen.“ Davids Augen strahlten. „Und was sagst du dazu?“
„Die Idee ist so genial, die könnte von mir sein.“, lachte Fran.

Mrs.McLaren
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18.08.2008 20:12
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-24. Kapitel-

Fran, David und Lauren waren gestern Abend in L.A. angekommen. Am nächsten Morgen machten sie sich schon auf um der Adresse nachzugehen. Fran merkte während der Taxifahrt, wie angespannt und nervös David war. Lange fuhren sie mit dem Taxi durch L.A., bis sie irgendwann in einem ärmeren Stadtteil angelangten. Auf den Gehsteigen sammelte sich Müll an in dem Leute nach essen suchten. Die Häuser zerfielen schon langsam und Graffitis zierten ihre Wände. Am Ende stiegen sie vor einem großen Wohnhaus von dem schon ein paar Fenster fehlten, was für diese Gegend nicht ungewöhnlich war.
David musterte das Haus ganz genau, er fragte: "Was soll ich sagen, wenn Ellen wirklich hier wohnt? Ich weis ja nicht, wieso sie Vincent und mich zur Adoption frei gegeben hat."
Fran setzte Lauren gerade in ihren Buggy. "Du wirst es nie erfahren, solange du hier rum stehst." Fran lächelte David aufmunternd an. "Wir schaffen das schon. Aber jetzt schauen wir erst mal nach, ob sie hier noch wohnt."
"In Ordnung."
David schaute sich die klingeln genau an. Die Schriften waren schwer zu entziffern. Doch Fran entdeckte ein Klingelschildchen auf dem der Name "Ellen Madison" stand.
"David hier.", Fran deutete auf das Schild.
David zögerte bevor er den Knopf drückte. Unsicher schaute er die Holztür an, so wie es aussah wurde sie schon mal gewaltvoll aufgebrochen.
Nach ein paar Minuten sagte Fran: "Vielleicht funktioniert die Klingel nicht mehr, würde mich nicht wundern. Wir können ja rein gehen und es an der Wohnungstür versuchen."
David nickte nur und hielt Fran die Tür auf. In dem Haus gab es keinen Aufzug, was ebenfalls nicht wunderlich war. Somit mussten Fran und David den Kinderwagen mit Lauren bis hoch in den dritten Stock tragen. Im inneren des Hauses sah es nicht besser aus, als auf der Straße, ein Teil des Treppengeländers fehlte und das Treppenhaus sah aus, als hätte es noch nie einen Putzlappen gesehen. In den Wohnungen sah es auch nicht besser aus, bei denen keine Tür mehr vorhanden war, somit konnten David und Fran einige Blicke erhaschen. Aus einigen roch es sehr streng und Kartons und andere Sachen flogen herum. Der Zustand war einfach katastrophal. Endlich im dritten Stock angekommen, wurde auch Fran etwas mulmig zumute.
David räusperte sich und klopfte. Schon waren Schritte aus der Wohnung zu hören.
Eine freundliche, weibliche Stimme fragte: "Wer ist da?"
"David McLaren. Sind Sie Ellen Madison?", fragte David um noch ganz sicher zu sein.
"Ja, die bin ich. Sagten Sie, David McLaren."
"Ja." David kam sich langsam blöd vor gegen eine Tür zu reden. Und gleichzeitig merkte er, wie sein Herz immer schneller schlug und die Aufregung in ihm wuchs. Doch endlich öffnete sich die Tür und Ellen stand vor ihm, sie hatte Tränen in den Augen und lächelte. Einen Moment später fiel sie David um den Hals. David fiel ein Stein vom Herzen, dass sie sich offensichtlich freute ihn zu sehen. Es war ein komisches Gefühl für ihn eine fremde Frau im Arm zu halten, die seine Mutter war. Doch über die er gar nichts wusste, doch dies würde sich hoffentlich schnell ändern. Ellen wischte sich die Tränen ab und musterte ihren Sohn.
Fran kam sich etwas fehl am Platz vor. Ellen schaute Fran an.
David erklärte: "Das ist meine Verlobte, Fran Fine."
Diese schüttelte herzlich Ellens Hand. "Hallo."
"Und das ist unsere Tochter Lauren.", David zeigte auf diese.
"Die ist ja niedlich.", sagte Ellen entzügt. "Wie alt ist sie denn?"
Fran antwortete: "10 Monate."
Ellen öffnete weiter ihre Wohnungstür und bot an: "Kommt doch herein."
David und Fran taten dies. Die Wohnung war sehr klein und nur mit dem nötigsten eingerichtet, doch aufgeräumt und gemütlich. Ellen führte die kleine Familie ins Wohnzimmer. Dort nahmen Fran und David auf einem kleinen Sofa Platz, Fran nahm Lauren zu sich auf den Schoss und ihr ein kleines Kinderbuch in die Hand, damit sie beschäftigt war.
"Was möchtet ihr denn trinken?"
David antwortete: "Wasser."
"Für mich das Selbe."
Ellen verschwand in der Küche, die eigentlich mehr einer Nische glich. Als sie wieder zurück kam und das Wasser verteilt hatte, setzte sie sich auf den Sessel gegenüber von dem Sofa.
"So wie ihr ausseht, wohnt ihr nicht in diesem Viertel, zum Glück.", stellte Ellen fest, als ihr auffiel wie gut gekleidet Fran und David waren.
Er antwortete: "Wir wohnen New York, Manhattan."
Eine peinliche Stille entstand. David brannte darauf alles zu erfahren, doch er traute sich nicht - musste er sich eingestehen - zu fragen. Ellen ging es anscheinend ganz ähnlich, da sie nervös an ihrem Glas in der Hand herum spielte.
Doch dann sagte sie stotternd: "Ich weis nicht genau wie ich dich darauf ansprechen soll, aber weist du von Susan, deiner Zwillingsschwester."
„Meiner was?“, fragte David überrascht und vielleicht auch ein bisschen entsetzt.
Er schaute Ellen verwirrt an, diese seufzte. „Ich sollte wohl besser ganz von vorne anfangen weil du willst bestimmt auch wissen warum und weshalb.“ Sie seufzte noch einmal bevor sie begann: „Als ich gerade mal Zwanzig war lernte Steve kennen, deinen Vater. Er war meine große Liebe. Wir wollten heiraten doch hatten kein Geld dazu, aber wir zogen zusammen, leider merkte ich erst dann, dass Steve ein ernsthaftes Alkoholproblem hatte. Doch Liebe macht nun einmal Blind und ich ignorierte es einfach. So wurde ich schwanger, Susan und du kamen auf die Welt wir waren eigentlich so glücklich, ich war so glücklich. Wenn da nicht der Alkohol gewesen wäre, Steve war ständig betrunken und schlecht gelaunt, er hat deiner Schwester und dir schlimme Dinge angetan. Ich wäre am liebsten einfach nur mit meinen zwei Kindern weg gerannt, doch ich habe nicht gewusst wohin. Also bin ich bei Steve geblieben, erst als es zu spät war habe ich erkannt, was für ein schrecklicher Fehler dies war und wenn ich noch einmal eine Chance bekämme, dann würde ich alles anderes machen. Als ihr gerade mal ein Jahr alt wart, hat euch jemand vom Jugendamt abgeholt, ein Nachbar hat es wahrscheinlich alarmiert, was zu diesem Zeitpunkt für euch wohl das Beste war. Ich habe mich von Steve getrennt und bin in diese Wohnung gezogen, ich habe versucht euch zurück zubekommen. Doch dazu hatte ich nicht die finanziellen Mittel. Ich habe dann nur noch erfahren, dass du von einer wohlhabenden Familie "McLaren" adoptiert wurdest und sie überlegen Susan auch noch zu sich zu nehmen." Ellen wischte sich hastig eine Träne weg. "Irgendwie bin dann wieder mit Steve zusammen gekommen, jetzt kann ich es auch nicht mehr nachvollziehen wieso ich das getan habe. Nachdem er euch soviel angetan hat, doch ich war jung und dumm. Nach ein paar Jahren kam dann Vincent auf die Welt. Doch kurz nach der Geburt hat man ihn mir schon weg genommen. Ich habe als Mutter vollkommen versagt." Ellen lächelte traurig.
David musste das Ganze erst einmal verdauen. Es hatte ihm die Sprache verschlagen.
"Leider weis ich nicht, wohin Vincent kam.", schloss Ellen ihre Geschichte ab, die zum Teil auch Davids war.
Dieser erklärte nun, um Ellen zu beruhigen: "Ich kenne Vincent, er wohnt auch in New York. Er wollte, dass ich dich mit Fran erst einmal besuche. Aber er freut sich auch bestimmt darauf dich kennen zu lernen."
"Das ist schön."
David fragte vorsichtig, da er nun wusste, dass es ein heikles Thema war: "Wo ist Steve jetzt?"
"Er wurde kurz nach Vincents Geburt wegen Mord, an einer jungen Frau fest genommen. Die wie sich später raus stellte seine Geliebte war. Als er abgeführt wurde habe ich ihn das Letzte mal gesehen. Ich habe dann nur noch gehört, dass er schuldig gesprochen wurde und 70 Jahre bekommen hat und er sitzt in Einzelhaft und darf keinen Besuch empfang." Ellen seufzte und stellte ihr Glas auf den Tisch vor ihr. Dann schaute sie wieder fröhlich auf und fragte: "Also ihr seit verlobt, wann ist denn der große Tag?"
"Am 24. Juli diesen Jahres.", antwortete David und lächelte Fran verliebt an.
Ellen stellte fest: "Das ist ja schon in zwei Monaten."
"Sie sind auch herzlich eingeladen.", sagte Fran.
David beruhigte Ellen sogleich: "Wir übernehmen natürlich die Flugkosten."

Erst spät am Abend kamen Fran, David und Lauren wieder in ihrem Hotelzimmer an. Fran schaute dabei zu wie David, Lauren in ihr Bettchen legte. David war seitdem sie ins Taxi gestiegen sind sehr ruhig gewesen. Fran wusste, dass er erst einiges noch verarbeiten musste und hat ihn lieber in Ruhe gelassen.
Doch jetzt fragte sie: "Hast du vor zu Steve zugehen?"
"Ich weis noch nicht. Ich weis nicht, ob ich ihn unbedingt kennen lernen will. Wir sind ja noch zwei Wochen hier."

Mrs.McLaren
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24.08.2008 20:14
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-25. Kapitel-

David hatte lange darüber nachgedacht und auch mit Vincent geredet. Am Ende ist er zu dem Entschluss gekommen, dass er seinen Vater doch kennen lernen sollte, dazu riet ihm auch sein Bruder und Fran. Während David im Gefängnis ist, wollte Fran mit Lauren shoppen gehen, David war aus Erfahrung froh darüber, dass er nicht mit musste. Doch als er durch den Gefängnisflur lief, hätte er Fran lieber bei sich gehabt. Aber da musste er jetzt durch. David stand vor der Tür zum Besucherraum. Ein Officer öffnete diesen und schärfte David noch einmal ein, dass es eine Ausnahme sei und er nicht mehr als 10 Minuten hätte.
David atmete noch einmal tief durch, dann trat et ein und sah sich um: Wie in jedem andern Besucherzimmer in dem er war, stand in der Mitte von dem Düsteren Raum ein großer Tisch mit Stühlen. Auf einem saß, ein älterer Mann, er trug einen Orangenoverall und seine an geketteten Hände lagen auf dem Tisch. Sein Vater.
Steve musterte David, da er nicht wusste das ihm sein Sohn gegenüber stand und fragte deswegen: „Wer sind Sie und was wollen Sie von mir?“ David hatte sonst nie Probleme damit, die richtigen Worte zu finden. Immerhin war er Anwalt und auch kein schlechter. Dies war etwas anderes, etwas anderes als mit Ellen. David wusste nicht, wo er anfangen sollte und er hatte Angst davor etwas falsches zu sagen.
Steve fragte mürrisch: „Haben Sie etwa noch nie ein Gefängnis von innen gesehen?“
David stotterte: „Doch schon.“ Er lächelte nervös.
David machte einen Schritt auf den Tisch zu und sagte: „Ich bin David, David McLaren.“ Endlich hatte er sich wieder gefangen. Nun wartete er auf eine Reaktion. Steve starte ihn an, dann lächelte er: „Schön dich mal zu sehen, mein Sohn.“ David lächelte zurück und setzte sich an den Tisch.
Wie bist du hier rein gekommen, weil der einzige Mensch, der mich besuchen darf ist mein Anwalt.“
„Ich bin selbst Anwalt, aber ich konnte nur 10 Minuten heraus holen.“
„Wenigstens etwas“, Steve versuchte zu lächeln. „Du warst bestimmt bei Ellen oder?“
David nickte.
„Dann hat sie dir bestimmt auch erzählt, wieso ich hier bin und was ich schreckliches getan habe.“
„Ellen konnte mir nicht sehr viel sagen, aber ich habe deine Akte gelesen.“
Steve sagte: „Dann weist du ja alles.“
„Nicht unbedingt. Du hast immer wieder beteuert, dass du unschuldig bist. Nur du wolltest deine Version der Geschichte nicht erzählen, warum?“
„Weil es gar nichts geändert hätte, ich weis selbst, dass es sich total verrückt anhört.“
David hatte das Bedürfnis Steve zu helfen, darum sagte er einfühlsam: „Erzähle es mir, wenn es wirklich die Wahrheit ist, dann kann es gar nicht allzu verrückt sein.“
„Okay, wenn du meinst.“ Steve seufzte dann begann er: „Ich war Alkoholiker, ich bin zwar nichts stolz drauf. Aber es ist nun mal so. Damals habe ich als Klempner gearbeitet, mit einer Kundin Rachel hatte ich eine Affäre. Geliebt habe ich sie nicht, im Gegensatz zu Ellen. Heute bereue ich es, wie so vieles, dass ich Ellen mit ihr so verletzt habe. An dem Abend vor Rachels Tot hatten wir uns gestritten, was die ganzen Nachbarn mit anhörten. Am nächsten morgen wollte ich mich bei ihr entschuldigen. Doch sie lag auf dem Küchenboden, in einer riesigen Blutlache. Ein Messer steckte in ihrer Brust, mein Messer. Ich hatte es beim letzten mal bei ihr vergessen. In diesem Augenblick kam auch schon die Polizei in das Haus und hat ich fest genommen. Bei dem Prozess wurde ich dann schuldig gesprochen, was mich nicht sehr verwunderte.
„Wo warst du als der Mord geschah?“, hakte David nach.
„Ich war betrunken im Park, auf irgendeiner Bank, ganz alleine.“ Steve seufzte.
Plötzlich ging die Tür auf und der Wachmann sagte: „Zeit ist um.“
„Wir brauchen aber noch Zeit“, antwortete David mit etwas Druck in der Stimme.
„Tut mir leid Sir. Vorschrift. Es ist nur zu ihrer Sicherheit.“
David sagte sarkastisch: „Soll ich vielleicht irgendetwas unterschreiben, dass sie nicht dafür verantwortlich sind, wenn ich umgebracht werde.“
„Noch 3 Minuten. Nicht länger“, gab der Wachmann nach und verschwand wieder.
David wendete sich wieder seinen Vater zu. „Ich glaube dir.“
„Wirklich?“
„Ja. Ich weis, wann ich angelogen werde.“
„Dann glaubst du mir, aber was bringt mir dass? Willst du mich etwa verteidigen?“
„Das geht nicht, ich arbeite für eine Kanzlei und kann mir meine Fälle nicht aussuchen.“
„Und was hast du dann vor?“
David überlegte kurz, dann erklärte er: „Die Chancen stehen gut, dass du eine neue Verhandlung bekommst. Immerhin bist du hier drin nur positiv aufgefallen und machst viele Kurse freiwillig und du hast aufgehört zu Trinken. Am besten treffen wir uns morgen noch einmal mit deinem Anwalt.“
„Der kann dir bestimmt nicht weiter helfen. Er ist schon nett, aber eine Niete als Anwalt. Und ich denke nicht, dass er Zeit hat.“
„Dann sagt du ihm eben, dass es sehr dringend ist. Außerdem muss er kommen, wenn du etwas wichtiges mit ihm zu bereden hast.“

David öffnete am nächsten Tag viel entspannter die Tür zum Besucherraum. Dort saßen an dem Steve mit seinem Anwalt. Und als dieser sich umdrehte glaubet er kaum, wer es war – sein alter Freund Tom. Dieser fragte verblüfft: „David?“
„Tom!“
Tom stand auf und umarmte ihn. „Lange her.“
„Ja.“
Steve fragte verwirrt: „Ihr kennt euch?“
„Ja, Tom und ich haben uns während unseres Studiums eine Wohnung geteilt und haben ziemlich alles miteinander gemacht.“
„Oh ja!“, stimmte Tom zu und setzte sich grinsend wieder hin. David nahm gegenüber von ihm Platz. Tom fragte: „Und was macht das Restaurant?“
„Gar nichts.“
„Wie war das noch mal? Wenn ich 40 bin und genug verdient habe, eröffne ich mein Restaurante. Egal, was die anderen sagen. Was ist denn dazwischen gekommen? Oder hat plötzlich Sara etwas dagegen.“
„Sara ist seit 10 Jahren tot, also ich denke mal, es wird ihr ziemlich egal sein was ich mache.“, sagte David gelassen.
„Oh das tut mir leid mit Sara.“
David wollte antworten, doch Steve unterbrach ihn: „Wer war Sara?“
„Meine erste Frau“
Tom fragte verblüfft: „Hast du etwa schon wieder eine neue?“
„Wir wollen in zwei Monaten heiraten.“
„Wie schaffst du das, Glück im Job und dann auch noch in der Liebe zu haben?“
„Tja ich bin nicht wegen einer Frau nach L.A gezogen, mit der du anscheinend nicht mehr zusammen bist.“
Steve unterbrach die beiden: „So schön ich es auch finde, dass ihr euch so gut versteht, könnten wir vielleicht damit Anfangen, weswegen wir hier sind?“
„Aber natürlich“, antwortete Tom und schaute zu David: „Steve hat mir erzählt, dass du willst, dass ich eine neu Verhandlung veranlassen soll. Weist du, was das für ein Papierkram das ist?“
„Ich weis. Aber du sollst es nicht machen. Nichts gegen dich Tom, aber ich habe mir ein paar deiner Fälle angeschaut, du bist ein verdammt schlechter Anwalt. Deswegen werde ich einen Neuen besorgen, den du dann nur noch mit dem Fall vertraut machen musst.“
Steve fragte: „Das hört sich nett an, aber von was soll ich einen Anwalt bezahlen?“
„Oh nein, das musst du nicht“, antwortete David hastig. „Ich werde alle kosten die Anfallen übernehmen.“
„Das kann ich nicht einfach so von dir Annehmen, David.“
„Doch kannst du. Außerdem hast du gar keine andere Wahl, wenn du hier jemals wieder raus kommen möchtest.“
Tom fragte: „An welchen Anwalt denkst du?“
„Ich weis nicht“, David zuckte mit den Schultern. „Wer ist hier in Los Angeles der Beste?“
„Mr. Slown, aber er ist auch der teuerste hier in der Gegend. Außerdem nimmt er nur Fälle an, über die in jeder Zeitung berichtet wird. Wie willst du ihn dazu bekommen, einen Fall zu übernehmen, der nichts außergewöhnliches ist?“
„Mit Geld“, antwortete David. „Ich rede mit ihm und werde ihm im voraus etwas bezahlen und Sorge dafür, dass man seinen Namen vielleicht auch noch in New York kennt.“
„Okay, guter Plan. Nur hast du schon mal so grob überschlagen wie viel er dir kosten wird? Wie willst du dir das leisten?“
„Mach dir darum keine Sorgen.“
„Also, Tom. Du schreibst mir die Nummer von diesem Anwalt auf damit ich mit ihm reden kann solange ich noch in L.A. bin. Wenn ich das getan habe rufe ich dich an und du kannst los legen, was wir besprochen haben. Und wenn es Probleme oder Schwierigkeiten gibt rufst du mich an, ich werde mich darum kümmern.“ David holte aus seinem Geldbeutel, eine Visitenkarte und legte sie Tom hin. „Noch fragen?“ David schaute beide an.
Tom verneinte und verabschiedete sich, als er aus der Tür war stand auch David auf. Und sah Steve an.
Dieser fragte: „Siehst du Ellen noch einmal?“
„Ja, wir sind morgen zum Mittagessen verabredet. Soll ich ihr etwas ausrichten?“
„Ja, ja“, stotterte Steve. „Kannst du ihr bitte sagen, dass ich sie nicht vergessen habe und das es mir alles leid tut und sag hier, dass ich mich darüber freuen würde, sie irgendwann wieder zu sehen?“
„Natürlich mache ich das.“
„Danke. Und ich hoffe, dass ich dich auch noch besser kennen lernen kann.“
„Das hoffe ich doch auch.“, sagte David glücklich.

Mrs.McLaren
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05.09.2008 20:33
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-26. Kapitel-

Fran plante die Hochzeit alleine mit Natalie, welche auch ihre Trauzeugin sein sollte und Vincent hatte sich angeboten dies für David zu sein.
Ellen war schon vor vier Wochen angereist. Gleich an ihrem ersten Tag in New York hatte sie ihren jüngeren Sohn Vincent kennen gelernt. Beide verstanden sich auf anhieb prächtig. Ellen schlief bei David und Fran in der Wohnung, so konnte sie auf Lauren und Natalies Kinder aufpassen, sodass diese und Fran ungestört darauf aufpassen konnten, dass auch alles ordnungsgemäß aufgebaut wurde. Fran und David hatten sich dafür entschieden draußen in einem Schlosspark zu heiraten und anschließend dort zu feiern. Dabei hatte sich eigentlich Fran dafür entschieden, David war es ziemlich egal und hatte alles Fran überlassen, damit diese auch die Hochzeit bekam, welche sie sich wünschte. Es beschäftigte ihn im Moment mehr der Fall seines Vaters. So musste er Fran und Natalie auch nicht überall hin begleiten, was ihm auch recht war. Seitdem David den neuen Anwalt Mr. Slown arrangiert hatte, lief alles wie geplant. Dem Antrag auf Neuverhandlung wurde erst vor ein paar Tagen glücklicher Weise statt gegeben.
Fran bestand darauf, David 24 Stunden vor der Trauung nicht mehr zusehen, da es für sie eine wichtige Tradition war. So bezog sie das Gästezimmer bei Amy, welche auch den Hennenabend plante. Vincent dagegen hatte heimlich den Junggesellenabschied für David vorbereitet, obwohl dieser keine Lust auf Stripperinnen und Zigarren hatte, was Vincent nur zu gut wusste, aber noch lange nicht verstand. David wollte den Abend lieber Zuhause, alleine mit seiner Tochter verbringen. Doch natürlich kam es ganz anderes, denn gerade als David es sich vor dem Fernseher gemütlich machte kam Vincent mit einem Babysitter und überredete am Ende seinen Bruder doch noch dazu an seinem letzten Abend - als "freier Mann", wie er es bezeichnete - zu feiern.
Am nächsten Morgen hatten Fran und David einen Kater, was nach der letzten Nacht nicht sehr verwunderte.
Fran stand angezogen mit ihrem weißen Kleid vor dem Spiegel, lange hatte sie dazu gebraucht sich ein Kleid auszusuchen, denn sie wollte, dass es perfekt ist. Es war schicht gehalten mit einem Reifrock und einer Korsage. Ihr Brautstrauß war aus roten und weiße Rosen. Welche sich in der Dekoration wieder fanden.
Trotzdem war Fran unzufrieden, sie fand sich nicht schön genug. Amy und Natalie ihre beiden Brautjungfern versuchten Fran klar zumachen, dass sie die schönste Braut, die es je gegeben hat sei.
"Du siehst umwerfend aus, Fran.", probierte es Amy zum unzähligsten Mal.
Fran schmollte: "Das stimmt nicht."
"Würden wir doch etwa anlügen?", fragte Natalie. "Alle werden begeistert von dir sein."
Fran schaute aus dem Fenster und fragte unsicher: "Meint ihr es wird heute zu heiß? Ich will nicht, dass sich die Gäste unwohl fühlen."
Es waren alle Freunde und Bekannte von Fran und David. Verwandte wurden nicht viele eingeladen, nur Davids Mum und sein Bruder und von Fran gerade mal ihre Schwester. Als Fran noch klein war, hatte sie immer davon geträumt, dass bis zu ihrer Hochzeit das Verhältnis zu ihrer Mutter Sylvia "normal" wäre und sich gut verstehen würden. Doch soweit würde es wohl nie kommen, dachte Fran traurig, die immer noch hoffte, dass ihre Mum sich ändert. Doch dies war reines Wunschdenken, dies wusste sie auch. Deswegen wusste auch keiner von ihrem heimlichen Wunsch. Fran war vor ein paar Wochen kurz davor gewesen ihre Mum anzurufen und sie zur Hochzeit einzuladen, doch dann lies sie es doch sein. Sylvia würde niemals sich für ihre Tochter freuen und alles nur kaputt machen.
Natalie riss Fran aus ihren Gedanken: "Das Wetter ist perfekt, du bist perfekt, es ist alles perfekt. Heute ist dein großer Tag. Du bist nur aufgeregt, dass ist völlig normal."
"Und gleich gehst du da raus." Amy zeigte zur Tür. "Und heiratest David."
Fran vertränkte all die düsteren Gedanken und sagte: "Okay."
Als Fran über die kleine Holzbrücke und durch den Gang zwischen den Hochzeitsgästen auf David zu ging, war sie aufgeregter als je zuvor in ihrem leben. Alles genauso wie sie es sich immer gewünscht hatte: Die Sonne schien, ein leichtes Lüftchen wehte, die Vögel zwitscherten und vor ihr stand der Mann, der sie glücklich machte. Lächelnd stellte Fran sich neben David, der einen schwarzen Smoking trug und ihr zu zwinkerte.
Der Pfarrer begann: „Wir sind heute hier zusammen gekommen, weil David McLaren und Francine Fine; sich dazu entschieden haben, in das heilige Bündnis der Ehe einzugehen, um sich ewige Treue und Ehre zu schwören“, der Priester machte eine Gedanken würdige Pause. David und Fran wendeten sich wieder dem Pfarrer zu und dieser fuhr fort: „Ich glaube hier haben sich zwei Menschen gesucht und auch gefunden - darum frage ich Sie jetzt, wollen Sie Francine Fine, den hier anwesenden David McLaren zu ihrem rechtmäßigen, angetrauten Ehemann nehmen? Ihn lieben und ehren, bis der Tod euch scheidet? Dann antworten Sie jetzt mit ja ich will.“
Fran hatte seit ihrer Kindheit von diesem Moment geträumt und endlich war es soweit:. „Ja ich will.“
Vincen trat vor und hielt auf einem kleinen, weißen Kissen gebettet die zwei goldenen, schlichten Ringe.
David steckte ihr den Ehering an den Finger, dass gar nicht so einfach, weil Fran furchtbar zitterte.
Der Priester wandte sich zu David. „Und jetzt frage ich auch Sie: Wollen Sie David McLaren, die hier anwesende Francine Fine zu ihrer rechtmäßig angetrauten Ehefrau nehmen? Sie lieben und ehren, bis der Tod euch scheidet? Dann antworten auch Sie mit ja ich will.“
David lächelte noch einmal zu Fran rüber, bevor auch er antwortete: „Ja ich will.“ Und so steckte auch Fran ihm den Ehering an den Finger..
„Wenn jemand der hier versammelten etwas gegen die Ehe von David und Francine einzuwenden hat, dann möge er jetzt sprechen oder für immer schweigen.“
Der Pfarrer schaute in die Runde, doch sofort wendete er sich wieder Fran und David zu.
„Dann erkläre ich Sie - im Namen meines verliehenen Amtes - zu Mann und Frau."
Der Priester schaute David an: „Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“
Ohne auch nur kurz zu zögern tat David dies. Von Fran viel der Stress und die Anspannung der letzten Wochen ab und sie fühlte sich überglücklich und erleichtert.

Es war mitten in der Nacht, die letzten Gäste waren gerade erst gegangen. Fran und David saßen auf einer Bank am Rade des kleinen Schlosssees. Fran schaute über das Wasser, indem sich der Mond spiegelte.
Sie gähnte. "Ich könnte für immer hier sitzen bleiben."
"Dann muss ich wohl Vincent in die Flitterwochen mit nehmen, wenn meine Frau andere Pläne hat." sagte David grinsend und drückte Fran an sich.
In den Flitterwochen wollten sie mit Davids Schiff nach Miami segeln, Lauren kam natürlich mit, denn für Fran war es undenkbar zwei Wochen von ihrer Tochter getrennt zu sein.

Nach den 14 Tagen legte die Familie McLaren wieder im New Yorker Hafen an. Sie hatten die Zeit sehr genossen und sich erholt. Lauren hatte auch laufen gelernt, wenn auch noch ziemlich wackelig.
David half Fran vom Boot, die Lauren auf dem Arm hatte und diese auf dem Steg in ihren Kinderwagen setzte.
Fran wollte einen Koffer nehmen, doch David sagte: "Lass den erst mal stehen, ich hab noch was für dich."
"Und was?", fragte Fran neugierig.
"Ein kleines Hochzeitsgeschenk."
David zeigte zum Ende des Stegs. Dort stand ein dunkel blauer Mini..
Fran strahlte über das ganze Gesicht. Sie rannte auf das Auto zu. David folgte ihr mit Lauren und erklärte: „Ich kenne mich zwar nicht mit Autos aus, aber der Verkäufer hat gesagt, dass es alles hat von Automatik bis zur Sitzheizung.“
David hielt Fran die Schlüssel vor die Nase. „Du musst uns Nachhause fahren.“
Fran staunte immer noch und fiel David um den Hals.
„Danke, Schatz.“, sie nahm ihm die Schlüssel aus der Hand und küsste ihn.

Mrs.McLaren
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23.09.2008 19:29
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-27. Kapitel-

Fran saß mit Lauren auf dem Fußboden des Wohnzimmers und baute mit ihr ein Haus aus Legosteinen. Obwohl Lauren nun schon 1 Jahr und 4 Monate alt war, hatte Fran immer noch nicht angefangen wieder zu arbeiten. Ständig viel irgendetwas dazwischen, erst die Hochzeit und nun wollten sie ein neues Haus kaufen. Unter den Objekten, die Fran und David bis jetzt angeschaut hatten, war noch nicht das Richtige dabei.
Fran knurrte der Magen, dass Abendessen hatte sie schon lange fertig gemacht, doch David war immer noch nicht Zuhause. Zur Zeit saß er länger im Büro, doch dort arbeitete er nicht an seinen eigenen Fällen, sondern an dem Fall seines Vaters.
Endlich öffnete sich die Wohnungstür und David kam herein. Fran fragte mürrisch: „Was hat dieses Mal solange gedauert?“
„Ich freue mich auch die wieder zu sehen.“, antwortete David. „Hast du neue Aspirin gekauft?“
„Du hast doch nicht etwa schon wieder Kopfschmerzen?“ Dabei kannte Fran die Antwort nur all zu gut. David hatte in letzter Zeit sehr oft Kopfschmerzen und auch Kreislaufprobleme.
Fran stellte fest: „Du arbeitest zu viel, Liebling.“
Doch David ging darauf nicht ein. „Hast du nun neue gekauft oder nicht?“
„Ja habe ich.“, seufzte Fran und stand auf um David zu folgen, der ins Bad zum Medizinschränkchen ging.
Fran lehnte sich am Türrahmen des Badezimmers und musterte David besorgt. „Du solltest mal zum Arzt gehen.“
„Der kann auch nichts dagegen machen, außer mir irgendwas zu verschreiben.“
Fran antwortete: „Ein Arzt kann dir aber vielleicht klar machen, dass Stress nicht gesund ist.“
Doch David ging nicht darauf ein. „Das Tagebuch von Rachel ist aufgetaucht, es war die ganze Zeit auf dem Dachboden ihrer Wohnung. Die neuen Vermieter haben es gefunden.“
„Rachel Davis?“, Fran schaute ihn verwirrt an.
„Die Frau, die Steve angeblich umgebracht“
Fran seufzte. Seit Monaten redete David von nichts anderem als Steves Prozess. Doch David zuliebe zeigte sie Interesse und fragte: „Und was ist so wichtig an diesem Tagebuch?“
„Rachel schrieben jeden Tag dort hinein, von den Höhen und Tiefen ihres Lebens. Am 18 Mai 1972 schrieb sie über einen Streit zwischen ihr und ihrem Freund Danny Wilson. Denn dieser hat heraus gefunden, dass Rachel eine Affäre hat. - Was natürlich mit Steve war. – Rachel beschrieb, wie sauer er gewesen ist, so sehr, dass sie sich von ihm fürchtete. Also hat dieser Danny ein Motiv.“
„Aber Steve könnte sie dem zufolge auch umgebracht haben, weil er heraus bekommen hat, dass Rachel einen Freund hat.“, warf Fran ein.
„Ja schon, doch Steve hatte schon bei seiner ersten Aussage erklärt, er wusste davon, dass Rachel einen Freund hatte und umgekehrt war es genauso. Jetzt muss nur noch das Tagebuch als Beweismaterial zugelassen und Danny Wilson ausfindig gemacht werden.“ David grinste überglücklich.
„Na sind ja sehr gute Nachrichten.“, antwortete Fran lächelnd.
Fran überraschten Davids Stimmungsschwankungen, die er schon seit ein paar Monaten hatte schon lange nicht mehr.
David lief zurück ins Wohnzimmer und begrüßte Lauren. Fran folgte ihm.
Er fragte Fran: „Hat die Maklerin angerufen?“
„Ja, sie hat noch ein paar Häuser für uns gefunden. Eines davon ist nicht einmal so weit vom Gericht weg und ein Kindergarten, sowie Schulen sind auch in der Nähe. Übermorgen treffen wir uns mit ihr dort.“


Vor dem Haus wartete schon die Maklerin, Fran staunte: „Das ist kein Haus, sondern eine Villa!“
„Jetzt übertreibst du aber.“, antwortete David. Doch er war selbst über die Größe des Hauses überrascht. Das Haus war gelb mit Holz verkleidet und besaß eine große Veranda. Sowie Fran und David ihr Traumhaus vorstellten. Zudem stand es in einem ruhigen Viertel.
Die Maklerin erklärte während sie herein gingen: „Es ist im besten Zustand und wurde noch nicht bewohnt.“ Das Haus war von innen noch schöner fand Fran, sie standen gleich in dem großen Wohnzimmer, gleich dahinter war eine offene Küche, die nur von einer Bar vom Wohnzimmer getrennt wurde
„Hier ist jetzt das Wohn- und Esszimmer, gleich dahinter sehen Sie die Küche, rechts davon ist das Gäste-WC.“ Die Maklerin zeigte auf die Treppe links davon: „Wenn sie mir jetzt bitte folgen würden?“
Während sie hoch gingen erzählte sie weiter: „Unter der Treppe geht es in den Keller und da neben ist noch ein kleinerer Raum.“ Im ersten Stock befanden sich dann, drei große Kinderzimmer, eines mit sogar mit Bad und kleinen Balkon, der nach hinten führte. Außer dem ein großes Schlafzimmer mit Zugang auf den vorderen Balkon einem riesigen Bade- und Ankleidezimmer. Am Ende von dem langen Flur befand sich noch ein Gästezimmer, auch mit eigenem Bad.
David fragte: „Könnten Sie uns vielleicht einen Moment alleine lassen?“
„Aber natürlich, ich warte auf der Veranda.“
Schon verschwand sie.
David fragte: „Was meinst du?“
„Es ist traumhaft schön und riesig, und erst der Garten! Wer sollte das nur alles sauber halten“, antwortete Fran skeptisch und schaute sich um.
„Wir könnten ein Hausmädchen einstellen, genug Platz für ein Zimmer für diese wäre ja da.“
Fran schaute David verwundert an: „Könnten wir uns das überhaupt leisten? Das ist riesiges Haus und dann noch eine Angestellte, die im Haus mit wohnt?!“
„Zerbreche dir wegen Geld nicht deinen hübschen Kopf!“ Fran küsste David und fragte: „Gefällt es dir?“
„Sehr und was meinst du?“
Fran ging nachdenklich in den Flur hinaus und dachte laut nach: „Das Zimmer mit dem Balkon wäre perfekt für Lauren, und die beiden anderen Kinderzimmer könnten wir zu unseren Arbeitszimmern machen.“ Fran lächelte David an. „Das ist unser Haus, wir haben es gefunden!“

Nur zehn Minuten darauf unterschrieben sie den Kaufvertrag. Als Fran und David gut gelaunt im Auto saßen, sagte Fran: „ Ich muss dir noch was beichten.“
„Und was?“
„Nachdem du heute frei hast und Lauren bei meiner Schwester ist. Habe ich für heute einen Termin bei unserem Arzt ausgemacht für dich, wegen deinen Kopfschmerzen. Ich weis, ich hätte das vorher mit dir absprechen müssen, aber ich mache mir wirklich Sorgen um dich.“
David seufzte: „Okay, dann fahren wir zum Arzt.“
„Du bist nicht sauer auf mich?“ Fran schaute ihn verwundert an.
„Nein bin ich nicht.“
„Wirklich?“
„Ja wirklich.“
„Ganz sicher?“
„Absolut sicher.“, antwortete David lächelnd.

So saßen Fran und David wenig später im Behandlungsraum von Dr. Brown.
Dieser erklärte: „Ich konnte keinen genauen Grund für ihre Kopfschmerzen fest stellen. Es könnte von dem Stress kommen, aber auch von etwas anderem ... Ihre Frau meinte, dass sie zur Zeit unter Stimmungsschwankungen leiden und es ist könnte auch eine Folge ihrer Medizinischen Vergangenheit sein. – Natürlich ist es nur ein Verdacht, es heißt nochlange nicht, dass es so ist. Dazu müssen sie ins Krankenhaus und eine Mammografie machen lassen. Hier habe ich dazu nicht die Möglichkeiten.“ Fran wurde mulmig zu mute, sie drückte Davids Hand. „ Es könnte ein Tumor sein."

Mrs.McLaren
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16.11.2008 19:43
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-28. Kapitel-

Dr. Brown machte eine kurze Pause, dann fuhr er fort, als er in die besorgten Gesichter von Fran und David schaute: „Es gibt im Moment wirklich keinen Grund, dass Sie sich Sorgen machen. Es ist nur ein Verdacht. Um sicher zu sein müssten Sie ins Krankenhaus und eine Mammografie machen lassen, ich habe schon angerufen und angekündigt, dass sie kommen. Am besten wäre es heute noch.“
„In Ordnung.“, antwortete Fran und lächelte David hoffnungsvoll an.
Als sie wieder auf dem Flur waren setzte sich Fran einen Stuhl und suchte ihr Handy aus ihrer Tasche.
David nahm Lauren zu sich auf den Arm und fragte: „Wen rufst du an?“
„Natalie, damit sie weiß, dass wir noch etwas länger brauchen.“
David schaute seine Frau verwirrt an.
„Aber wir sind doch in zwanzig Minuten Zuhause.“
„David, wir fahren jetzt gleich ins Krankenhaus. Weil du hast heute ausnahmsweise mal frei und sonst hast du ja nie Zeit für etwas anderes als deine Arbeit.“, erklärte Fran und damit war die Diskussion für sie beendet.

Nachdem David gründlich von Dr. Miller untersucht wurde saßen David und Fran zusammen in seinem Büro.
Dr. Miller erklärte: „Durch die Untersuchungen konnten wir fest stellen, dass auf das Vorderhirn dem sogenanntem Prosencephalon ein Tumor drückt.“
Fran hatte sich in den letzten Stunden während sie im Wartezimmer war, sich schon auf diese Nachricht eingestellt. Dies war jetzt für sie nur noch die Bestätigung. Aber trotzdem – verständlicherweise – ein großer Schock.
Sie sagte: „Ich habe gelesen, es gibt viele Menschen die mit einem Tumor lange leben.“
„Ja, das stimmt. Doch dabei handelt es sich um Gehirntumore, die erstens gutartig sind, zweitens wachsen diese sehr langsam und drittens sitzen diese Gehirntumore an anderen Stellen des Gehirns, wie am Kleinhirn beispielsweise an diesem kann ein Tumor nicht viel Beschädigen. Doch bei Ihnen Mr. McLaren sitzt der Tumor wie ich schon sagte am Vorderhirn, dieses ist das Nervenzentralsystem. Der Tumor ist zum Glück noch recht klein und hat somit noch nichts beschädigt, was man nicht wieder reparieren könnte. Ich kann Ihnen im Moment noch nicht sagen, wie schnell der Tumor wächst, dazu müssten Sie.“ Er schaute David an. „In sechs bis zehn Wochen noch einmal kommen. Dann können wir auch darüber reden, ob eine Operation notwenig ist.“
Dr. Miller gab etwas in sein Notebook eine, welches neben ihm stand und erklärte: „Ich werde Ihnen ein Rezept für die Kopfschmerzen raus schreiben Mr. McLaren, in Ordnung?“
David nickte nur und schaute nachdenklich aus dem Fenster: die Oktobersonne schien halb verdeckt von den Wolkenkratzern Manhattans durch das Fernster.
„Außerdem sollten sie Stress vermeiden und nichts machen, was Ihren Körper sonst noch belastet, wie Ausdauersport oder ähnliches.“
Dr. Miller drückte David das Rezept in die Hand, dieser nahm es dankend an.
Der Doktor fragte: „Haben Sie noch irgendwelche Fragen Mr. McLaren bzw. Ms Fi- ähm ich meine natürlich Mrs. McLaren?“
Dr. Miller wurde leicht rot und lächelte kurz, doch sofort wurde er wieder ernst.
„Ja habe ich.“, antwortete Fran. „Sie sagten etwas von gutartigen und bösartigen Tumore. Wo genau liegt da der Unterschied?“
„Er liegt darin, dass gutartige Tumore in der Regel nicht operiert werden müssen, oft helfen Medikamente. Und ein bösartiger Tumor muss unbedingt entfernt werden und kann selbst wenn der Gehirntumor vollständig entfernt wurde wieder kommen. Zudem wird ein bösartiger mit Chemotherapie behandelt. Und um gleich Ihre nächste Frage zu beantworten, mit den heutigen Untersuchungen konnte ich noch nicht feststellen um welche Art es sich bei Ihrem Mann handelt, denn dabei spielt auch das Wachstum eine große Rolle und so weiter. Beim nächsten mal werde ich es Ihnen sicherlich sagen können.“
„Okay.“
David und Fran verabschiedeten sich von Dr. Miller und bahnten sich Ihren Weg raus aus dem Krankenhausirrgarten zu ihrem Auto. David hatte die Ganze Zeit über nichts gesagt und war in Gedanken versunken.
Fran konnte das gut nachvollziehen, doch die Stille zwischen ihnen wurde ihr immer unerträglich. Es fühlte sich für sie an als würde die Stille ihr die Kehle zu schnürte, darum legte Fran einen Arm um ihn und stellte so aufmunternd wie nur möglich fest: „Du bist so still.“
Sie wusste in dem Moment als sie es sagte, dass sie etwas besseres hätte sagen sollen, doch etwas anderes ist ihr auf die Schnelle nicht eingefallen.
David atmete tief durch, schaute auf seine Uhr und sagte dann, so als hätte er nicht gerade erfahren, dass er einen Gehirntumor hat: „Es ist schon nach 18 Uhr wir sollten auf dem Nachhauseweg etwas zum Abendessen mit nehmen. Neben der Apotheke in der 34th Straße ist doch ein Schnellimbiss, oder?“
„Ja.“

Natalie hatte gerade Lauren ins Bett gebracht, als David und Fran Nachhause kamen.
David fragte Natalie: „Bleibst du noch zum essen, geliebte Schwägerin.“
„Gerne.“
„Dann denke ich schon mal den Tisch.“, sagte David unbekümmert.
Natalie sagte zu ihrer Schwester: „Jetzt fällt mir aber echt ein Stein vom Herzen. Es wäre echt traurig gewesen, wenn David einen Tumor gehabt hätte. Und woher genau kommen jetzt die Kopfschmerzen?“
„Von dem Gehirntumor. David verdrängt es total“, erklärte Fran bedrückt.
Natalies schaute Fran an und wusste, dass diese es ernst meinte. Ihr lächeln verblasste augenblicklich.
Natalie sagte: „Dann ist es wohl besser, wenn ich jetzt gehe.“
„Wenn du meinst.“
Natalie zog ihre Jacke an und drückte ihre Schwester. „Wenn du reden willst, du weißt ja wo ich wohne.“
„Danke auch dafür, dass du auf Lauren aufgepasst hast.“ Fran brachte ein leichtes lächeln zustande, doch zu tief saß ihr der Schock noch in den Knochen.
„Kein Problem.“, mit diesen Worten verabschiedete sich Natalie.
Fran ging zu David in die Küche, sie sagte: „Du brauchst für Natalie nicht mitdecken, sie hat sich doch dazu entschieden zu gehen.“
„Okay. Dann bleibt mehr für uns.“, er grinste Fran an.
David stellte einer der drei Teller wieder zurück in den Hängeschrank.

Während David sein Essen hineinschlang als hätte er seit Tagen nichts mehr gegessen, stocherte Fran in ihrem lustlos herum.
Sie sagte zu David: „Du gehst morgen zu deinem Chef und redest mit ihm.“
„Über was?“
„Dass du weniger arbeitest. Du hast einen Tumor, David und deswegen wirst du weniger arbeiten.“, sagte Fran scharf.
„Und wer soll dann meine Fälle übernehmen?“
„Du hast genügend Kollegen. Außerdem funktioniert das Gerichtssystem auch genauso gut, wenn David McLaren nicht da ist. Wenn du nicht mit deinem Chef redest mache ich es und danach bist du bis auf weiteres beurlaubt.“
David wand ein: „Aber mir geht es gut. Warum sollte ich dann weniger arbeiten?!“
„Weil du einen Tumor in deinem Kopf hast.“, sagte Fran die versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben. „Das hast du schon mitbekommen, als D. Miller dir das gesagt hat oder?“
„Ja habe ich.“, sagte David leicht hin und schaute Fran an.
„Aber anscheinend verstehst du nicht, wie ernst die Situation ist. Es hilft dir auch nicht weiter, wenn du es einfach verdrängst. Davon geht der Tumor auch nicht weg.“
David drückte Frans Hand und sagte lächelnd: „Ich verdränge gar nichts. Du machst dir immer viel zu viele Gedanken.“ Dann aß er weiter.
Fran beobachtete David besorgt, sie machte sich Gedanken darüber, wie David reagieren wird, wenn ihm wirklich alles klar wird. Sie wusste, dass er es nicht ewig verdrängen konnte, auch wenn er es gerne tun würde.

Mrs.McLaren
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04.04.2009 22:44
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

- 29. Kapitel -

Auch in den darauf folgenden Wochen änderte sich Davids verhalten nicht. Zwar arbeitete er weniger im Gericht, jedoch seine freie Zeit nutzte er damit sich mit dem Fall seines Vaters zu beschäftigen. Und egal, wie lange Fran auf ihn einredete, er wollte einfach nicht verstehen, wie ernst es um ihn stand. So stand sie mit ihren Sorgen alleine da. Sie hoffte, dass der nächste Krankenhausbesuch, der in zwei Wochen anstand, David endlich die Augen öffnen würde. Doch bis dahin musste Fran sich damit abfinden, so wie es jetzt war. Auch über das neue Haus, das sie schon gekauft hatten, waren sie sich uneinig, wann sie darin einziehen sollten. Fran wollte erst einmal abwarten und wissen wie ihre im Moment noch ungewisse Zukunft aussah: Im Gegensatz zu David, natürlich war er dafür sofort einzuziehen. Diese Uneinigkeit führte zu vielen, wenn auch kleineren Auseinandersetzungen, am Ende konnte Fran sich gegen ihren Mann durch setzten, sodass sie erst einmal abwarteten, was Dr. Miller zum angesetzten Termin zusagen hatte.
Ehe Fran sich versah, saß sie mit neben David wieder in Dr. Millers Büro. Dieser trat gerade herein und begrüßte Fran und David freundlich, was Fran etwas die Anspannung nahm. Die letzte Nacht hatte sie kaum geschlafen und seit gestern Abend hatte sie nichts mehr gegessen, sie hatte keinen Bissen herunter bekommen. David verstand nicht, um was sich seine Frau so große Sorgen machte.
Fran spielte nervös mit dem Reißverschluss ihrer Handtasche, von Minute zu Minute stieg in ihr die Anspannung. Sie sah zu David, er war die Ruhe in Person. Endlich kam Dr. Miller herein. Sie begrüßten sich alle freundlich, doch die Anspannung im Raum war deutlich zu spüren. Dr. Miller setzte sich an seinen gewohnten Platz gegenüber von Fran und David.
„Also Mr. McLaren. Wir haben den Tumor nun genau untersucht. Er hat den zweiten Grad.“
„Und was bedeutet das?“, fragte Fran.
„Es gibt insgesamt drei Grade. Diese unterscheidet man in der Lebenserwartung, der Tumorgröße und andere Kleinigkeiten. Grad zwei bedeutet, dass das Ursprungsgewebe noch gut erkennbar ist und eine Lebenserwartung bei drei bis fünf Jahre liegt. Zum Vergleich liegt sie bei Grad eins bei bis zu 50 Jahre und bei Grad drei, bei gerade mal sechs Monate bis zwei Jahre.“, Dr. Miller schaute auf eine Akte vor sich und fuhr dann fort: „Mit größter Wahrscheinlichkeit ist der Tumor gutartig, wie ich Ihnen beim letzten mal schon sagte, ohne eine Gewebeprobe kann man es nicht hundertprozentig sagen, doch es spricht bis jetzt alles dafür, dass es gutartig ist. Das bedeutet erst mal keine Chemotherapie, jedoch empfehle Ihnen, den Tumor mit einer Operation zu entfernen.“
„Sie empfehlen es?“, fragte David, worüber Fran sehr überrascht war, die darauf einging. „Ist eine Operation nicht notwenig?“
„Doch schon, allerdings kann ich Sie nicht zu diesem Eingriff zwingen. Denn es ist eine Operation am offen Gehirn und somit sehr risikohoch, eine Operation hat sowieso immer ein gewisses Risiko durch die Narkose, hinzu kommt bei Ihnen Mr. McLaren noch Ihre Vorgeschichte, durch das Koma haben Sie körperliche Folgen, die Sie im Alltag nicht mehr merken, jedoch ist bei Ihnen das Herzinfarkt Risiko deutlich höher und es ist ebenso wahrscheinlicher, dass sie durch die Narkose noch einmal ins Koma fallen. Ich rate ihnen aber trotzdem zu einer Operation, denn hier im Krankenhaus ist eines der besten Ärzteteams auf der Welt und ich bin sehr wohl vertraut mit solchen Gehirnoperation und habe schon sehr viele erfolgreich gemeistert und ohne diese Operation haben sie nur noch 3 bis 5 Jahre zu leben, denn dann wird der Tumor so groß sein, dass er wichtige Blutgefäße blockiert und wenn der Tumor vollständig entfernt wird haben sie noch ein langes Leben.“
Fran fragte: „Und was ist wenn der Tumor nicht ganz entfernt werden kann, so was kommt doch vor?“
„Sicherlich, wenn nur ein Teil entfernt werden kann, dann wird der Tumor weiter wachsen. Aber wie ich schon sagte bei Grad zwei, ist er Tumor noch gut von der Gehirnmasse zu unterscheiden.“
Fran fragte beklommen: „Müssen wir uns sofort entscheiden?“
„Natürlich nicht, Sie beide sollten Zuhause in Ruhe darüber reden und die beiden Möglichkeiten gegeneinander abwiegen. In Ordnung?“
David und Fran nickten.
„Haben Sie im Moment noch Fragen?“
Beide schüttelten mit dem Kopf.
„Falls Ihnen beiden noch irgendetwas einfällt, sie können mich jeder Zeit anrufen oder auch vorbei kommen.“

Diesen Satz von Dr. Miller nahm sich Fran sehr zu Herzen, sie wusste, dass es mit David so nicht mehr weiter gehen konnte. Sie hatte alles in ihrer macht stehende versucht, um ihm die Augen zu öffnen, nichts hatte funktioniert, selbst Vincent, sein Bruder konnte nicht zu ihm durch dringen.
Als Fran und David von dem Gespräch mit Dr. Miller wieder zurück waren, wollte Fran mit ihm darüber reden, doch David blockte ab und meinte nur: „Uns fällt schon irgendetwas ein.“
So wusste sie nicht mehr weiter und wollte sich damit alleine an Dr. Miller wenden. Es musste nur noch die passende Gelegenheit kommen. Diese bot sich, als David ausnahmsweise mit Lauren ein Bilderbuch auf dem Sofa anschaute.
Fran zog ihre Schuhe an und packte in ihre Handtasche ein paar Sachen, dabei sagte sie: „Ich gehe schnell ein paar Dinge einkaufen, damit wir später etwas zum Abendessen haben.“
„Ist gut.“
Fran küsste David und Lauren und verschwand dann schnell. Sie wusste, dass sie nicht viel Zeit hatte, deswegen fuhr sie so schnell sie konnte zum Krankenhaus, hoffte dass ihr kein Stau in die Quere kam und dass Dr. Miller auch Zeit für sie hatte.
Kurz darauf, kam Fran verschwitzt im Krankenhaus an, denn sie musste am Ende des Parkplatzes parken, da die anderen alle besetzt waren. So hetzte Fran so schnell es ging in den 4. Stock des Krankenhauses, denn dort war Dr. Miller meistens, wie Fran schon durch ihre zahlreichen Besuche heraus gefunden hatte. Sie drückte die Daumen, Dr. Miller sei jetzt auch dort. Fran wurde nicht enttäuscht, Dr. Miller stand im Flur des 4. Stockes und unterhielt sich mit einem anderen Arzt, Fran verlangsamte ihr Tempo und rang nach Atem, als sie wieder normal Atmen konnte, ging sie auf die beiden Ärzte zu und sagte: „Entschuldigen Sie Dr. Miller, hätten Sie kurz für mich Zeit?“
Dieser schaute sie überrascht an. „Ist etwas passiert?“
„Nein, ich muss nur mit Ihnen reden.“
„Okay.“ Dr. Miller verabschiedete sich von dem Arzt und führte Fran in ein leeres Patientenzimmer und schloss die Tür hinter ihnen. „Ich nehme an, es geht um Ihren Mann?“
Fran nickte. „Ja. Ich habe oft versucht mit ihm über den Tumor zu reden, doch er blockt einfach ab, er tut so als wäre es eine Kleinigkeit, ich denke er verdrängt es und ich weiß nicht, wie ich ihm klar machen soll, wie es um ihn steht, denn so wie er sich benimmt, ist es ihm nicht wirklich klar. – Verstehen Sie?“
„Ja, so etwas ist nicht ungewöhnlich, es kommt vor, dass manche Patienten, Dinge unbewusst verdrängen. Es ist ein automatischer Schutzmechanismus, denn der Mensch weiß, dass es ihm schlecht geht, wenn er es zulässt an bestimmte Dinge zu denken und bei manchen ist es dann eben so, dass das Gehirn es automatisch in die hinterste Ecke schiebt, um es so bildlich zu beschreiben.“
„Und wird das so bleiben, denn ich würde gerne mit ihm darüber reden, nur er versteht einfach nicht, dass ich mir Sorgen um ihn mache.“
„Er wird es nicht ewig verdrängen können, auch wenn er noch so gerne möchte und wenn es soweit ist, ist es wichtig, dass sie ihm zeigen, sie sind für ihn da.“
„Also kann man da nichts machen?“
„Setzten Sie sich ruhig mit ihm zusammen und erklären Sie ihm, dass Sie sich Sorgen machen.“
„Als ob ich das nicht schon oft genug versucht hätte.“, Fran lächelte schwach.
Dr. Miller lächelte traurig zurück, als würde er verstehen, wie Fran zumute war. Er erklärte: „Wenn Sie das nächste mal mit Ihrem Mann kommen, werde ich mir ein Bild von seiner Psyche machen, dann kann ich auch mehr dazu sagen und wenn alles nicht mehr hilft, werden wir einen Therapeuten hinzu ziehen.“
Fran nickte.
„Okay.“ Dr. Miller öffnete Fran die Tür und begleitete Sie noch bis zum Aufzug. Zum Abschied sagte er aufmunternd: „ Sie haben schon viel geschafft, das bekommen Sie auch noch hin.“
„Ich habe nicht den Tumor, sondern David.“
Schon etwas leichter ums Herz, verließ Fran das Krankenhaus, doch darauf konnte sie sich nicht lange aus ruhen, denn sie musste noch ganz schnell einkaufen, damit sie gegenüber David ein Alibi hatte, wo sie war.

Verschwitzt kam Fran Zuhause an, fast wäre sie beim herein gehen über die leeren Umzugkartons neben der Tür gestolpert. David sah sie verwundert an und fragte: „Bist du bei einem Marathon nebenbei mit gerannt?“
Fran grinste nervös und stammelte: „Es ist wirklich warm draußen, dass kannst du dir gar nicht vorstellen.“
David schaute es dem Fenster, es war Oktober und alles andere als warm, der kalte Herbstwind fegte durch die Straßen. David schaute wieder zu Fran und runzelte die Stirn, sagte aber nichts. Damit er nicht mehr darüber nachdenken konnte, drückte Fran ihm die Einkaufstüte in die Hand, räumst du die Sachen bitte ein?“
„Ja mache ich. Lauren habe ich vor 10 Minuten ins Bett gebracht, sie wäre fast im stehen eingeschlafen.“
„Hast du ihr noch etwas zum essen gegeben?“
„Ja, sie hat noch ein halbes Gläschen gegessen und ihre Milch getrunken.“
David faltete die Plastiktüte zusammen und stellte fest: „Dafür, dass du solange weg warst, hast du nicht grade viel eingekauft oder warst du in zehn verschiedenen Einkaufsläden?“
„Nein, es ist nur sehr viel Verkehr und im Supermarkt war auch jede Menge los.“
David schien sich mit der Antwort zufrieden zu geben, denn er hakte nicht weiter nach.

In der Nacht wachte Fran auf, sie wollte gerade wieder einschlafen, als sie fest stellte, dass David nicht neben ihr lag. Frans Blick wanderte von der angelehnten Schlafzimmertür zur Badezimmertür, hinter keine der beiden brennte Licht. Vorsichtige stand Fran auf, ohne Licht anzumachen, schlich sie ins Wohnzimmer und weiter in die Küche, doch auch dort war David nicht. Als sie wieder zurück durchs Wohnzimmer ging, sah sie, dass sich etwas unter dem Fenster bewegte. Sie zuckte zusammen, doch ihre Muskeln entspannten sich wieder, als sie erkannte, dass es David war, der unter dem Fenster saß, mit einer Flasche in der Hand. David starrte Fran an, diese fragte: „Was machst du hier im dunklem?“
„Ich will nicht sterben.“, murmelte er nur.
Fran wusste sofort, was mit ihm los war. Sie setzte sich vor ihm auf den und nahm ihm die Halbleere Weinflasche aus der Hand und stellte sie weg.
„In fünf Jahren ist Lauren gerade mal 6 Jahre alt, sie wird sich später wahrscheinlich nicht mal mehr an mich erinnern können und das alles nur wegen diesen verdammten Tumor“
Fran strich ihm über die Wange. „Der Tumor kann auch entfernt werden und dann hast du noch ein langes Leben vor dir.“
„Du wärst also für die OP?“
„Ja, natürlich gibt es viele Risiken, doch du bist noch jung und wenn du diese Chance nicht nutzt, dann bereust du es vielleicht irgendwann.“
„Es tut mir leid Fran, es tut mir wirklich leid, wie ich dich in letzter Zeit behandelt habe. Ich war irgendwie so verbissen in den Fall von Steve und habe dabei alles andere vergessen, nur jetzt wo es vorbei ist, sehe sich, was ich alles falsch gemacht habe.“
„Wie meinst du das ‚jetzt wo es vorbei ist’?“
„Ich konnte nicht schlafen, deswegen habe ich meine Mails abgerufen und na ja, mein Vater ist frei, der Richter hat erkannt, dass er unschuldig ist und er bekommt 540.000 Dollar Schmerzensgeld.“
„Ich dachte du würdest einen Luftsprung machen, auf so eine Nachricht.“
„Ich habe mich sehr gefreut, ich war auch kurz davor dich aufzuwecken, nur dann plötzlich, ohne Vorwarnung ist mir das mit dem Tumor bewusst geworden und jetzt tut es mir leid, dass ich ein Idiot war.“
„Sagtest du bereits.“
„Aber du hast noch nichts dazu gesagt.“ David schaute sie abwartend an.
„Es stimmt, du hast dich wie ein Idiot benommen und ich verzeihe es dir, wenn du mir versprichst, dass du dich änderst, weil so es nicht mehr weiter gehen kann. Und selbst wenn dein Vater jetzt frei ist, will ich nicht, dass du dich in irgendetwas noch mal so rein steigerst, dass ich nicht gut für dich, nicht für unsere Ehe und für unsere Familie.“
„Ich weiß.“
Fran umarmte David, seit langem wieder richtig aus Zuneigung und Liebe.
Fran gestand: „Ich war heute nur als Vorwand einkaufen, eigentlich war ich bei Dr. Miller um mich mit ihm darüber zu unterhalten, weil du das mit dem Tumor nicht wahr haben wolltest.“
David drückte sie nur noch fester an sich, er fragte: „Willst du eigentlich in das neue Haus einziehen?“
„Ich finde wir sollten einziehen und dann lässt du dir den Tumor entfernen und dann wird uns keiner mehr unser Glück vermasseln können, okay?“
„Ja.“

Mrs.McLaren
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31.05.2009 21:17
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

- 30. Kapitel -

David wurde seit sechs Stunden operiert, stellte Fran fest, als sie, wie schon so oft, auf die Uhr im Wartezimmer schaute. Seit dem der Tumor entdeckt wurde, waren drei Monate vergangen. Fran blickte in Gedanken auf die letzten Wochen zurück. Sie waren in ihr neues Haus eingezogen. David, Fran und Lauren hatten viel Zeit miteinander verbracht, da sie viele Möbel neu gekauft hatten. Doch die kleine Familie verbrachte auch außerhalb von Möbelgeschäften und Klinikum viel Zeit zusammen. Die Gewissheit, dass sie vielleicht nicht mehr viel Zeit gemeinsam hatten, schweißte sie alle enger zusammen. Viel zu schnell ist der Operationstermin näher gerückt. Aber jetzt, wollte die Zeit einfach nicht vergehen, die Operationen dauert noch sieben Stunden – wenn es keine Komplikationen geben sollte. Fran trank ihren kalten Kaffee aus und schmiss den Becher weg. In der letzten Zeit hatte sie fast nur noch von Koffein gelebt, denn sobald sie einschlief, hatte sie schreckliche Albträume. David ging es da nicht anderes, auch er schlief schlecht. In der letzten Nacht hatten beide kein Auge zugemacht, aus Verzweiflung hatte Fran mindestens fünfzigmal Davids Koffer neu gepackt. Es war dann schon fast eine Erlösung, als Vincent klingelte, um auf Lauren aufzupassen, es war das Beste für sie, wenn sie so wenig wie nur möglich von allem mitbekam, dafür war sie mit ihren zwei Jahren noch zu klein um ihr zu erklären, was mit ihrem vergötterten Dad los war. Vincent war genauso wenig ausgeschlafen, wie David und Fran. Als die beiden im Krankenhaus ankamen, wurde David für die Operation vorbereitet. Der Abschied vor der Tür zum Operationsbereich war für Fran sehr Tränenreich gewesen, David bekam von dem nicht mehr all zu viel mit, da er ein Beruhigungsmittel bekommen hatte, somit dämmerte nur noch so vor sich hin. Fran hätte ein Beruhigungsmittel ebenfalls nötig gehabt, aber sie konnte sich mit dem Gedanken beruhigen, dass in ein paar Stunden alles vorbei war, dies sagte sie sich immer wieder. Leider schlichen sich zwischen durch, die möglichen Komplikationen ein und dann was im ernst Fall aus ihr und Lauren werden würde. Fran und David hatten lange darüber diskutiert, was wäre, wenn er ein zweites Mal ins Koma fällt oder wenn er gelähmt ist oder wenn er körperlich bzw. geistig behindert ist oder oder oder… die Liste lässt sich nahezu endlos fortsetzten.
David legte sprichwörtlich sein Leben in die Hände seiner Frau, als er sagte: „Ich will dass du entscheidest, wie es weiter gehen soll, wenn es ernst wird, ich will dass du entscheidest, ob so ein Leben lebenswert wäre und was im Bezug darauf, für unsere Familie am besten ist, denn ich will weder dir oder irgendjemand anderen zur Last fallen.“ Fran hatte erst einmal darüber nachdenken müssen, hatte aber dann doch zugestimmt und die nötigen Papiere dazu unterschrieben.
Jetzt war Fran jedoch alles andere als wohl bei dem Gedanken über das Leben ihres Mannes zu bestimmen. Sie konnte sich im Moment schlecht vorstellen, von David los zu lassen, wenn er im Koma liegen würde. Sie hoffte, sie müsse niemals so eine Entscheidung treffen. Doch was ist, wenn er bei der Operation stirbt, was würde aus Lauren werden? Sie würde ohne Vater aufwachsen, was für Fran eine der schlimmsten Vorstellungen ist, denn sie wuchs ohne Vater auf und hatte sich nie etwas sehnlicher gewünscht als einen zu haben. Was natürlich auch daran lag, dass ihre Mutter so schrecklich war. „Was ist, wenn ich genauso wie meine Mum werde?“, fragte sich Fran augenblicklich. Immerhin war diese angeblich auch mal viel netter und freundlicher gewesen, bis sie dann alleine mit einem Kind war. Fran überlegte, ob ihre Mutter vielleicht besser gelaunt wäre, wenn sie einen Freund hätte und ob sie dann ein besseres Verhältnis zu ihr hätte. Fran hatte Angst davor, wenn sie ohne Mann und ohne Verhältnis zu ihrer Tochter alleine Zuhause zu sein sollte. Einen Moment lang erkannte Fran, dass ihre Mum ein Stück weit nichts dazu konnte, dass sie so geworden ist, sie Spiele einen kurzen Augenblick sogar mit dem Gedanken, sie anzurufen. Lies es dann aber doch bleiben, denn immerhin hatte Sylvia, Jake verlassen und hatte Fran ihr Leben lang angelogen, hatte ihr nicht erzählt, dass ihr Vater in Hartford war und nichts dazu konnte, dass sie ohne ihn aufgewachsen ist. Jetzt hat Jake sie zwar gefunden, doch Fran sah ihn nicht mehr als zwei-, dreimal im Jahr. Eine richtige Vater-Tochter-Beziehung hatten sie dadurch nicht aufbauen können. Fran wusste, dass sie niemals eine Vater-Tochter-Beziehung haben würde. Diese Erkenntnis machte sie traurig und zugleich wütend auf ihre Mutter.
Fran atmete tief durch und stand von ihrem Stuhl auf und schenkte sich dem widerlichen, abgestandenen Kaffee nach, diesem Kaffeebecher folgten viele weitere Becher. Als dann der Kaffeeautomat nichts mehr ausspuckte waren schon fünfzehn Stunden vergangen, schon zwei mehr als die vorausgesagten dreizehn Stunden. Um sich für einen Moment auf andere Gedanken zu bringen ging Fran auf die Toilette, als sie wieder zurück kam, wartete dort nicht Dr. Miller auf sie, wie sie es sich erhofft hatte. Von Zeit zu Zeit wurde Fran immer nervöser, sie ging auf und ab, setzte sich wieder hin, blätterte wahllos Zeitschriften durch, die längst nicht mehr Aktuell waren, stand wieder auf und schaute aus dem Fernster. Sie befand sich im fünften Stock auf der gegenüber liegenden Gehsteigseite sah sie Passanten, welche eilig die Straße entlang hetzten. Fran beneidete diese Menschen, die sich nur darauf konzentrierten Nachhause zu ihrer Familie zukommen, denn mittlerweile war es schon Abend und die meisten New Yorker hatten Feierabend.
Fran schreckte aus ihren Gedanken, als sie Schritte hinter sich hörte. Sie drehte sich erschrocken um und erkannte, dass es Dr. Miller war. Fran schaute ihn fragend an und versuchte irgendetwas aus Dr. Millers Gesicht lesen zu können, doch seine Mimik verriet nichts über Davids Zustand. Fran hielt die Luft an, als der Doktor sagte: „Wir konnten den gesamten Tumor entfernen und bis auf eine kleine Gehirnblutung, die wir stoppen konnten, gab es keine Komplikationen. Ihr Mann kommt gerade wieder langsam zu sich.“
Fran atmete hörbar aus, am liebsten hätte sie jetzt Luftsprünge gemacht, um wirklich ganz sicher zu sein fragte sie: „Also es geht ihm gut und der Tumor ist weg?“
Dr. Miller nickte.
Fran wollte jetzt nur noch zu David um sich selbst davon zu überzeugen, dass es David gut ging. „Kann ich zu ihm?“
„Ich bringe Sie zu ihm.“
Fran konnte nicht mehr aufhören zu grinsen, so glücklich wie jetzt, hatte sie sich seit längerem nicht mehr gefühlt. Während sie neben Dr. Miller her lief, kam Fran sich vor, als würde sie auf Wolken dahin schweben.
Dr. Miller hielt Fran die Tür auf und sagte: „Bedenken Sie, dass er von der Narkose noch sehr benommen ist.“
„Ja.“ Fran trat in das Zimmer, hinter ihr schloss sich die Tür. Fran ging zu David an das Bett, um den Kopf hatte er einen dicken Verband, er blinzelte mit den Augen. Fran setzte sich auf die Bettkante und streichelte seine Wange. „Hallo mein Schatz!“
Fran nahm seine Hand und steckte ihm den Ehering wieder an.
David murmelte: „Wo bin ich?“
„Du bist im Krankenhaus, dir wurde der Tumor entfernt.“
Fran holte ihr Handy aus der Handtasche und schrieb Vincent schnell eine SMS, wie sie es versprochen hatte, dass es David gut ging.
David blinzelte und schaute Fran verwirrt an. „Wer sind Sie?“
Fran dachte, er macht einen schlechten Scherz. „Ich bin’s Fran, die Frau, welche du über alles liebst.“
Sie drückte sanft seine Hand, doch David zog seine zurück. Fran merkte, es stimmte etwas nicht, doch sie versuchte sich damit zu beruhigen, dass er von der Narkose noch etwas verwirrt war.
„Ich kenne Sie nicht. Warum bin ich hier?“, murmelte David. „Hatte ich einen Unfall, haben Sie meine Frau Sara angerufen?“
Das war für Fran wie ein Schlag ins Gesicht, augenblicklich war ihr gar nicht mehr nach Grinsen zumute. Ohne ihm zu antworten stand sie auf und lief so schnell sie konnte aus dem Zimmer. Auf der Suche nach Dr. Miller, dieser kam auf Fran zu als er Sie sah. „Stimmt etwas nicht, Mrs. McLaren?“
„Was haben Sie mit meinem Mann gemacht?“, fragte sie ganz außer sich. „Er weiß nicht, wer ich bin, er denkt, er sei noch mit Sara verheiratet, welche seit über 10 Jahren tot ist!“
„Ich schaue ihn mir mal an.“
Dr. Miller und Fran gingen in das Zimmer zurück.
Der Doktor fragte David: „Wissen Sie noch wer ich bin?“
„Nein, haben Sie meine Frau angerufen?“
„Können Sie mir Ihren Namen sagen?“
„David McLaren.“ David schloss kurz seine Augen. „Wo ist meine Frau?“
„Ihre Frau ist bereits hier, da drüben steht sie.“ Dr. Miller deutete auf Fran. David schaute sie an, als hätte er sie noch nie gesehen.
„Das ist sie nicht.“
Fran hielt es in dem Zimmer nicht mehr aus, sie verließ es und lehnte sich draußen auf dem Klinikflur an die Wand und atmete tief durch. Nachdem sie sich etwas beruhigt hatte, rief sie Vincent an um ihm alles über Davids Zustand zu erzählen. Gerade als sie auflegte kam Dr. Miller zu ihr.
Fran sagte zu ihm: „Sie haben mir gesagt, es ist alles in Ordnung mit David!“
„Es ist wahrscheinlich nur vorüber gehend, machen Sie sich keine Sorgen, die Narkose wirkt noch nach, wir warten am besten eine Stunde, dann müsste er wieder ganz normal sein.“
„Und wenn nicht?“
„Dann machen wir ein MRT, aber ich glaube nicht, dass es soweit kommt. Sie sollten ihn erst mal richtig wach werden lassen.“
Fran nickte. Als sie wieder bei David war zog sie sich einen Stuhl zu ihm an das Bett und setzte sich darauf. David beachtete sie nicht weiter, Fran merkte, dass er immer noch damit kämpfte die Augen offen zu halten.
Fran merkte, dass es ihr selbst schwer fiel die Augen offen zu halten. Plötzlich wollte sie nur noch schlafen. Doch mit aller Macht konzentrierte sie sich darauf wach zu bleiben. Plötzlich schreckte Fran hoch! Einen Moment schaute sie sich verwirrt um, sie saß immer noch auf dem Stuhl im Krankenzimmer, David wurde von einer Krankenschwester hinaus geschoben. Fran musste wohl eingenickt sein.
Dr. Miller, der sich ebenfalls im Zimmer befand, er erklärte: „Ich wollte Sie nicht aufwecken, wir machen jetzt bei ihrem Mann ein MRT, vielleicht finden wir darauf einen Grund für den plötzlichen Gedächtnisverlust.“
Fran nickte schlaftrunkend. Langsam rappelte sie sich auf und schüttelte den Schlaf ab. Sie griff nach dem Kaffeebecher, der neben ihr auf der Ablage stand.
Dr. Miller sagte: „In einer halben Stunde wissen wir mehr.“
„Okay.“

So ging für Fran die lange Zeit des Wartens weiter, doch dieses mal trank sie nicht einen Kaffee nach dem anderen sondern aß etwas in dem Restaurant des Krankenhauses, denn plötzlich ist ihr aufgefallen wie hungrig sie war. Die Stunde schlaf hatte ihr gut getan. Dr. Miller kam zu Fran an den Tisch, als diese gerade gierig die lappigen Pommes aß.
Der Arzt setzte sich, Fran fragte: „Und?“
„Ich konnte auf dem MRT nichts auf fälliges erkennen, was schon mal ein gutes Zeichen ist, denn es bedeutet, dass das Gehirn nicht beschädigt ist. Ich kann Ihnen nicht sagen, woher der Gedächtnisverlust kommt, aber ich vermute, der Auslöser war diese Zwischenblutung.“
„Wird er sich wieder erinnern können?“
„Die Chancen stehen gut, dass er sich wieder an bestimmt Dinge erinnern wird, denn die Informationen über die letzten Jahre sind noch da, nur ihr Mann muss wieder lernen darauf zugreifen zu können.“
Fran verging der Hunger genauso plötzlich, wie er gekommen war. „Sie können mir nicht versichern, dass David wieder so wird, wie ich ihn kennen?“
„Nein aber Sie sollten wirklich nicht vom Schlimmsten ausgehen. Vielleicht hält der Gedächtnisverlust nur für ein paar Stunden oder Tage an. Sie sollten sich mit ihm unterhalten. Ich habe ihm erzählt, was mit ihm los ist und ich denke, er glaubt mir, dass ist schon der erste Schritt zur Besserung. Reden Sie mit ihm.“
„Ich werde es versuchen.“
Dies tat Fran auch, sie atmete noch einmal tief durch bevor sie die Tür zu David öffnete, doch Fran wusste, dass es nicht der David war den sie kannte, dies machte ihr das Herz immer schwerer. David sagte nichts zu Fran als sie herein kam, sie sagte ebenfalls nichts und setzte sich auf einen Stuhl der neben dem Bett stand.
Die beiden schauten sich einfach nur schweigend an, weil keiner wusste was er sagen soll.
Irgendwann fragte David: „Warum bin ich nicht mehr mit Sara verheiratet?“
„Sie ist tot, sie hatte einen Autounfall.“ Fran erzählte ihm lieber nicht, dass es Selbstmord war. „Es ist aber schon über 10 Jahre her.“
„Kann ich Amy sehen?”
Fran überraschte es, dass er das mit Sara so gut verkraftete. „Es ist 22 Uhr, aber Amy kann dich morgen besuchen. Wir sollten uns vielleicht auch erst mal unterhalten.“ Fran schaute ihn abwartend an.
David schien kein großes Interesse daran zu haben: „Dann fangen Sie an zu erzählen.“
„Also, wir haben uns im Gericht kennen gelernt, wir sind seit 3 Jahren zusammen und sind seit fast einem Jahr verheiratet.“ Fran fand es sehr komisch David so etwas erzählen zu müssen. „Wir haben eine 2 jährige Tochter, Lauren, sie ist dir sehr ähnlich. Willst du Lauren sehen?“
Ohne nachzudenken, antwortete David kalt: „Nein.“
Für Fran wieder wie ein Schlag ins Gesicht. „Lauren würde sich darüber freuen dich zu sehen.“
David sagte darauf nichts, Fran ahnte, dass egal was sie sagen würde, er kein Interesse daran zeigen würde. Fran merkte, dass sie eigentlich nur noch raus aus dem Krankenhaus wollte und Nachhause zu ihrer Tochter.
Fran stand auf und erklärte: „Ich gehe jetzt, wir können auch morgen weiter reden.“ Inständig hoffte Fran, dass sie morgen mit David wieder normal umgehen konnte. „Du solltest jetzt auch besser schlafen.“
David nickte, so als könnte es gar nicht schnell genug gehen, dass sie endlich geht. Fran konnte sich gerade noch zurück halten, um David nicht doch zum Abschied zu küssen, was er sicherlich nicht gewollt hätte.

Als Fran Zuhause war kam eine völlig übermüdete Lauren auf sie zu gerannt und fiel ihr in die Arme. „Hallo meine Süße!“, begrüßte Fran ihre Tochter und drückte sie an sich.
Diese fragte aufgeregt: „Geht es Daddy gut?“
„Ja“, antwortete Fran knapp.
Vincent, der völlig fertig aussah, kam nun aus der Küche.
Fran fragte ihn: „Warum ist Lauren noch auf, weißt du eigentlich wie spät es ist?“
„Sie wollte nicht ins Bett, bevor du wieder da bist.“
Fran schaute ihre Tochter an und fragte: „Warst du wenigstens brav?“
Lauren nickte, während sie herzhaft gähnte.
„Aber jetzt gehst du ins Bett, ich bin ja auch wieder da. Okay?“
„Aber Dad ist nicht da.“
„Er muss im Krankenhaus noch bleiben, damit er wieder ganz gesund wird.“, erklärte Fran.
„Kann ich ihn besuchen?“, fragte Lauren sofort.
„Wenn du jetzt ins Bett gehst, können wir Dad morgen besuchen.“
Lauren wendete darauf nichts mehr ein. Fran merkte, dass Lauren gleich einschlief, da sie kaum noch stehen konnte. Fran nahm sie hoch, sie legte ihren Kopf auf Frans Schulter.
Fran sagte zu Vincent: „Setzt du bitte Kaffee auf?“ und trug Lauren nach oben, die schon eingeschlafen war.
Wenig später kam Fran wieder runter, Vincent saß im Wohnzimmer auf der Couch, Fran setzte sich neben ihm und nahm die Tasse, die auf dem Tisch stand, doch sie stellte fest, dass es kein Kaffee war, sondern Tee.
Fran sagte: „Das ist Tee.“
„Ich weiß.“ Um vom Thema abzulenken, fraget Vincent: „Geht es David wirklich gut?“
„Abgesehen davon, dass er sich nicht mehr an die letzten 15 Jahre erinnern kann, geht es ihm gut. Dr. Miller meinte, es sei nur vorüber gehend.“
Vincent sagte aufmunternd: „Wenn Dr. Miller das sagt, dann wird es auch stimmen.“
„David war so ablehnend mir gegenüber, so war er nicht mal, wenn wir uns noch so heftig gestritten haben. Was ist wenn David für immer so bleibt?“
„Dir kann er bestimmt nicht widerstehen. Er ist verrückt nach dir“, antwortete Vincent und nahm Fran in den Arm.

Mrs.McLaren
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27.08.2009 20:39
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-31. Kapitel-

Fran wachte in Vincents Armen auf, der immer noch tief und fest schlief. Vorsichtig und leise stand Fran auf. Die ersten Sonnenstrahlen schienen durch die Fenster herein. In der Küche setzte Fran Kaffee auf und solange dieser durch die Maschine lief, duschte sie sich. Es tat ihr gut mit dem Wasser den Schmutz von gestern abzuwaschen, dadurch fühlte sie sich um einiges besser und die Welt sah für sie nicht mehr ganz so hoffnungslos aus.
Als sie wieder herunter kam, rappelte sich Vincent gerade auf. Fran fragte ihn: „Willst du einen Kaffee?“
„Gerne, aber lange kann ich nicht mehr bleiben. Ich muss heute wieder arbeiten.“
Fran reichte ihm eine Tasse Kaffee und wärmte ihre Hände an ihrer eigenen Tasse.
Vincent fragte: „Gehst du heute morgen gleich ins Krankenhaus?“
„Ich glaube nicht, ich schicke erst mal Amy zu David, er würde sich sowieso nicht darüber freuen mich zu sehen, von Lauren ganz zu schweigen.“
„Aber vielleicht ist David wieder ganz der Alte und wartet schon sehnsüchtig auf dich.“ Vincent zwinkerte ihr verheißungsvoll zu.
Fran bemühte sich um ein leichtes lächeln, doch dann sagte sie: „Wenn sich etwas an seinem Zustand verändert hätte, hätte das Krankenhaus schon angerufen.“ Fran starrte in ihre Kaffeetasse.
„Weiß Amy schon von ihrem Glück?“, fragte Vincent.
„Ich muss sie später noch anrufen, hoffentlich hat sie Zeit um in ihrer Mittagspause ins Krankenhaus zu fahren. Vielleicht dringt sie zu ihm durch.“

So rief Fran nachdem Vincent gegangen war Amy an. Diese erklärte sich sofort bereit um David einen Besuch abzustatten, um ihm einiges über die letzten Jahre zu erklären. Dadurch fiel Fran schon mal ein Stein vom Herzen. Sie selbst plante gegen Nachmittag mit Lauren ins Krankenhaus zu gehen. Doch davor musste sie sich noch überlegen ob sie Lauren davon erzählen sollte, was mit ihrem Dad passiert war. Ob ein zwei jähriges Kind so etwas überhaupt bemerken würde, wahrscheinlich nicht. Doch Lauren war den Kindern in ihrem Alter in vielen Dingen voraus. Allerdings wusste Fran nicht, wie sie den Gedächtnisverlust von David verständlich erklären sollte und was ist, wenn Lauren es gar nicht bemerkt und sie ihr nur unnötig Angst machen würde?
Fran beschloss es Lauren es vorerst zu verschweigen, ebenso wollte sie David nichts von seinem Bruder Vincent erzählen, es wäre zu kompliziert und sie wusste nicht, wie David darauf reagieren würde. Sie versuchte sich einzureden, dass David spätestens in ein paar Tagen sich wieder an alles erinnern würde und dann wären alle Erklärungen umsonst gewesen. Doch sie konnte nicht wirklich daran glauben, da kam in Fran wieder der Gedanke hoch, sie musste es Lauren irgendwann wenigstens versuchen zu erklären und bei diesem Gedanken drehte sich Fran der Magen rum. Sie beruhigte sich damit, dass sie es irgendwann tun musste nicht heute und nicht morgen, so fern sich Davids Zustand nicht verbessert.


Amy klopfte an die Zimmertür bevor sie eintrat. David schaute sie sehnsüchtig an. Sie setzte sich auf den Stuhl, der schon neben dem Bett stand. David musterte sie aufmerksam von oben bis unten.
Amy begann: „Fran hat mich angerufen und meinte, du willst mich sehen.“
David hatte anscheinend nicht gehört was Amy sagte oder hörte darüber hinweg, denn er stellte nachdenklich fest: „Du bist alt geworden.“
„Du bist auch nicht mehr der Jüngste.“, antwortete Amy. „Wir werden alle älter.“
Er fragte ernst: „Sind wirklich über 10 Jahre vergangen?“
„Ja und du wirst dich hoffentlich bald wieder an diese Jahre erinnern damit deine Frau endlich wieder durch atmen kann.“
„Meinst du Fran?“
Amy nickte. „Sie ist die einzige Frau, die du hast.“
„Warum habe ich dich nicht geheiratet?“, fragte David ernsthaft interessiert.
„Wie kommst du darauf?“ Amy runzelte die Stirn
„Ich finde wir hatten immer einen guten Draht zu einander, ich konnte dir alles erzählen und nach dem einem Mal - ich wollte mich von Sara scheiden lassen damit wir-.“ David schaute sie verwirrt an.
„Moment mal, du wolltest dich wegen mir von Sara scheiden lassen?“, fragte Amy geschockt.
„Bist du verheiratet?“
„Nein, aber du bist verheiratet, mit Fran, ihr seid glücklich zusammen und ihr habt eine Tochter, die dich später beide besuchen kommen und du bist dann bitte freundlich und unterhältst dich schön mit deiner Frau.“
David wurde leicht lauter. „Ich kann mich aber nicht daran erinnern diese Frau geheiratet und mit ihr-“
Amy unterbrach ihn: „Und damit du dich daran wieder erinnerst redest du mit ihr.“
David fiel nichts mehr ein, was er darauf erwidern sollte.

Nachdem Amy grünes Licht gegen hatte machte Fran sich und Lauren fertig um ins Krankenhaus zu fahren. Fran nahm auch noch einige Fotoalben mit.
Mit einem mulmigen Gefühl im Magen betrat Fran mit ihrer Tochter an der Hand Davids Zimmer in der Klinik.
Lauren merkte zum Glück nichts davon, wie abweisend David ihr gegenüber war. Wenigstens lies er sich von Lauren umarmen, als diese überglücklich ins Zimmer stürmte. Dass dies seine Tochter war, konnte David nicht beeindrucken. Lauren spielte ausgelassen mit ihren Legosteinen an einem kleinen Tischchen, während Fran versuchte mit David ein Gespräch anzufangen: „Ich habe ein paar Fotoalben mit gebracht, willst du sie dir ansehen?“
„Jetzt nicht, später vielleicht.“
„Wie du meinst.“, seufzte Fran. „Brauchst du irgendetwas, das ich dir besorgen soll?“
„Nein.“
„Du weißt hoffentlich, dass ich dir nichts Böses will, sondern hier bin um dir zu helfen, weil du mir wirklich sehr viel bedeutest.“
„Worauf willst du hinaus?“, fragte David.
„Ich verstehe, dass das alles zu viel für dich ist. Doch du könntest dir wenigstens etwas Mühe geben. Weil egal wie kalt du zu mir bist, es ändert nichts daran, dass wir verheiratet sind und eine Tochter haben.“
„Ich brauche aber wirklich nichts.“
„Okay, aber wenn doch, dann musst du es mir nur sagen.“
„Mach ich.“, antwortete David schon mit einem Hauch Freundlichkeit.
Nach einer längeren Pause, sagte Fran: „Wir werden dann mal wieder gehen, damit du dich ausruhen kannst.“
David nickte nur zustimmend.
Fran wand sich ihrer Tochter zu: „Räumst du bitte deine Sachen zusammen, wir gehen Nachhause.“
„Okay.“, antwortete Lauren und räumte ihre Legosteine wieder in die kleine Kiste. Als alle Steine darin verstaut waren, nahm Fran die Kiste an sich und sagte: „Verabschiede dich von deinem Dad.“
„Bye Daddy.“ Lauren winkte ihm zu.
David antwortet: „Tschüss Lauren.“
„Bis morgen David.“ Fran bemühte sich darum, dass es so freundlich wie möglich klang.
Er seufzte: „Bis morgen.“
Bevor sich die Tür vom Fahrstuhl schloss, konnte Fran noch, durch den Spalt der Aufzugstür und dem von Davids Zimmertür erkennen, wie dieser eines der Fotoalben zur Hand nahm, die Fran absichtlich liegen gelassen hatte.

Mrs.McLaren
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11.10.2009 19:56
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-32. Kapitel-

An Davids Zustand änderte sich auch in den nächsten Wochen nichts, und so wie Dr. Miller meinte, würde sich so schnell dies auch nicht mehr ändern. Dies führte dazu, dass Fran immer verzweifelter wurde, denn sie stand, wie schon so oft, vor einer ungewissen Zukunft, was sie mehr als alles andere hasste. Sie wusste nicht wie es weiter gehen sollte, wenn David sich wirklich an nichts mehr erinnern sollte. Wahrscheinlich würde Fran, geschieden mit Lauren zurück bleiben. Wobei sich Fran weniger Sorgen um ihr Leben, als um das ihrer Tochter machte. David war immer noch sehr desinteressiert an Lauren und weder Amy noch sonst jemand konnte aus ihm heraus bekommen, warum er kein Interesse an seiner Tochter hatte. Natürlich, David musste auch erst mal, mit der für ihn doch neuen Situation zurecht kommen und vieles verarbeiten, das konnte Fran sehr wohl nachvollziehen und hatte daher auch Verständnis dafür, wenn ihr noch Ehemann gereizt reagierte. Doch sie dachte, dass David nach etwas Zeit, sich doch darüber freuen würde, ein eigenes Kind zu haben, auch wenn es von einer Frau war, die er nicht mehr kannte. Fran hatte die ganze Zeit lang gedacht, David hätte sich, selbst als er jünger war, schon immer Kinder gewünscht. Doch damit lag sie wohl komplett daneben.
Es machte Fran Hoffnung, dass sie David dazu überreden konnte, doch vorerst kein Hotelzimmer zu nehmen sondern Nachhause zu kommen. Er weigerte sich zwar zuerst so eng mit Fran und Lauren zusammen zu leben. Vor allem, weil Fran und David immer noch nicht so recht wussten, wie sie miteinander umgehen sollten. Doch Fran versprach ihm, dass er das große Gästezimmer mit dem Bad ganz für sich hätte und dass er sobald die Genesungsphase vorbei war, natürlich ausziehen könne. Letzteres verursachte bei Fran heftige Bauchschmerzen, sie hoffte, es würde ihm irgendetwas Zuhause vertraut vorkommen, sodass dieser Alptraum aufhörte.

Nun war es soweit. Fran betrat Davids Zimmer um diesen abzuholen. David war gerade dabei seine Sachen in die Reisetasche, die auf dem Bett stand, einzuräumen.
„Hi.“, begrüßte Fran ihn.
David antwortete: „Ich bin gleich fertig.“
„Lass dir ruhig Zeit.“
„Wo ist Lauren?“
„Bei Vincent:“, sagte Fran knapp.
Sie hatte David immer noch im Glauben gelassen, Vincent sei nur ein guter Freund. Vincent war von dieser Entscheidung zwar nicht begeistert, wollte sich jedoch Fran auch nicht wieder setzten.
Fran setzte sich neben die Reisetasche und sagte: „Ich habe gerade mit Dr. Miller geredet.“
Da David drauf nichts erwiderte fuhr Fran fort: „Er meinte, dass du nur eine Chance hast dich wieder an die vergangenen Jahre zu erinnern, wenn du es auch willst.“
„Das hat er mir auch erzählt.“, wich David aus ohne sie anzusehen.
„Also willst du es überhaupt?“, fragte Fran ernst.
Keine Antwort. David schloss gewissenhaft den Reisverschluss von der Reisetasche.
Fran sagte scharf: „David?“
Langsam schaute dieser auf. „Müssen wir denn jetzt darüber reden?“ David hob die Tasche auf.
„Ja, müssen wir.“ Fran nahm ihm die Reisetasche aus der Hand und setzte sie auf dem Boden ab.
Widerwillig antwortete David: „Ich weiß es nicht.“
„Wie meinst du das?“
„Können wir nicht einfach gehen?“
Fran antwortete: „Wir werden so lange hier bleiben, bis du mit mir redest.“ Frans Stimme wurde sanfter: „Du kannst mit mir über alles reden. Nur wenn du nicht mit mir redest, kann ich dir auch nicht helfen.“
„Aber vielleicht will ich deine Hilfe gar nicht, vielleicht will ich gar nicht wissen, wie ich nur eine Frau heiraten konnte, die meine Tochter sein könnte!“

Diese Worte hallten noch lange in Fran nach, deswegen konnte sie auch nicht schlafen und setzte sich am späten Abend in der kühlen Frühlingsluft auf die Stufen, die von der Terrasse in den Garten führten. David und Fran hatten seit dem sie im Krankenhaus waren, sich angeschwiegen. Beim Abendessen vermieden es Beide sich anzusehen, danach verschwand David im Gästezimmer und hat sich seit dem nicht mehr blicken lassen.
Fran starrte in die dunkle Nacht hinaus und zog ihren Bademantel noch enger zusammen, da plötzlich ein kühler Luftzug kam. Normalerweise hätte David schon längst bemerkt, dass sie nicht neben ihm lag und wäre mit einer Decke herunter gekommen. Was würde sie nur alles dafür geben um zu dieser Zeit zurück zu kommen!
Plötzlich sagte David hinter ihr: „Können wir bitte miteinander reden.“
Fran zuckte zusammen, sie hatte ihn gar nicht kommen gehört.
Sie lies sich davon jedoch nichts anmerken und sagte sarkastisch: „Du willst doch nicht mit mir reden.“
„Es tut mir leid.“ David setzte sich neben sie. „Ich hätte mit dir nicht so reden sollen.“
„Ich werde dir nicht widersprechen.“, antwortete Fran.
„Nur ich weiß es wirklich nicht, ob ich mich erinnern soll, weil ich weiß nicht genau was mich erwartet. Es gibt einfach viele Sachen, bei denen ich nicht weiß, wie ich manche Sachen tun konnte oder-.“
„Du meinst, wie du mich nur heiraten konntest?“
David versucht es zu erklären: „Das meinte ich nicht so. Ich meinte damit, dass ich nicht weiß, wie ich über Saras Tod hinweg gekommen bin um dann wieder zu heiraten. Klar, Sara und ich hatten keine perfekte Ehe und hatten einige Probleme, doch sie ist.“ David verbesserte sich: „War oder wie auch immer, die wichtigste Frau in meinem Leben.“
„Du hast ihr zehn Jahren nachgetrauert. Außerdem, er sagt denn, dass dein Leben aufhört nur weil das von Sara aufgehört hat?“ Da kam Fran plötzlich eine Idee. „Wenn du dich wieder erinnern würdest, müsstest du nicht noch einmal zehn Jahre verschwenden.“
Wenn sie David nicht dazu bringen konnte, sich wegen der Beziehung zu ihr an die vergangenen Jahre zu erinnern, dann konnte sie ihn vielleicht durch die Gefühle, die er noch für Sara empfand dazu bringen.
David gefiel anscheinend der Gedanke, die Trauer hinter sich zu lassen: „Was meinst du sollte ich denn machen um mich wieder zu erinnern?“
„Du solltest vielleicht erst mal eine Therapie machen, um mit deinen Gefühlen für Sara klar zu kommen und ein Therapeut kann dir auch dabei helfen, um alles zu verarbeiten.“
„Ich soll zu einem Psychiater gehen?“, fragte David ungläubig.
Fran zuckte mit den Schultern. „Warum denn nicht? Er kann dir besser helfen, als irgendjemand anderes.“
David sagte nach einer kurzen Pause: „Es tut mir wirklich leid, was ich zu dir gesagt habe. Ich dachte zu erst, dass ich dich nur geheiratet hätte, weil ich nur nach Oberflächlichkeiten gegangen wäre.“
„Ich hoffe doch so war es nicht.“ Fran lächelte ihn an.
David sagte zwinkernd zu ihr: „Ich denke nicht.“

Mrs.McLaren
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25.01.2010 20:11
RE: Fanfiction - my "Roman" antworten

-33. Kapitel-

David besuchte regelmäßig einen Therapeuten, den besten in New York. Fran konnte dadurch keine Veränderung an David feststellen, doch er meinte überraschenderweise, dass er schon viel besser zurechtkäme. Dies war das Einzige, was Fran aus ihm heraus bekommen konnte, in einem der wenigen Gespräche die sie notgedrungen beim Essen führten. Auch wenn David hin und wieder sehr nett gegenüber Fran war, war er die meiste Zeit über kalt und wortkarg. So gingen Fran und David sich aus dem Weg, wobei sie ein eingespieltes Team waren; unter der Woche sahen sie sich nur abends, da David früher als sie aufstand um auf Arbeit zu gehen und dort auch den ganzen Tag verbrachte. Am Wochenende unternahm Fran meistens etwas mit Lauren, Fran überlegte sogar ob sie ein Jahresticket für den Zoo kaufen sollte, denn mittlerweile waren sie und Lauren zu Stammgästen geworden. In den seltenen Fällen, in denen David auf Frans bitte ihrer Tochter zu liebe doch mit ging, schwiegen sie sich an und fühlten sich beide nicht wohl in ihrer Haut. Lauren freute sich natürlich darüber mit beiden Elternteilen etwas zu unternehmen, doch es blieb auch ihr nicht verborgen, dass ihr Dad anders war als früher und auch nicht mehr mit ihr spielte. Fran erklärte ihr nur darauf hin, dass alles in Ordnung ist und ihr Dad nur mehr arbeiten muss und deswegen keine Zeit hat. Dies war natürlich nur die halbe Wahrheit und Fran wusste, dass Lauren die Ganze erfahren musste. Denn sie glaubte schon lange nicht mehr daran, dass sie wieder zu einer richtigen Familie werden würden, so wie es früher war. David hatte den gleichen Gedanken, aber trotzdem sprach keiner der beiden das Thema an, wie es weiter gehen soll. Fran und David waren dazu in ihrem täglichen Alltag und Katz und Mausspiel viel zu sehr vertieft. Doch nachdem dies fast ein halbes Jahr lang so ging, sprach David das aus, wovor Fran die ganze Zeit über Angst hatte, obwohl sie wusste, dass dieser Schritt unvermeidbar war und auch das Beste für alle Beteiligten war.
So sagte David, während Fran die Sachen vom Abendessen in die Geschirrspülmaschine einräumte: „Wir sollten uns scheiden lassen.“
Fran blieb äußerlich ruhig, obwohl in ihr gerade ihre ganze Welt zusammen brach, was sie selbst überraschte, denn sie hatte sich die letzten Monate darauf eingestellte und es auch immer wieder in ihrem Kopf angespielt, damit sie darauf vorbereitet war, doch sie war es nicht und wusste nicht wie sie reagieren sollte, denn sie konnte vor David nicht anfangen zu heulen, so wie ihr eigentlich zu mute war.
David fuhr fort: „Wir haben übermorgen um 14 Uhr einen Termin beim Scheidungsanwalt. Ich denke, wir kommen mit einem Anwalt zurecht, oder denkst du wir werden Probleme damit haben die Sachen zwischen uns auf zu teilen?“
„Ich denke nicht. - Du hast schon einen Termin ausgemacht?“, fragte Fran überrascht.
„Ja, warum denn auch nicht?“
„Wir haben bis jetzt nur noch nie ernsthaft über eine Scheidung geredet und dann machst du gleich einen Termin bei einem Scheidungsanwalt aus und sprichst das vorher nicht mal mit mir ab.“, antwortete Fran enttäuscht.
„Ich dachte, du wärst auf eine Scheidung vorbereitet.“
Fran seufzte: „Das habe ich auch gedacht.“
„Es dauert sowieso noch, bis alles geklärt ist.“, sagte David, bevor er nach oben verschwand und Fran alleine zurück lies.

Fran hatte sich fest vorgenommen nach dem Termin mit dem Scheidungsanwalt noch am selben Tag Lauren alles zu erklären und David hatte ihr sogar versprochen sie zu unterstützen. Doch bevor sie sich dieser Aufgabe stellen konnte, musste sie erst einmal den verhassten Termin hinter sich bringen, vor dem sie Angst hatte, obwohl er unausweichlich war. So fand Fran sich schneller als sie dachte am Schreibtisch neben David gegenüber des Anwaltes Mr. Brooks wieder.
Dieser fragte: „Zuerst sollten wir besprechen, wer von ihnen was bekommt, da Sie keinen Ehevertrag abgeschlossen haben.“ Er blätterte in seinen Unterlagen, die vor ihm lagen. „Sie haben während ihrer Ehe das Haus gekauft und dazu fast alle Möbel neu gekauft. Damit fangen wir am besten an.“
David sagte: „Fran kann von mir aus das Haus haben und von den Möbeln will ich nur die aus meinem Arbeitszimmer und dem Gästezimmer haben.“
„Sind Sie damit einverstanden?“, fragte Mr. Brooks an Fran gewand.
Diese nickte. „Ja, das ist für mich in Ordnung.“
„Das ist gut!“ Mr. Brooks lächelte, weil er froh war, dass es so schnell ging. „Und wie haben Sie sich das mit dem Sorgerecht für ihre gemeinsame Tochter vorgestellt?“
Fran antwortete sofort: „Geteiltes Sorgerecht.“
Doch David erwiderte: „Ich will mit Lauren nichts zutun haben, ich zahle für sie und nicht mehr.“
Fran glaubte nicht richtig gehört zu haben. Doch sie wusste, dass es nicht so war. Und das lies blankes Entsetzten in ihr aufkommen: „Lauren ist deine Tochter!“
„Ich weiß.“
„Warum willst du keine Zeit mit deiner Tochter verbringen?“, fragte Fran empört.
„Ich mochte noch nie Kinder.“
„Das ist aber nicht irgendein Kind, sondern verdammt noch mal dein Kind!“
David fuhr sie an: „Du kannst mich nicht dazu zwingen! Ich will weder mit dir oder mit Lauren in Zukunft noch etwas zutun haben!“
Fran glaubte ihr Herz würde einen Moment lang aussetzten, in ihr halten Davids verletzende Worte immer wieder nach.
Mr. Brooks lenkte ein, der sich bis jetzt zurück gehalten hatte: „Was halten Sie davon, wenn wir für heute es erst einmal dabei belassen, Sie dass alles erst noch sacken lassen und wir uns dann in Ruhe noch einmal über alles unterhalten.“
David und Fran nickten stumm und Fran stürmte wütend aus dem Büro und rannte über den Parkplatz, dabei machte sie keinen Bogen um die Pfützen, die sich auf dem Asphalt gesammelt hatten, durch den tagelangen Herbstregen. Während sie mit ihrem Auto ausparkte, sah sie noch, wie David aus dem Gebäude kam und ihr verdutzt hinter her schaute.

Wie Fran nach dieser Offenbarung von David schon erwartet hatte, war er nicht dabei, als Fran sich zusammen mit Lauren auf ihr Bett setzte und sich die Worte gedanklich so zurecht legte um ihrer eben erst drei gewordenen Tochter möglichst schonend zu vermitteln, dass sie ihren Dad bald nicht mehr sehen wird.
„Erinnerst du dich noch an die Operation die an deinem Dad gemacht wurde?“
Lauren nickte.
„Dabei ist etwas schief gelaufen.“
„Aber du hast gesagt, Dad ist wieder gesund. Muss er denn noch mal operiert werden?“ Lauren schaute ihre Mum angstvoll an.
„Nein, nein.“, beruhigte Fran sie. „Dein Dad ist gesund.“
„Aber was ist dann schief gelaufen?“
„Es ist schwierig zu erklären. Dein Dad ist zwar wieder gesund, aber seit der Operation kann er sich an viele Dinge nicht mehr erinnern, was davor passiert ist und dadurch hat er sich verändert.“
„Schläft er deswegen im Gästezimmer und will mit uns nicht weg gehen?“
„Ja.“, antwortete Fran langsam. „Aber dein Dad kann dafür nichts, es ist wirklich ganz wichtig, dass du verstehst, dass er nichts dafür kann. Und auch wenn er es dir nicht zeigt, hat er dich trotzdem sehr lieb, hast du das verstanden?“
„Ist es das Gleiche, wenn du auf mich sauer bist, weil ich etwas angestellt habe und du mich trotzdem lieb hast?“
„Dein Dad ist nicht wütend auf dich, er liebt dich wirklich über alles, nur er kann es dir einfach nicht zeigen.“
„Kann Daddy nicht einfach noch einmal operiert werden und dann ist wieder alles in Ordnung?“, Lauren schaute sie hoffnungsvoll an.
„Nein, so einfach ist es leider nicht“, antwortete Fran nachdenklich, die daran denken musste, wie oft sie sich in ihren Träumen vorgestellt hatte, es wäre es leicht. „Und eben weil er sich an so viel nicht mehr erinnert und er sich verändert hat, wird er bald ausziehen.“
„Können wir ihn denn besuchen gehen?“
„Ja, vielleicht können wir das machen.“, Fran lächelte ihrer Tochter aufmunternd zu, um sich selbst mut zu machen.

Zuletzt geändert: 25.01.2010 20:12
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